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10.12.2017, 19:52

15. Spieltag: Herbstmeister Bayern - BVB-Krise verschärft

Drama in Köln - 96 beendet Mini-Krise

Am Sonntag verlor Köln nach einer 3:0-Führung in einem dramatischen Spiel gegen Freiburg und dürfte damit kaum mehr Hoffnung haben. Hannover beendete seine kleine Krise gegen Hoffenheim, während Hertha mit Glück in Augsburg einen Punkt holte. Der elfte Saisonsieg der Bayern bedeutete tags zuvor die Herbstmeisterschaft, weil Leipzig nur remis spielte. Derweil hielt in Dortmund die Krise an. Bereits am Freitag kassierte der VfB seine erste Heimniederlage.

Matchwinner Petersen sorgt für Kölner Drama

Matchwinner: Nils Petersen (links)
Matchwinner: Nils Petersen (links) erzielte drei Tor gegen die unglücklichen Kölner.
© Getty ImagesZoomansicht

Am Sonntagnachmittag war vor dem Kellerduell in Köln zwischen dem FC und Freiburg von allen viel Geduld gefragt. Nach heftigem Schneetreiben musste der Anpfiff zweimal verschoben werden, ehe es um 14 Uhr mit einer halben Stunde Verspätung losging und ein denkwürdiges Spiel begann. Der FC, mit Stefan Ruthenbeck für den entlassenen Peter Stöger (inzwischen BVB-Coach) auf der Bank, legte los wie die Feuerwehr. Mit der richtigen Einstellung nahmen die Kölner die Situation an und waren bereits nach einer halben Stunde mit 3:0 vorn. Nach Klünters frühen Führung wurde es kurios. Denn beim zweiten Treffer trat Guirassy zum Elfmeter an, nur der Punkt war verschwunden, Schiedsrichter Dr. Robert Kampka nahm Maß. Das Freiburger Unglück perfekt machte Stanko, der zum 3:0 ins eigene Tor traf. Petersen verkürzte vor der Pause noch auf 1:3 und leitete eine unglaubliche Aufholjagd ein. Denn dann ging das große Zittern los, als Haberer den Sport-Club wieder auf Schlagdistanz köpfte. Die Schlussphase wurde dramatisch. Durch zwei Elfmeter von Petersen drehten die Breisgauer die Partie noch zu ihren Gunsten und gewannen 4:3. Mit zwölf Punkten Rückstand auf den Relegationsrang gehen beim FC am zweiten Advent die Lichter fast schon aus.

Harnik beendet seine Flaute und Hannovers kleine Krise

Die Schneefront aus Köln kam pünktlich zum Anpfiff auch in Hannover an. Innerhalb kürzester Zeit war auch dieser Platz eingeschneit und entsprechend schwierig wurde es für die 96er und Hoffenheim. Größter Aufreger bis zum Wechsel war noch Amiris Treffer, der wegen Abseits nicht zählte. Nach der Pause nahm die Partie aber Fahrt auf und die Hausherren gingen durch einen Treffer von Füllkrug in Führung. Kramaric vergab wenig später die Chance zum Ausgleich. In der Schlussphase beendete Harnik seine Torflaute und sicherte den Niedersachsen den 2:0-Erfolg. Damit beendete Hannover seine Durststrecke mit nur einem Punkt aus den letzten vier Spielen und darf sich wieder nach oben orientieren.

Kalou rettet Hertha ein Remis

In Augsburg war die Schneefront durch und das Feld geräumt, als es zwischen dem FCA und der Hertha losging. Dabei waren die Hausherren zunächst das gefährlichere Team. Koo, Caiuby und Heller (an die Latte) hatten die besten Chancen für die Schwaben. Auch nach dem Seitenwechsel war Augsburg spielbestimmend, hatte mehr Ballbesitz und eine bessere Zweikampfquote. Der eingewechselte Esswein schoss zumindest mal auf den Kasten. Allerdings war der FCA näher dran am Tor. Zunächst rettete Jarstein nach einem Kopfball von Caiuby noch, ehe er sich wenig später bei einem Schuss des Brasilianers geschlagen geben musste. Die vorzeitige Entscheidung verpasste Gregoritsch, als er aus kurzer Distanz nur das Außennetz traf. Und so erzielte Kalou in der Nachspielzeit den glücklichen Treffer zum 1:1.

