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05.11.2017, 20:11

11. Spieltag: Leipzig schlägt Hannover

Turbulentes 3:3 in Wolfsburg - Bayern gewinnt Topspiel

Turbulenzen in Wolfsburg: Zum Abschluss des Spieltages trennte sich der VfL von Hertha BSC 3:3. Schlusslicht Köln verlor zuvor 0:3 gegen Hoffenheim. Am Samstag gewann der FC Bayern das Topspiel in Dortmund verdient mit 3:1. Dem HSV gelang gegen den VfB der Befreiungsschlag. Leipzig drehte die Partie gegen Hannover und siegte 2:1, Schalke gewann in Freiburg. Gladbach und Mainz trennten sich genau wie Augsburg und Leverkusen 1:1. Am Freitag hatte Bremen auch ohne Trainer Nouri verloren.

Acht Tore, davon sechs gültig und zwei annuliert

Ein Spiel, das viel abverlangte. Am Ende hieß es in Wolfsburg gegen Hertha BSC 3:3.
Ein Spiel, das viel abverlangte. Am Ende hieß es in Wolfsburg gegen Hertha BSC 3:3.
© imagoZoomansicht

In der ersten Hälfte wurde den Wolfsburger Fans enorm viel zugemutet: Zunächst traf Ibisevic, der zuvor 900 Minuten leer ausgegangen war, nach nur rund 20 Sekunden zur Führung. Dann wurden zwei vermeintliche Ausgleichstreffer der Wolfsburger mit Videobeweis zu Recht aberkannt und Gomez verschoss dazwischen noch einen Elfmeter (20.). Malli erzielte schließlich doch das 1:1 (41.) und Gomez traf kurz vor dem Seitenwechsel erst den rechten Pfosten, dann trudelte der Ball an den linken Pfosten und schließlich zum 2:1 über die Linie (44.).

Es blieb auch nach dem Seitenwechsel eine schwungvolle Partie: In der 53. Minute war zunächst Rekik per Kopf mit dem Berliner Ausgleich zur Stelle. Dann drückte Origi in der 60. Minute das Leder mit dem Bauch über die Linie zur erneuten Wolfsburger Führung. Beide Teams hatten weiterhin ihre Tormöglichkeiten - und Selke sorgte noch für den Berliner Ausgleich: Zunächst scheiterte er an Casteels, um dann technisch anspruchsvoll den Abpraller doch zu verwandeln. Mit dem Remis bleibt Wolfsburg mit elf Punkten auf Rang 14, Hertha mit 14 Punkten auf Platz elf. Und für die Niedersachsen war es das siebte Remis in Folge.

Befreiungsschlag blieb aus: Köln geht gegen 1899 unter

Köln wollte den Schwung aus dem 5:2 in der Europa League gegen BATE Baryssau in die Bundesliga mitnehmen. Vergebens: 0:3 endete die Partie am Sonntag gegen 1899 Hoffenheim. Zwar zeigte sich das Stöger-Team zunächst couragiert, doch Hoffenheim zeigte sich deutlich abgeklärter: Geiger nutzte gleich die erste Chance zur Führung (9.). Nach der Pause war es Wagner, der nach Foul von Olkowski den fälligen Strafstoß zur Vorentscheidung verwandelte (56.). In der 80. Minute schloss Wagner zudem einen Konter zum 3:0-Endstand ab. Köln bleibt abgeschlagen am Tabellenende, Hoffenheim überholt in der Tabelle Hannover und ist nun Fünfter.

