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03.11.2017, 18:23

DFB präzisiert Formulierungen

Im Wortlaut: So soll der Videobeweis umgesetzt werden

Der DFB hat am Freitag in einem neuerlichen Schreiben an die Bundesligisten noch einmal präzisiert, wie der Videobeweis in der Bundesliga angewendet werden soll. Hier die Grundregeln im Wortlaut:

Wann kommt der Videobeweis zum Einsatz? Das versucht der DFB, jetzt noch einmal klarzustellen.
Wann kommt der Videobeweis zum Einsatz? Das versucht der DFB, jetzt noch einmal klarzustellen.
© picture allianceZoomansicht

Schiedsrichter ist der verantwortliche Spielleiter

Der Schiedsrichter trifft zu jedem Vorgang im Spiel eine Entscheidung. Auch wenn es zu einem Eingriff des Video-Assistenten kommt, bleibt die finale Entscheidung verantwortlich beim Schiedsrichter.

Video-Assistent ist der Helfer des Schiedsrichters

Aufgabe des Video-Assistenten ist es, den Schiedsrichter vor klar falschen Entscheidungen zu bewahren oder ihn bei Vorfällen zu unterstützen, die außerhalb seines Blickfeldes geschehen (zum Beispiel Tätlichkeiten oder eindeutig strafstoßwürdige Fouls). Der Video-Assistent ist ein "Assistent" und nicht "Schiedsrichter" oder gar "Oberschiedsrichter".

Die Definition "klarer Fehler"

Nach einer Definition vom International Board liegt ein klarer Fehler des Schiedsrichters vor, wenn er seine Entscheidung nach Betrachtung des Bildmaterials unverzüglich ändern würde.

Rollenverteilung und Ablauf bei faktischen Entscheidungen

Bei faktischen Entscheidungen, wie zum Beispiel der Festlegung des Tatortes (Foul im Strafraum oder außerhalb) oder der Bewertung einer Abseitsposition, wird der Video-Assistent dem Schiedsrichter einen klaren Entscheidungshinweis geben können, den dieser dann direkt (also auch ohne Review) in seine Entscheidung umsetzen kann, da die Frage nach einer Auslegung oder Interpretation nicht relevant ist.

Rollenverteilung und Ablauf bei Spielvorgängen, die der Schiedsrichter nicht gesehen hat

Gleiches gilt bei Spielvorgängen, die der Schiedsrichter nicht gesehen hat oder die außerhalb des Blickfeldes des Schiedsrichters erfolgten. Erkennt der Video-Assistent zum Beispiel eine eindeutige Tätlichkeit eines Spielers hinter dem Rücken des Schiedsrichters oder eine Torerzielung durch ein eindeutiges Handspiel, das der Schiedsrichter nicht wahrgenommen hat, dann wird er dem Schiedsrichter auch einen klaren Entscheidungshinweis geben können, den dieser direkt (also ohne Review) in seine Entscheidung umsetzen kann.

Rollenverteilung und Ablauf bei subjektiven Entscheidungen

Bei subjektiven Entscheidungen (also der Bewertung von Spielvorgängen, zum Beispiel bei Zweikämpfen oder Handspielen) soll der Video-Assistent nur dann eingreifen, wenn die Entscheidung des Schiedsrichters dem vorliegenden Bildmaterial gravierend widerspricht. Der Schiedsrichter trifft hier zunächst seine Entscheidung auf der Basis seiner Wahrnehmung. Dann müssen Schiedsrichter und Video-Assistent kommunizieren, um die Wahrnehmung des Schiedsrichters mit dem Bildmaterial des Video-Assistenten abzugleichen. Nur wenn sich dabei gravierende Unterschiede in der Interpretation eines Vorganges ergeben, liegt es beim Schiedsrichter, sich vor seiner endgültigen Entscheidung den Vorgang nochmal in der Review-Area anzuschauen, um einen klaren Fehler auszuschließen. Die finale Entscheidung zum Vorgang liegt letztendlich aber nur beim Schiedsrichter.


Zum Thema: Videobeweis-Anpassung - DFB reagiert auf kicker-Berichterstattung und rudert zurück

kon

 
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Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München27:826
 
2RB Leipzig18:1322
 
3Borussia Dortmund28:1420
 
4FC Schalke 0414:1020
 
5TSG Hoffenheim20:1419
 
6Hannover 9615:1118
 
7Eintracht Frankfurt13:1118
 
8Bor. Mönchengladbach17:1918
 
9Bayer 04 Leverkusen23:1616
 
10FC Augsburg16:1116
 
11Hertha BSC14:1514
 
12VfB Stuttgart10:1413
 
131. FSV Mainz 0512:1712
 
14VfL Wolfsburg13:1611
 
15Hamburger SV10:1810
 
16SC Freiburg6:218
 
17Werder Bremen4:145
 
181. FC Köln4:222

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