Bayern ist Herbstmeister

Torjubel von Vidal
Arturo Vidal bejubelt den 1:0-Siegtreffer in Frankfurt.
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Am Samstagnachmittag prallten mit Frankfurt und Bayern die beiden Bundesliga-Bollwerke aufeinander: Die Eintracht mit zuvor 14 Gegentoren die zweitbeste, die Münchner mit erst elf Gegentreffern die beste Defensive der Liga. Die Münchner Abwehr hatte einen neuen Keeper hinter sich: Ulreich musste kurzfristig mit Adduktorenproblemen passen, Starke rückte ins Tor. Auszeichnen konnte er sich früh bei einem Rebic-Freistoß, nachdem Vidal zufrieden sein konnte, nach einem Foul am eigenen Sechzehner nur Gelb gesehen zu haben. Jener Vidal schlug dann nach einer Kimmich-Flanke per Kopf zu und überwand Hradecky (20.). Im zweiten Durchgang schützte Heynckes den Gelb-Rot-gefährdeten Vidal per Auswechslung, wenig später gab es Aufregung um Frankfurts Wolf: Rot nach einem Foul an James wurde nach Videobeweis zurückgenommen. Zu elft suchte die Eintracht nach der Lücke in der Bayern-Defensive, fand sie aber nicht. Starke blieb ohne Gegentor - und der FC Bayern ist nach Spieltag 15 Herbstmeister.

Berggreen bremst Leipzig aus

Mit einem 2:2 bei RB Leipzig sorgte Mainz 05 dafür, dass die Münchner schon diesen kleinen Titel feiern können. Zwar blieben die Sachsen auch gegen den FSV zu Hause ungeschlagen, im siebten Heimspiel gab es bei fünf Siegen aber das zweite Remis. Nach der RB-Führung durch Kampl sorgte zweimal der Einsatz des Videobeweises für Aufregung: Zunächst blieb es nach einem Ilsanker-Foul kurz vor dem Strafraum bei Gelb, nach dem anschließenden Brosinski-Freistoß traf Quaison aber zum 1:1. Auf der Gegenseite blieb es nach einem Einsatz von Balogun gegen Demme bei der Elfmeter-Entscheidung - Werner erzielte per Strafstoß unmittelbar vor dem Pausenpfiff das 2:1. Für das Remis sorgte in der 87. Minute der eingewechselte Berggreen per Kopf. Einen dritten Videobeweis gab es aber noch: Nach einem Sturz von Werner im Strafraum entschied das Gespann jedoch nicht auf Strafstoß - es blieb beim 2:2. Ein Achtungserfolg für die Mainzer, die aber auswärts weiterhin sieglos (0/3/4, 4:13 Tore) sind und seit saisonübergreifend 13 Gastspielen auf einen Dreier warten.

Dortmunds Krise verschärft sich und Bosz muss gehen

Hängende Köpfe beim BVB nach dem 1:2 gegen Bremen
Hängende Köpfe beim BVB nach dem 1:2 gegen Bremen.
© imago

1:2 gegen Werder Bremen - auch im achten Bundesliga-Spiel in Folge blieb Borussia Dortmund sieglos (0/3/5). Dabei bot der BVB im ersten Durchgang eine schwache Vorstellung und lag durch Eggesteins Maßarbeit zur Pause zu Recht mit 0:1 in Rückstand. Mit taktischer Neuausrichtung (Vierer- statt Dreierkette) und zwei Wechseln (Schürrle und Sahin kamen) zeigten sich die Schwarz-Gelben im zweiten Durchgang deutlich zielstrebiger. Durch ein Eigentor von Bargfrede erzwangen die Westfalen förmlich das 1:1, doch Gebre Selassie schlug nur wenig später aus kurzer Distanz für die Bremer zu. Auf den neuerlichen Rückstand fanden die Dortmunder keine Antwort mehr. Bezeichnend: Kagawa schoss aus wenigen Metern vor dem Tor den am Boden liegenden Aubameyang an. Nach zehn Niederlagen in Folge in Dortmund konnte Bremen derweil wieder gewinnen und beendete zudem eine Serie von saisonübergreifend neun Auswärtsspielen ohne Dreier (0/4/5). Beim BVB folgte am Sonntag die Entlassung von Bosz.

