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17.12.2017, 21:00

Hertha BSC erkämpft sich in Unterzahl Sieg in Leipzig

Selkes Genugtuung und Dardais Versprechen

Die Berliner Hertha hat durch einen Kraftakt drei Punkte aus Leipzig mitgenommen. Die Alte Dame musste fast das komplette Spiel in Unterzahl auskommen. Matchwinner war Davie Selke, der seinem früheren Arbeitgeber durch einen Doppelpack zeigte, was er drauf hat. Coach Pal Dardai verriet indes, warum seine Mannschaft so eine aufopferungsvolle Leistung zeigte.

Davie Selke
Kuss aufs Berliner Wappen: Herthas Davie Selke feiert seinen Treffer zum 3:0.
© imagoZoomansicht

Die Partie begann perfekt für die Hertha, nach nur sechs Minuten brachte Davie Selke die Gäste in Führung. Der Angreifer feierte das Tor gegen seinen Ex-Klub, bei dem er zuletzt nicht mehr zum Stammpersonal gehört hatte, ausgiebig. Aber nur eine Minute später der Schock für Berlin: Jordan Torunarigha sah nach einer Notbremse gegen Timo Werner glatt Rot. "Es ist zu hart", fand Dardai nach der Partie am "Sky"-Mikrofon. "Die Gelbe Karte kannst du geben, aber sofort Rot ist nicht in Ordnung. Er geht auf den Ball, von hinten kommt ein schneller Spieler."

Aber in Unterzahl machte es der Hauptstadtklub sehr stark, ließ wenig zu und setzte offensiv immer wieder Nadelstiche. Salomon Kalou stellte vor der Pause auf 2:0 (31.). Nach dem Seitenwechsel dann der zweite besondere Moment für Selke: Der Stürmer markierte nach einer Ecke seinen zweiten Treffer (51.)., feierte erneut ausgiebig und küsste das Berliner Vereinswappen. Ob es eine Genugtuung für ihn war, gegen seinen Ex-Klub doppelt zu treffen? "Ja, aber es wurde auch ein bisschen viel darum gemacht", berichtete der Stürmer. "So ein wichtiges Spiel war es für mich nicht, auch nicht emotional. Wir können stolz darauf sein, dass wir hier die drei Punkte geholt haben."

Pfeifkonzert stört Selke nicht

Selke hatte gar seinen dritten Treffer auf dem Fuß, setzte das Leder aber nur ans Aluminium (62.). Nach 69 Minuten hatte der Angreifer dann Feierabend, Willi Orban hatte kurz vorher für RB auf 1:3 verkürzt. Der ehemalige Leipziger verließ unter einem gellenden Pfeifkonzert den Platz. "Das können die Leute machen, das war für mich eigentlich nicht so wichtig", so der Stürmer. Wichtig sei ihm eher gewesen, dass seine Teamkollegen den Vorsprung verteidigten. Und das gelang, der Anschlusstreffer von Marcel Halstenberg kam letztlich zu spät (90.+2). "Hier in Leipzig ist es ganz schwer, etwas mitzunehmen. Wir haben uns vorgenommen, mindestens einen Punkt zu holen, um mit einem guten Gefühl in die Pause zu gehen. Dass es am Ende drei werden, vor allem wie, nämlich mit einer riesigen mentalen Leistung, ist ein großer Erfolg für uns", freute sich Selke.

Dardais Versprechen

Auch sein Trainer war natürlich glücklich nach der Begegnung. "Wir haben einen guten Plan gehabt, die Jungs haben ihn auch mit einem Spieler weniger umgesetzt", freute sich Dardai, für den es das 100. Bundesligaspiel als Cheftrainer der Berliner war. "Es war eine klasse Leistung, auch kämpferisch. Wir haben immer wieder die freien Räume ausgenutzt, bis zum Abschluss oder dem Standard. Es war für uns ein Hammer-Sieg. Das kann für die Rückrunde viel bewegen." Das Team aus der Hauptstadt hat alles gegeben und aufopferungsvoll bis zur letzten Minute gekämpft.

Warum das so war, verriet der Coach. "Ich habe ihnen versprochen, wenn sie heute gewinnen, können sie nächstes Jahr zu mir kommen und einen Tag frei nehmen. Nicht in der Hauptbelastungszeit, aber sie können als Mannschaft einen Tag frei bekommen. Ich glaube, für einen Profi ist das die beste Motivation zum Schluss. Mit Geld und anderen Sachen bist du nicht motiviert, mit einem freien Tag schon", verriet Dardai.

Die Getränke gehen auf Selke

Die Alte Dame schraubte ihr Punktekonto damit auf 24 Zähler und kletterte auf den zehnten Tabellenplatz. Rang sechs, der die direkte Qualifikation für die Europa League bedeutet, ist nur noch vier Punkte entfernt. Aber jetzt steht erst einmal die Winterpause an. Und vielleicht noch ein schöner Abend mit dem ein oder anderen Getränk auf die Kosten des Doppelpackers. "Ich gebe gerne einen aus, wenn die Jungs das wollen", strahlte Selke.

mst

Bundesliga, 2017/18, 17. Spieltag
RB Leipzig - Hertha BSC 2:3
RB Leipzig - Hertha BSC 2:3
Fokussiert

Herthas Coach Pal Dardai vor dem Spiel in Leipzig
© imago

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weitere Infos zu Selke

Vorname:Davie
Nachname:Selke
Nation: Deutschland
Verein:Hertha BSC
Geboren am:20.01.1995


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