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22.11.2017, 17:07

Werder Bremen: Funktionierender Offensivplan genießt Priorität

Leipzig: Der Härtetest für Kohfeldt

Nach dem 4:0 über Hannover ist die Begeisterung beim SV Werder verständlicherweise groß. Die offensive, attraktive Handschrift von Trainer Florian Kohfeldt wird gefeiert - zu Recht. Doch im Hinblick auf die Begegnung in Leipzig schließt sich diese Frage zwangsläufig an: Ist der neue, riskante Spielstil auch bei einem Champions-League-Teilnehmer das probate Mittel? Oder muss Werder grundsätzlich anders auftreten als gegen Teams, die sich faktisch auf Augenhöhe befinden, wie eben Frankfurt und Hannover? Klar ist: Für den Taktiker Kohfeldt wird die Reise nach Leipzig zu einem ersten echten Härtetest.

Florian Kohfeldt, SV Werder Bremen
"Wir wollen die Leute mit attraktivem Fußball mitnehmen": Florian Kohfeldt.
© imagoZoomansicht

Ob er sein Team bei RB genauso auftreten lasse wie in seinen ersten beiden Partien? "Das kann ich nicht versprechen", sagte Kohfeldt im Rahmen einer Medienrunde, "aber wir werden auch gegen Leipzig nicht nur den defensiven Gedanken haben." Im Gegenteil: Auch bei der Vorbereitung auf Samstag genieße ein funktionierender Offensivplan Priorität. Und erst darauf aufbauend soll eine passende Defensivstrategie entworfen werden.

Das Risiko einer solchen Prioritätenliste liegt auf der Hand: Gegen eine Spitzenmannschaft wie Leipzig kann es da durchaus auch mal eine Klatsche setzen. Andererseits besteht genau so auch die größte Chance, den Gegner zu verwunden bzw. zu besiegen. Eine Gratwanderung, bei der einzelne Abstürze einkalkuliert werden müssen - und tunlichst nicht zu nachhaltiger Verunsicherung führen dürfen.

Gesucht: Ein spielerischer Ansatz

Gerade im Abstiegskampf ist das wiederum leichter gesagt als getan. Den Anspruch der Vereinsführung trägt Kohfeldt indes voll und ganz mit. In seiner Rede vor den Mitgliedern auf der Jahreshauptversammlung am Montag hatte Klubchef Klaus Filbry erfolgreichen Fußball, eine attraktive Spielweise und solides Wirtschaften als auf Dauer jeweils unverzichtbare - und damit praktisch gleichrangige - Bestandteile seiner "Mission" präsentiert.

Kohfeldt erklärte nun: "Wir wollen die Leute mit attraktivem Fußball mitnehmen. Es geht um eine Klub-Philosophie, die Trainer überdauert." Eine extrem hohe Ambition angesichts der aktuellen Tabellensituation. Aber andererseits auch kein Spagat für Kohfeldt. Schließlich hat er schon nach seiner ersten Kaderanalyse treffend festgestellt: "Diese Mannschaft braucht einen spielerischen Ansatz." Auf Gedeih und Verderb.

Thiemo Müller

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 20.11., 11:15 Uhr
Kohfeldt: "Haben noch weiten Weg zu gehen"
Endlich der erste Sieg: Mit dem 4:0 gegen Hannover ist Bremen eindrucksvoll der lang ersehnte Befreiungsschlag gelungen. Mann des Abends war Max Kruse, der drei Tore selbst erzielte und eines vorbereitete. Trainer Florian Kohfeldt gönnte sich einen Moment der Zufriedenheit, hob aber zugleich warnend den Zeigefinger. Denn Hannover hielt lange Zeit gut mit, geriet nach einem leichtsinnigen Ballverlust auf die Verliererstraße.
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181. FC Köln4:252

weitere Infos zu Kohfeldt

Vorname:Florian
Nachname:Kohfeldt
Nation: Deutschland
Verein:Werder Bremen


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