Tabellenrechner 1.Bundesliga

Nord-Duell: Tor-Garantie abgelaufen

Noch nie endete ein Vergleich zwischen dem Hamburger SV und Wolfsburg torlos - im 41. Anlauf war es diesmal so weit. So war es auch das erste VfL-Spiel unter Trainer Martin Schmidt, das ohne einen eigenen Treffer blieb. Insgesamt hatten die Hamburger mehr Spielanteile und auch die besseren Gelegenheiten, im Abschluss blieben sie aber zu ineffizient.

Ein Eigentor sorgt für ein Remis in Gladbach

Jannik Vestergaard
Eigentor: Jannik Vestergaard trifft zum 1:1 ins eigene Netz.
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Im Samstagabendspiel standen sich Mönchengladbach und Schalke gegenüber und trennten sich 1:1. Gladbach legte einen schwungvollen Start hin, drängte die Gäste oft an den eigenen Sechzehner zurück und ging verdient in Führung: Rückkehrer Kramer drückte den Ball nach einer Ecke über die Linie (23.). Ein Treffer von Stindl wurde später - auch nach Überprüfung per Videobeweis - wegen Abseits nicht gegeben (39.), wenig später ein Elfmeterpfiff für die Borussia ebenfalls nach Videoüberprüfung zurückgenommen. Schalke kam besser ins Spiel und im zweiten Durchgang glücklich per Vestergaard-Eigentor zum Ausgleich. Am Ende verdiente sich S04 diesen Zähler, beendete eine Serie von vier Niederlagen in Gladbach und blieb im neunten Ligaspiel in Folge ungeschlagen (4/5/0).

Angstgegner bleibt Angstgegner: VfB verliert gegen Bayer

Bayer 04 Leverkusen
Seit zehn Spielen unbesiegt: Bayer 04 Leverkusen surft in der Bundesliga weiter auf der Euphoriewelle.
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Am Freitagabend zum Auftakt der 15. Bundesliga-Runde bekam es der bis dato zu Hause ungeschlagene VfB Stuttgart mit Bayer Leverkusen zu. Die Schwaben wollten nach 16 von 17 eingefahrenen Punkten in dieser Saison in der heimischen Mercedes-Benz-Arena nachlegen - doch gegen die im Ländle gefürchtete Werkself fing sich der VfB auf seiner weißen Heim-Weste den ersten großen Klecks ein. Angstgegner Bayer, der nun aus den letzten acht Vergleichen sieben Siege eingefahren hat (ein Remis), fuhr ein 2:0 ein.

Maßgeblich verantwortlich für den Dreier waren Bailey, der das frühe 1:0 für die Werkself durch Torschütze Havertz glänzend vorbereitet hatte (20.), 2:0-Schütze Lars Bender (80.) und allen voran Nationaltorwart Leno. Der 25-Jährige parierte besonders in der 2. Halbzeit mehrmals bärenstark und verhinderte so einen zwischenzeitlichen Ausgleich. Bayer ist mit diesem 2:0 seit zehn Ligaspielen unbesiegt.

kon

Bilder des Spieltages
1. Bundesliga, 2017/18, 15. Spieltag
1. Bundesliga, 2017/18, 15. Spieltag
Schneeschieber

Die Schneefront erreichte im Laufe des Tages auch Süddeutschland. Der FCA war vorbereitet, viele helfende Hände packten mit an.
© imago

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1. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München35:1135
 
2RB Leipzig24:2127
 
3FC Schalke 0423:1726
 
4Bor. Mönchengladbach24:2625
 
5Bayer 04 Leverkusen29:1924
 
6TSG Hoffenheim25:2023
 
7FC Augsburg22:1723
 
8Borussia Dortmund35:2322
 
9Eintracht Frankfurt16:1522
 
10Hannover 9619:1922
 
11VfL Wolfsburg20:1918
 
12Hertha BSC20:2218
 
13VfB Stuttgart13:1917
 
141. FSV Mainz 0517:2416
 
15Hamburger SV13:2015
 
16SC Freiburg13:2815
 
17Werder Bremen11:1714
 
181. FC Köln9:313

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