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11.01.2018, 11:42

Frankfurts Youngster ist im Aufwind

Barkok kämpft sich aus dem Loch

In der vergangenen Hinrunde sorgte Aymen Barkok mit einem kometenhaften Aufstieg für Aufsehen. Bundesliga-Debüt mit Traumtor zum 2:1-Sieg bei Werder Bremen am 20. November 2016, ein weiterer Treffer plus ein Assist im Derby gegen Mainz wenige Wochen später - das 19-jährige Eigengewächs war plötzlich in aller Munde. Doch es folgte eine längere Talfahrt, in dieser Saison war Barkok meist nicht gefragt. Aus diesem Loch scheint er sich nun herausgekämpft zu haben.

Aymen Barkok
Wieder besser in Form: Aymen Barkok.
© imagoZoomansicht

Fußballerisch bringt Barkok alles mit, um ein guter Bundesligaspieler zu werden und vielleicht auch international Karriere zu machen. Der gebürtige Frankfurter kann mit dem Ball Sachen anstellen, bei denen sich Otto Normalverbraucher die Haxen brechen würde. Doch Talent allein genügt bekanntlich nicht, um ein Großer zu werden. Barkok fiel nach dem vielversprechenden Start in ein Loch, aus dem er sich mühsam herauskämpfen musste.

In der Sommer-Vorbereitung konnte er keine Eigenwerbung betreiben. Als er im Testspiel gegen Benevento Calcio (1:1) mal die Chance von Beginn an erhielt, enttäuschte er, trennte sich zu langsam vom Ball und verlor ihn deshalb mehrmals leichtfertig. Das wird auch Trainer Niko Kovac nicht entgangen sein, der Barkok in den ersten Wochen der Saison überhaupt keine Spielpraxis gewährte. Am 8. Spieltag brachte er ihn in Hannover erstmals als Joker, kurz darauf erhielt er beim Pokalspiel in Schweinfurt eine Chance in der Startelf. Gegen den Regionalligisten spielte der Youngster jedoch so schlecht, dass ihn Kovac bereits zur Pause auswechselte. Der Coach nahm ihn damals gleichwohl in Schutz: "Aymen ist eigentlich ein Spieler, der über die linke Seite kommt, wenn man mit zwei Außenstürmern spielt. In der Mitte ist es nicht ganz einfach, das ist nicht seine natürliche Position, das muss er aber lernen, das gehört zum Reifeprozess dazu. Er wird wieder seine Möglichkeiten bekommen. Wir werden ihm nicht den Kopf abreißen, sondern ihn weiter stützen. Er wird noch sehr viele gute Spiele für uns machen."

Erneute Geduldsprobe

Trotzdem musste Barkok erneut einige Geduld aufbringen, bis er die nächste Bewährungsmöglichkeit erhielt. Am 14. Spieltag in Berlin war es dann soweit, der offensive Mittelfeldspieler kam zur Pause und bot im zweiten Durchgang eine ordentliche Leistung. Der Lohn: Im folgenden Spiel gegen den FC Bayern stand er sogar in der ersten Elf, an den letzten beiden Spieltagen kam er zumindest als Einwechselspieler zum Zug. Ein Vereinswechsel ist für ihn deshalb kein Thema mehr. "Ich hatte mal ein paar Überlegungen im Kopf, wenn ich das ganze Jahr nicht zum Einsatz gekommen wäre", erzählt Barkok. Eine Ausleihe in die 2. Liga hätte ihm wahrscheinlich zu mehr Spielpraxis verhelfen können. Doch mit derlei Gedanken beschäftigt er sich nicht mehr, er will sich in Frankfurt durchsetzen.

Nach Trainingslager wieder näher an der ersten Elf

Das Trainingslager in Spanien nutzte er, um noch näher an die erste Elf heranzurücken. Im Training und im Test gegen Aue sah man Barkok an, dass er im Aufwind ist. Er hält den Ball nicht mehr so lange und bringt mit seiner Technik und Geschwindigkeit ohnehin wichtige Eigenschaften für die Offensive mit. "Wenn man etwas mehr Selbstvertrauen hat, spielt man lockerer, dann klappen im Spiel auch die einfachen Sachen", sagt der deutsche U-20-Nationalspieler.

Trotz der zwischenzeitlichen Durststrecke zieht er für sich persönlich ein positives Fazit: "Für mich war das ein erfolgreiches und lehrreiches Jahr." Von den Schulterklopfern hat er sich nicht beeinflussen lassen. "Ich bin ich selbst geblieben und nicht abgehoben", meint Barkok. Zu verdanken hat er das auch seinen Eltern: "Sie haben noch stärker aufgepasst und mir gesagt, dass ich nicht so oft rausgehen soll." Am Samstag gegen Freiburg wird er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im Kader stehen, selbst ein Einsatz von Anfang an ist nicht ausgeschlossen.

Julian Franzke

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weitere Infos zu Barkok

Vorname:Aymen
Nachname:Barkok
Nation: Deutschland
Verein:Fortuna Düsseldorf
Geboren am:21.05.1998


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