Bayern distanziert Dortmund

Das 1:0: Robben zirkelt den Ball ins Dortmunder Netz.
Das 1:0: Robben zirkelt den Ball ins Dortmunder Netz.
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Die erste Überraschung gab es bereits bei der Veröffentlichung der Aufstellungen. Kimmich, der wegen Magenproblemen zunächst nicht mit nach Dortmund gereist war, stand plötzlich in der Startelf. BVB-Coach Peter Bosz hatte dagegen für Götze nur einen Platz auf der Bank. Borussia Dortmund begann die Partie sehr konzentriert, doch mit der ersten feinen Kombination gingen die Münchner in Führung: Von James perfekt bedient, versenkte Robben den Ball sehenswert im linken oberen Eck (17.). In der 37. Minute erhöhte Lewandowski per Hacke auf 2:0. Weigl hatte den Ball noch unhaltbar für Bürki abgefälscht. Beim 3:0 hatten die Münchner etwas Glück: Lewandowski verpasste eine Flanke von Alaba, die ins Netz der Dortmunder segelte. Danach war die Partie natürlich gelaufen. Bartra gelang zwar noch der Ehrentreffer, aber mehr war an diesem Abend für den BVB einfach nicht drin. Als Jupp Heynckes den Trainerjob beim FC Bayern übernahm, hatte der BVB fünf Punkte Vorsprung auf den FCB - nun rangieren die Bayern sechs Punkte vor Dortmund an der Tabellenspitze. Dortmund rutscht durch die Niederlage sogar hinter Leipzig auf Rang drei.

Premierensieg für Leipzig

Erstmals überhaupt trafen am Samstagnachmittag (15.30 Uhr) Leipzig und Hannover in einem Pflichtspiel aufeinander. Ein echtes Top-Spiel, denn es begegnete sich der Dritte und Vierte der Bundesliga-Tabelle. Verzichten musste RB auf seinen gesperrten Kapitän Orban (Rote Karte). Insgesamt rotierte Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl nach dem 1:3 in der Champions League in Porto auf sechs Positionen. Unter anderem erhielt Keita eine Pause. Dagegen setzte Hannovers Coach André Breitenreiter auf die Elf, die zuletzt Dortmund besiegt hatte. Nach einer ersten Hälfte mit nur wenigen Torszenen ging Hannover durch Jonathas in Führung (56.). Nach dem Ausgleich von Poulsen drehte Werner das Spiel für RB, das damit Rang zwei in der Tabelle übernahm.

Schalke siegt in Freiburg

Das Spiel der Freiburger gegen Schalke 04 begann schmerzhaft für SC-Trainer Christian Streich. Nach einem Tackling an der Seitenlinie räumte Haberer unfreiwillig seinen Coach ab, der kurz liegenblieb und offenkundig Schmerzen an der Schulter hatte. Im Anschluss entwickelte sich ein munteres Spielchen, in dem zunächst das Aluminium im Mittelpunkt stand. Konoplyanka (29.) sowie die Freiburger Petersen (32.) und Kapustka (37.) trafen jeweils nur die Torbegrenzung. Das Tor des Tages gelang Caligiuri durch einen abgefälschten Schuss in der zweiten Hälfte.

Mainz holt einen Punkt in Gladbach

Mainz 05 ging in Gladbach nach einem Patzer von Borussia-Keeper Sommer durch Diallo in Führung (19.). Die Szene der ersten Hälfte lieferte aber 05-Torhüter Zentner: Dem Schlussmann rutschte der Ball am Fuß vorbei, ohne dass er es bemerkt hatte. Folglich schlug er vor Stindl ein klassisches Luftloch, ehe er sich gerade rechtzeitig noch umdrehte und klären konnte. Slapstick pur. Kurz vor der Pause gab es dann noch einmal Aufregung. Öztunali feierte seinen Treffer zum vermeintlichen 2:0 zu früh, weil Schiedsrichter Jablonski das Tor nach Studium der Videobilder zurücknahm. So kam es anders, denn Vestergaard (67.) glich für die Borussia nach der Pause aus und sorgte so für die Punkteteilung.

