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26.10.2017, 14:17

HSV-Trainer will Berliner Tief "ausnutzen"

Bayern, Hertha, Arp: Gisdols vage Hoffnungsschimmer

In Berlin gab Markus Gisdol vor einem Jahr sein HSV-Debüt, jetzt kehrt er zurück: mit durchwachsenen Werten und drei sehr vagen Hoffnungsschimmern. Was er über Hertha sagt, gilt jedenfalls auch für seine Elf.

Markus Gisdol
Seine Elf könnte mit Gegner Hertha gleichziehen: HSV-Trainer Markus Gisdol.
© imagoZoomansicht

Sven Schipplock traf einmal, Sejad Salihovic sogar doppelt, am Ende bejubelte Markus Gisdol einen 5:0-Auswärtssieg bei Hertha BSC: Kurz vor Weihnachten 2014 war das, Gisdol trainierte damals die TSG Hoffenheim. "Wäre schön", findet er heute, "wenn wir was Ähnliches produzieren könnten."

Am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) gastiert Gisdol wieder in Berlin, diesmal mit dem HSV. Mit einem 5:0 rechnet nun eher niemand, aber der erste Saisonsieg seit August, so der Tenor an der Elbe, wäre schon schön. Der größte Hoffnungsschimmer? Der Gegner. Hertha sei zwar "ein Verein, der in den letzten Monaten und Jahren sehr stabil gewirkt hat", sagt Gisdol, aber eben auch einer, der "aktuell nicht die beste Phase hat, da brauchen wir auch nichts schön zu reden".

Gisdol will in Herthas Verunsicherung "reinstoßen"

Seit sieben Pflichtspielen (0/2/5) sind die Berliner sieglos, darunter auch das DFB-Pokal-Aus daheim gegen Bundesliga-Schlusslicht Köln (1:3). "Diese Schwächephase wollen wir ausnutzen", betont Gisdol, der Herthas Ausscheiden am Mittwoch im Fernsehen verfolgte, aufnahm und danach teilweise noch mal anschaute. "Man hat gesehen, dass eine Verunsicherung da ist, da wollen wir natürlich reinstoßen."

Jetzt könnte Hertha-Trainer Pal Dardai wahrscheinlich Vergleichbares über den HSV sagen, doch Gisdol sieht seine Elf in der Lage, der guten Leistung gegen Bayern (0:1 in Unterzahl) Punkte folgen zu lassen. Man habe zwar "im nächsten Spiel nicht einen Prozent Vorteil, bloß weil du gegen Bayern gut gespielt hast". Und doch wüssten seine Spieler nun, dass "es funktioniert, wenn wir an die Grenze gehen".

Arp künftig vier- statt einmal im Training dabei

Die Woche brachte mit der Bilanz des Geschäftsjahrs 2016/17 (Gisdol: "Ich kenne mich mit den Zahlen nicht so gut aus") und dem Hinrundenaus für Bjarne Thoelke ("Das ist natürlich bitter") zwei Horror-Nachrichten, aber auch etwas Positives: Jann-Fiete Arp kehrte mit fünf Toren aus fünf Spielen von der U-17-WM zurück - und wird jetzt noch näher an die erste Mannschaft heranrücken.

"Ich habe noch mal alles mobilisiert, dass wir die Koordination seiner Schule so gut wie möglich analysieren, damit wir ihn so häufig wie möglich im Kader haben", sagte Gisdol am Donnerstag über den 17-Jährigen, der bisher nur einmal pro Woche im Training dabei war. "Es ist uns so weit gelungen, dass er von sechs Trainingseinheiten vielleicht vier machen kann." Und damit werden weitere Einsatzzeiten realistisch. Schon in Berlin? Gisdol: "Er ist jetzt natürlich von dieser WM noch ein Stück weit kaputt, ist gestern erstmals da gewesen. Ich muss mir ihn heute anschauen, ob es schon geht, ob es schon Sinn macht, ihn dazu zu nehmen."

Viele Werte waren unter Labbadia besser als unter Gisdol

Spöttisch zusammengefasst: Ein ähnlich angeschlagener Gegner, eine Niederlage und ein 17-Jähriger sind gerade die drei großen Hamburger Hoffnungsschimmer. Es stimmt zwar, dass der HSV mit einem Sieg am Samstag punktgleich wäre mit Hertha, aber eben auch, dass Gisdols bisherige Bilanz kaum Anhaltspunkte dafür bietet, dass das auch gelingt.

Sein letzter Auftritt in Berlin war nicht jenes 5:0 mit Hoffenheim, sondern ein 0:2 mit Hamburg - es war sein Debüt vor gut einem Jahr: Sein Punkteschnitt ist seitdem der gleiche wie der von Vorgänger Bruno Labbadia (1,16), wieder ist der HSV Drittletzter; und in Sachen Tore, Gegentore und Chancen sanken die Zahlen sogar ebenso wie die Lauf-, Zweikampf- und Passwerte. Die "aktuell nicht beste Phase"? Das gilt am Samstag für beide Klubs.

jpe

DFB-Pokal, 2017/18, 2. Runde
Hertha BSC - 1. FC Köln 1:3
Hertha BSC - 1. FC Köln 1:3
Starker Einsatz

MItchell Weiser (mi.) geht gegen Kölns Salih Özcan in den Zweikampf.
© imago

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weitere Infos zu Arp

Vorname:Fiete
Nachname:Arp
Nation: Deutschland
Verein:Hamburger SV
Geboren am:06.01.2000


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