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07.11.2017, 14:55

Überblick zeigt fünf krasse Fehlentscheidungen

5 in 11: Wie Mainz in dieser Saison benachteiligt wurde

Nicht zum ersten Mal entschied in dieser Saison ein Schiedsrichterteam zu Ungunsten des 1. FSV Mainz 05. Am Samstag beim Gastspiel in Gladbach wurde den Rheinhessen bereits der dritte Strafstoß versagt. Welche falschen Entscheidungen es noch gab? Der kicker zeigt alle Szenen, in denen die Nullfünfer benachteiligt wurden, im Überblick. Das Resultat: Fünf krasse Fehlentscheidungen.

Jean-Philippe Gbamin
Forderte in Mönchengladbach vergeblich einen Elfmeter: Jean-Philippe Gbamin.
© imagoZoomansicht

Der jüngste Aufreger: Es läuft die 18. Minute, als Jean-Philippe Gbamin den Ball im Gladbacher Strafraum nicht richtig trifft und von Lars Stindl verfolgt zu Boden geht. Einen Blick auf die Zeitlupe, höchstens zwei Blicke, brauchte es, um zu erkennen, dass Borussias Kapitän den Franzosen bei vollem Tempo am Fuß streift und ihn so ins Straucheln bringt. Anstelle einer Roten Karte und einem Strafstoß, was beides zwingend notwendig gewesen wäre, lief das Spiel weiter. Zum Unverständnis aller Mainzer. Denn auch der Videoassistent in Köln blieb stumm. Kein Hinweis. Als wäre diese Situation nie passiert. Dass das dem FSV sauer aufstößt, ist verständlich, sind die Rheinhessen doch schon des Öfteren die Leidtragenden gewesen.

Elfmetersituationen: Am ersten Spieltag riss Hannover-Keeper Philipp Tschauner im Strafraum Yoshinori Muto um - ohne Folgen, ohne Überprüfung. Eine Woche später in Stuttgart hätte es nach Foulspiel Marcin Kaminski an Robin Quaison ebenfalls Strafstoß geben müssen. Obwohl sich der Mann in Köln eingeschaltet hatte, blieb der Schiedsrichter bei "kein Elfmeter". Das Skurrile an der Entscheidung: In der 79. Minute gab es auf der anderen Seite für eine absolut vergleichbare Szene Strafstoß für den VfB. Es wurde mit zweierlei Maß gemessen. Brisant: Beide Male hätte der FSV in Führung gehen können; beide Male aber ging das Spiel äußerst knapp mit 0:1 verloren.

Platzverweis: Beim Gastspiel in Wolfsburg hätte Josuha Guilavogui nach Foulspiel an Gbamin Gelb-Rot sehen müssen. Besonders bitter für Mainz, weil es ein Remis (1:1) "mit Siegpotenzial" war, wie Trainer Sandro Schwarz sagt - und der VfL die starke Schlussphase des FSV mit einem Mann weniger hätte überstehen müssen. Im Heimspiel gegen den HSV, das Mainz 3:2 gewann, hätte zudem Mergim Mavraj in der 43. Minute nach hartem Einsteigen gegen Quaison Rot sehen können. Keine Muss-Entscheidungen, aber ein Platzverweis wäre nicht falsch gewesen.

Gegentore: Drei Wochen später beim Auswärtsspiel auf Schalke ging eine Szene fast unter. Sekunden vor dem 2:0 der Gelsenkirchener bekam Leon Balogun nach einer Ecke im Luftzweikampf den Ellenbogen von Thilo Kehrer ins Gesicht. Der Mainzer Innenverteidiger zog sich einen Jochbeinbruch zu, musste logischerweise behandelt und ausgewechselt werden. Ein klares Foulspiel. Wieso der Videoassistent nicht einschritt? Fraglich. Bibiana Steinhaus dachte, es habe sich um den eigenen Mann gehandelt, der Balogun umgeräumt hatte. Das aber war und ist falsch. Und für Mainz ärgerlich, da das Spiel zu diesem Zeitpunkt noch offen war. Gut, dass das Spiel gegen den HSV hingegen schon frühzeitig entschieden war, denn auch da gab es eine knifflige Entscheidung. In der Nachspielzeit schaltet sich der Videoschiedsrichter ein, signalisierte Strafstoß für Hamburg. Diallo bekam den Ball aus kürzester Distanz an den mit der Schulter und der Brust erweiterten Bereich des Oberarms. Auf Elfmeter zu entscheiden, ist nach sehr strikter Regelauslegung nicht falsch - aber bei Weitem kein Muss. Das Geschrei bei einem Ausgleichstreffer wäre womöglich groß gewesen.

Wir sind benachteiligt worden.
Mainz-Trainer Sandro Schwarz

Ebenso auch in Gladbach. Vor dem 1:1-Ausgleich durch Jannik Vestergaard "drückt Ginter Diallo nieder", sagt Trainer Schwarz. Auch das hätte man abpfeifen können. Unverständlich für den Coach ist die Entscheidung deshalb, weil sich der Videoassistent vor dem möglichen 2:0 eingeschalten hatte und ein Foulspiel von Suat Serdar an Matthias Ginter ahndet. Beim Ausgleich blieb ein Hinweis aus Köln oder eine Überprüfung der Szene aus. Hier sieht der Trainer ein ungleiches Maß.

Fazit: Fünf krasse Fehlentscheidungen in nur elf Bundesligaspielen. Und das jeweils in einer Partie, die Mainz 05 entweder knapp verlor oder sich remis trennte. "Wir hätten mehr Punkte haben können", weiß auch Schwarz, der das aber nicht allein auf die Schiedsrichter-Entscheidungen schieben will. Trotzdem betont er, dürfe man "als Mainz 05 zu Recht sagen, dass wir benachteiligt worden sind".

Georg Holzner

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weitere Infos zu Gbamin

Vorname:Jean-Philippe
Nachname:Gbamin
Nation: Frankreich
  Elfenbeinküste
Verein:1. FSV Mainz 05
Geboren am:25.09.1995

weitere Infos zu Schwarz

Vorname:Sandro
Nachname:Schwarz
Nation: Deutschland


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