HSV nutzt Überzahl

Hamburger Jubel: Arp und Diekmeier jubeln über den Sieg gegen Stuttgart.
Hamburger Jubel: Arp und Diekmeier jubeln über den Sieg gegen Stuttgart.
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Die Aufregung beim Hamburger SV war vor dem Spiel gegen den VfB Stuttgart groß. Die Verantwortlichen nahmen die Mannschaft in die Pflicht und der Druck auf den Trainer war groß. Markus Gisdol vertraute in dem wichtigen Spiel auf die Jugend. Arp (17) und Ito (20) standen in der Startformation. Beim VfB fehlte Abräumer Ascacibar, der schon seine erste Gelbsperre abbrummen musste. In der 3. Spielminute vergab Ginczek die VfB-Führung, als er frei vor Mathenia am Keeper scheiterte. Bereits nach 13 Minuten geriet der VfB in Unterzahl, weil Burnic früh Gelb-Rot sah. Einfach wurde es für den HSV aber nicht, obwohl ein Freistoß von Hunt nach 20 Minuten im Stuttgarter Tor landete. VfB-Keeper Zieler sah dabei alles andere als gut aus. Dennoch glich der VfB nach der Pause durch einen von Ginczek verwandelten Handelfmeter aus (55.). Doch Kostic, der in der 65. Minute eine schöne Kombination mit dem Führungstreffer abschloss, sowie Youngster Arp mit seinem zweiten Treffer brachten die Hamburger auf die Siegerstraße. Nach acht sieglosen Spielen feierte der HSV wieder einen Dreier.

Punkteteilung zwischen Augsburg und Leverkusen

Bei der Partie zwischen Augsburg und Leverkusen sahen die Zuschauer ein intensives Spiel mit vielen Zweikämpfen und leichten Vorteilen für die Hausherren. Bayer musste verletzungsbedingt schon nach einer halben Stunde wechseln, weil es für Sven Bender nicht weiterging. Nach der Pause nahm das Spiel richtig Fahrt auf. Dabei stand der Österreicher Danso im Mittelpunkt. Erst rutschte der 19-Jährige weg und ermöglichte Volland die Führung. (47.). Doch zwei Minuten später machte er sein Missgeschick wieder gut und köpfte den Ausgleich.

Bremen spielt gut und steht wieder ohne Punkte da

Seit fünf Spielen ungeschlagen: Die Spieler von Eintracht Frankfurt.
Seit fünf Spielen ungeschlagen: Die Spieler von Eintracht Frankfurt.
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Für sein Debüt als Interimstrainer bei Werder hatte Florian Kohfeldt "Optionen in der Spieleröffnung schaffen" wollen. Und offenbar hatte der Coach seine Ideen den Bremern vermitteln können. Werder startete am Freitag forsch in die Partie bei Eintracht Frankfurt und setzte über Kruse früh einen ersten Akzent (2.). Anschließend befreiten sich die Hessen vom hanseatischen Druck und nutzte gleich ihre erste Chance, um in Führung zu gehen. Rebic schloss einen Angriff, bei dem auch eine gute Portion Glück dabei war, gekonnt zum 1:0 ab (17.). Die Bremer Antwort folgte rasch: Aus dem Gewühl drückte Moisander die Kugel nach einer Ecke über die Linie (25.) und eröffnete damit eine Sturm- und Drangphase der Gäste.

Weil aber SGE-Keeper Hradecky mit teils starken Paraden einen weiteren Treffer des SVW verhinderte, blieb die Partie weiter völlig offen. In Durchgang zwei kam die Eintracht stärker auf, hatte aber ebenso mit fehlendem Abschlussglück zu hadern. Pech hatte auch Willems, der in der Schlussphase verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste (79.). Von draußen durfte der Niederländer dann aber den vielumjubelten Siegtreffer von Haller, der einen prima Angriff souverän vollendete (89.), beobachten - das war dann auch gleichbedeutend mit dem 2:1-Sieg der SGE, die seit fünf Spielen ungeschlagen ist (3/2/0). Werder wartet noch saisonübergreifend seit 14 Spielen auf einen Bundesliga-Sieg - Klub-Negativrekord.

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1. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München27:826
 
2RB Leipzig18:1322
 
3Borussia Dortmund28:1420
 
4FC Schalke 0414:1020
 
5TSG Hoffenheim20:1419
 
6Hannover 9615:1118
 
7Eintracht Frankfurt13:1118
 
8Bor. Mönchengladbach17:1918
 
9Bayer 04 Leverkusen23:1616
 
10FC Augsburg16:1116
 
11Hertha BSC14:1514
 
12VfB Stuttgart10:1413
 
131. FSV Mainz 0512:1712
 
14VfL Wolfsburg13:1611
 
15Hamburger SV10:1810
 
16SC Freiburg6:218
 
17Werder Bremen4:145
 
181. FC Köln4:222

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