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28.12.2017, 14:29

Fußballlehrer will im Co-Trainer-Bereich bleiben

Stefes: Abschied nach 31 Borussen-Jahren

Für Manfred Stefes (50) beginnt am 1. Januar eine neue Zeitrechnung. Zum Jahreswechsel endet sein Vertrag bei Borussia Mönchengladbach, es heißt Abschied nehmen nach insgesamt 31 Jahren im Dienst der Fohlen. Eine neue Aufgabe hat Stefes noch nicht. "Mein Fokus", sagt er zum kicker, "liegt zunächst einmal darauf, weiter als Co-Trainer zu arbeiten."

Manfred Stefes
"Bereit für einen Neustart und für alles offen": Manfred Stefes.
© imagoZoomansicht

Mit Stefes verlässt ein Ur-Borusse den Verein. Als Jugendlicher kam er 1974 an den Bökelberg, er wurde Profi und absolvierte bis 1992 46 Bundesligaspiele (ein Tor) für die Fohlenelf. 1998 kehrte er als "Co" zurück und wurde ab 2009 - nach drei Jahren beim MSV Duisburg (2005-2008) - endgültig ein fester Bestandteil des Trainerteams. Er assistierte zunächst Hans Meyer, dann Michael Frontzeck und leitete an der Seite von Lucien Favre die erfolgreichste Zeit der jüngeren Vereinsgeschichte mit ein. Auch Andre Schubert setzte auf das bewährte Assistenztrainergespann mit Stefes und Frank Geideck, der seit der Frontzeck-Zeit mit an Bord ist.

Der Schnitt folgte mit dem Wechsel zu Dieter Hecking vor einem Jahr. Hecking brachte seinen Vertrauten Dirk Bremser mit - und nur noch Geideck verblieb im Trainerteam der Profis. Stefes dagegen übernahm im Verein den Posten als "Koordinator Talentförderung" und war für den Nachwuchsbereich von der U 17 bis zur U 23 verantwortlich. Im zweiten Halbjahr 2017 stellte ihn die Borussia im Zuge von weiteren Strukturänderungen frei. "Der Verein hat eben anders geplant. So etwas gehört im Fußball dazu, deshalb haben wir uns auf eine Vertragsauflösung zum Ende des Jahres geeinigt", erklärt der gebürtige Korschenbroicher. Unter dem emotionalen Gesichtspunkt kein allzu leichter Schritt, das gibt er gerne zu. "Wenn man so lange bei seinem Heimatverein arbeitet, so viel mit der Stadt und dem Klub verbindet, dann ist es natürlich ein sehr besonderer Moment, Abschied zu nehmen."

Die Zeit für eine neue Herausforderung ist gekommen

Einen neuen Job hat Stefes noch nicht. Im Sommer gab es bereits verschiedene Möglichkeiten für eine Luftveränderung, doch jetzt ist die Zeit für eine neue Herausforderung gekommen. Einem Fußballlehrer mit einem derart großen Erfahrungsschatz sollten sich interessante Optionen bieten. Stefes möchte - nach dem Zwischenjahr 2017 mit einem etwas anderen Jobprofil - am liebsten wieder in den Co-Trainer-Bereich zurückkehren. "In diesem Bereich fühle ich mich total wohl, das habe ich 15 Jahre lang erfolgreich gemacht. Deshalb besitzt die Arbeit als Co-Trainer für mich zunächst einmal Priorität. Aber auf ewig bin ich auch nicht auf dieses Betätigungsfeld festgelegt", sagt Stefes.

Stefes nutzte die Zeit der Freistellung zur Fortbildung

Auf die Zukunft ohne Borussia hat sich der frühere Abwehrspieler schon seit einem halben Jahr vorbereitet. Stefes nutzte die Zeit der Freistellung zur Fortbildung. Er schaute sich in Deutschland bei verschiedenen Klubs der Bundesliga, der 2. und der 3. Liga um, besuchte auch zahlreiche Nachwuchsspiele. Außerdem zog es ihn nach England, um sich dort einen genauen Einblick über verschiedene Vereine und deren Akademien zu verschaffen. Unter anderem die Top-Klubs Manchester City und FC Chelsea standen auf seiner Liste. Stefes sagt: "Ich bin bereit für einen Neustart und für alles offen. Am liebsten würde ich sofort loslegen."

Jan Lustig

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Vorname:Manfred
Nachname:Stefes
Nation: Deutschland


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