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29.11.2017, 15:25

Ein statistischer Vergleich zum Duell TSG-RB

Hoffenheimer Dauerläufer gegen Leipziger Zweikämpfer

Die TSG Hoffenheim und RB Leipzig hinken ihrer Punkteausbeute aus dem Vorjahr hinterher, der Vizemeister hat die neue Europapokal-Belastung aber viel besser weggesteckt. Wie haben die neuen Anforderungen das Spiel der beiden Überraschungsklubs verändert? Ein Statistik-Vergleich.

Sandro Wagner (oben) im Duell mit Willi Orban
Wiedersehen in Sinsheim: Sandro Wagner (oben) im Duell mit Willi Orban.
© imagoZoomansicht

Am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) tritt RB Leipzig zum zweiten Mal in seiner noch jungen Klubhistorie bei der TSG Hoffenheim an. Das erste Aufeinandertreffen in der Arena in Sinsheim am 28. August 2016 (2:2) war das erste Bundesligaspiel des Neulings in dessen Vereinsgeschichte überhaupt. Mit der TSG verbindet Leipzig indes, dass beide Klubs in der laufenden Saison Europapokal-Debütanten sind.

Der Vorjahreszweite Leipzig hat im Vergleich zum Vorjahresvierten Hoffenheim die Doppelbelastung durch die internationalen Spiele bisher besser weggesteckt und ist erneut Tabellenzweiter, Hoffenheim ist Siebter. Dennoch hat RB im Vergleich zur Saison 2016/17 nach 13 Spieltagen sieben Punkte weniger auf dem Konto (26 statt 33), Hoffenheim nur fünf (20 statt 25).

Leipzig nach Rückständen stark, Hoffenheim nach Führungen schwach

Der Trend bei den Sinsheimern war jedoch zuletzt negativ, das Team von Coach Julian Nagelsmann holte aus den vergangenen zwölf Pflichtspielen lediglich zwei Siege (bei vier Remis und sechs Niederlagen). RB gewann im gleichen Zeitraum siebenmal (bei einem Remis und drei Niederlagen), zudem gab es die 4:5-Niederlage im Elfmeterschießen in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen Bayern München.

Unterschiedlich bei den Kontrahenten vom Samstag sind in der Liga vor allem die Bilanzen nach einem Rückstand und eigener Führung. Leipzig gewann nach einem Rückstand noch drei Partien (kein Team schaffte mehr) und holte nach einem Rückstand im Schnitt noch 1,5 Punkte. Hoffenheim lag auch sechsmal hinten, die Bilanz: nur 0,83 Zähler. Beide Mannschaften gingen derweil zehnmal in Führung (nur die Bayern schafften das häufiger), Leipzig holte danach 2,6 Punkte im Schnitt, Hoffenheim nur 1,8. Im Vorjahr holte RB nach Rückstand 0,73 Punkte (Hoffenheim 1,15) und nach einer Führung 2,5 (Hoffenheim 2,25).

Hoffenheim läuft mehr als alle anderen, bestreitet aber wenige Zweikämpfe

Die Leipziger Laufleistung (115,0 km) ist im Vergleich zum Gesamtschnitt der Saison 2016/17 (114,3 km) leicht gestiegen, wenn auch kein Topwert. Die Hoffenheimer Mannschaft legt im Schnitt pro 90 Minuten 118,2 Kilometer zurück (2016/17 115,4) - mehr läuft keiner. Das Spiel von RB bleibt wie schon im vergangenen Jahr von Zweikämpfen geprägt. 124 pro Spiel bestritten die RB-Akteure in dieser Runde bislang, neben Eintracht Frankfurt die meisten. Die Quote von 52,6 Prozent erfolgreichen Duellen ist Liga-Bestwert. Hoffenheim kommt auf den gleichen Wert wie 2016/17 (109 Zweikämpfe pro Partie) und hat etwa die gleiche Quote (49,3 statt 49,7 Prozent gewonnen). Weniger Zweikämpfe als die TSG bestreiten aber nur Borussia Mönchengladbach (106) und die Bayern (99).

Die internationalen Aufgaben beide Teams erfordern eine höhere Wechselquote beim Personal. RB-Coach Ralph Hasenhüttl betonte immer wieder die Wichtigkeit frischer Kräfte während der vielen englischen Wochen. RB rotierte in allen Pflichtspielen der bisherigen Saison im Schnitt 3,8 Spieler neu in die Startelf (Hoffenheim 4,3). In der Spielzeit 2016/17 stellte Hasenhüttl 1,7 Spieler pro Partie neu in die Anfangsformation (Hoffenheim 2,1).

Der Leipziger Fußball hat sich verändert - das zeigen auch die Daten

Darüber hinaus ist Hasenhüttl bestrebt, im Zuge der Mehrfachbelastung den aufwändigen RB-Fußball ökonomischer anzulegen. Deshalb und weil RB aufgrund des furiosen Debütjahres mittlerweile oft als Favorit gilt und die Gegner tiefer stehen, hat sich die Spielanlage hin zu mehr Ballbesitz verschoben. Spielte RB 2016/17 noch pro Partie 466 Pässe im Schnitt (Passquote 74,8 Prozent), sind es nun 505 (Quote 80,1 Prozent). Hoffenheim spielt weniger Pässe als vergangene Saison (477 statt 520), bei etwa gleicher Quote (82,2 Prozent zu 82,7). Bei den erspielten Torchancen liegen die Gegner vom Samstag ungefähr gleichauf (RB 5,9 Chancen pro Partie, Hoffenheim 5,5), RB lässt mit 5,4 gegnerischen Möglichkeiten pro Spiel zwar mehr zu als 2016/17 (3,7), aber weniger als Hoffenheim (6,6).

Statistisch spricht also einiges für einen Leipziger Sieg. Ebenso wie der aktuelle Trend und die Bilanz von RB aus den bisherigen beiden Partien gegen die TSG (2:2, 2:1). Aber noch werden die Spiele auf dem Platz entschieden. In diesem Fall am Samstag ab 15.30 Uhr.

Andreas Hunzinger

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