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12.11.2017, 14:55

Bremen: Neuer Coach war nicht erste Wahl

Kohfeldt findet Kritik "absolut nachvollziehbar"

Viktor Skripnik, Alexander Nouri und jetzt also auch Florian Kohfeldt - zum dritten Mal wird bei Werder Bremen der erfolglose Chefcoach vom U-23-Trainer abgelöst. Selbst Kohfeldt ist bei der Entscheidung deshalb bewusst, dass es kritische Stimmen zu seiner Installation gibt. Da dürften Frank Baumanns jüngste Aussagen, es habe "bessere Trainer" gegeben, wenig hilfreich sein.

Florian Kohfeldt
Hofft auf Geschlossenheit im Verein: Werder-Trainer Florian Kohfeldt.
© imagoZoomansicht

Am Freitagabend teilte Werder mit, dass Kohfeldt zunächst bis zur Winterpause in Bremen seine Chance bekommt. Eine Entscheidung mit gewisser Tradition an der Weser, denn auch Skripnik und Nouri gingen den Weg über die U 23. "Dass diese Entscheidung auch kritisch gesehen werden kann, ist für mich absolut nachvollziehbar", weiß Kohfeldt um die Zweifel in der Öffentlichkeit. "Ich bin faktisch der dritte U-23-Trainer hintereinander, der befördert wird. Wichtig ist in meinen Augen deshalb, dass wir jetzt geschlossen auftreten: Mannschaft, Trainerteam, Geschäftsführung, alle Mitarbeiter des Vereins und das Umfeld", so der 35-Jährige in einem Interview auf Werder.de

Kohfeldt war nicht die erste Wahl

Allerdings dürften die jüngsten Aussagen von Baumann dabei wenig hilfreich sein. "Natürlich kann man durchaus sagen, dass es bessere Möglichkeiten gegeben hat, vielleicht bessere Trainer für uns interessant gewesen wären", gab Baumann bereits am Samstag zu. Dass Kohfeldt nicht erste Wahl war, "ist nicht schlimm", sagte der Werder-Manager und erklärte seine Sicht anhand der Torwart-Suche vor der Saison. "Wenn man das auf andere Positionen übertragen würde, dann ist es so, dass Jiri Pavlenka auch nur unsere vierte Wahl war, weil wir Neuer, ter Stegen und Leno nicht bekommen haben. Insofern kann man das etwas damit vergleichen."

Wir brauchen am Sonntag einen Kraftakt mit einer Energie, die vermutlich nur das Weser-Stadion entfachen kann.Florian Kohfeldt

"Es ging in erster Linie darum, die bestmögliche Lösung für den Verein zu finden", gibt Kohfeldt Auskunft. "Mit jeder Entscheidung, die für Werder die beste gewesen wäre, hätte ich leben können." Nun steht er erstmal in vorderster Reihe und nimmt das nächste Spiel kommenden Sonntag gegen Hannover in den Fokus (18 Uhr). Dabei will er den Fans einen attraktiven, nach vorne orientierten Fußball bieten. "Wir brauchen am Sonntag einen Kraftakt mit einer Energie, die vermutlich nur das Weser-Stadion entfachen kann", hofft er auf den Rückhalt der Fans, weiß aber auch: "Am Ende müssen wir uns alle an Ergebnissen messen lassen, egal wer hier sitzt." Dabei spiele es keine Rolle für ihn, dass sein Vertrag zunächst nur für ein paar Woche gelte. Argumente hat am Ende nur, wer auch gewinnt. Daran wird sich dann auch Baumann messen lassen müssen.

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Vorname:Florian
Nachname:Kohfeldt
Nation: Deutschland
Verein:Werder Bremen

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13VfL Wolfsburg16:1714
 
14Hertha BSC16:1914
 
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