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22.10.2017, 19:55

Dreikampf! BVB hat Bayern und Leipzig im Nacken

Sonntag der Remis: 0:0 in Köln - Nr. 5 für Schmidt

Der Sonntag stand zunächst im Zeichen der Krise: In Köln empfing der sieglose FC die ebenfalls schwächelnden Bremer, das Duell endete passend zur Tabellen-Tristesse torlos. In einem Formtief befindet sich auch die Hertha, doch in Freiburg holten die Hauptstädter beim 1:1 einen Zähler. Am Abend fuhr Wolfsburg gegen die Hoffenheimer unter Martin Schmidt das nächste Remis ein - 1:1. Dortmund ließ am Samstag in Frankfurt trotz 2:0-Führung Federn und hat jetzt Bayern und Leipzig im Nacken.

Nullnummer in Müngersdorf: Köln und Werder bleiben sieglos

Tor vernagelt: Kölns Guirassy vergibt eine Riesenchance gegen Bremen.
Tor vernagelt: Kölns Guirassy vergibt eine Riesenchance gegen Bremen.
© imagoZoomansicht

Im Duell der noch sieglosen Bundesligisten Köln und Bremen wahrten beide Mannschaften ihren Status: Am frühen Sonntagnachmittag trennten sich beide Klubs torlos und bleiben am Tabellenende hängen. Die Werderaner begannen zunächst schwungvoller, doch echte Chancen konnte sich die Elf von Trainer Alexander Nouri im gesamten ersten Abschnitt nicht erspielen. Der Geißbock-Klub zeigte sich in dieser Hinsicht etwas zielstrebiger, doch das Visier war nicht besonders scharf gestellt. Nach dem Seitenwechsel hatten sich beide Mannschaften offensichtlich mehr Offensive vorgenommen, doch richtiger Spielfluss wollte hüben wie drüben nicht aufkommen. Chancen blieben weiterhin Mangelware - auch als Bremens wiedergenesener Torjäger Kruse kam, änderte dies nichts. Auf Seiten der Kölner blieb Pizarro, der zunächst in der Startelf stand, dann aber wegen Oberschenkelproblemen auf der Bank Platz nahm, 90 Minuten draußen sitzen. Passend zur Kölner Torschusspanik scheiterte FC-Stürmer Guirassy in der Schlussphase aus zwei Metern, als er den Ball am leeren Tor vorbeibugsierte.

Remis in Freiburg: Haberer und Kalou treffen vom Elfmeterpunkt

Der SC Freiburg wahrte am Sonntagnachmittag seine Heimserie und bleibt im Breisgau ungeschlagen. Die Mannschaft von Trainer Christian Streich war bis in die Schlussphase hinein auf Erfolgskurs gegen Hertha BSC, doch Kalous Nervenstärke beim zweiten Elfmeter sorgte für einen 1:1-Endstand. Die Hauptstädter erwischten zunächst den besseren Start, aber echte Chancen kreierten nur die Hausherren. Besonders ab der 30. Minute war der SC klar überlegen und verpasste durch Terrazzino mehrfach die Führung. In der Halbzeitpause ersetzte Hertha-Coach Pal Dardai den mit Gelb vorbelasteten Angreifer Ibisevic durch Selke, doch jubeln durften kurz danach die Breisgauer, als Haberer Berlins Torwart Jarstein vom Punkt in die falsche Ecke schickte. Auch danach blieben die Freiburger klar überlegen, doch sie versäumten es, den zweiten Treffer nachzulegen. Aus dem Nichts kam die Hertha zur Ausgleichschance, doch Kalou löffelte den Elfmeter über den Querbalken. Kurz darauf bekam der Ivorer die zweite Chance vom Punkt (nach einer Videobeweis-Entscheidung) und diese nutzte er eiskalt. Unter dem Strich waren es zwei verlorene Punkte für den SC, der zuhause ungeschlagen bleibt, dabei aber das vierte Remis hinnehmen musste.

Schmidt hat den Remis-Rekord: Uduakhai gleicht spät aus

Drittes Sonntagsspiel, drittes Unentschieden! Der VfL Wolfsburg spielte zuhause gegen die TSG Hoffenheim 1:1 und fährt unter dem neuen Trainer Martin Schmidt das fünfte Remis in Serie ein. Die Niedersachsen brauchten etwas, um ins Spiel zu finden, doch dann war die Schmidt-Elf bis zur Halbzeitpause klar tonangebend. Die größte Chance zur Führung vergab Arnold, als er an TSG-Keeper Baumann vom Elfmeterpunkt scheiterte. Richtig Pech dagegen hatte Origi, als sein strammer Schuss ans Lattenkreuz klatschte. In Hälfte zwei wurde die Partie verbissener und vor den Toren auch rasanter. Das lag auch daran, dass die Hoffenheimer nun mehr in der Offensive investierten, doch zum Torjubel reichte dies zunächst nicht für die TSG. 20 Minuten vor dem Spielende feierte VfL-Torjäger Gomez sein Comeback, doch der Nationalspieler war kaum auf dem Platz, da vollstreckte DFB-Kollege Demirbay vom Punkt zum Siegtreffer. Nun waren die Wölfe gefordert, aber es dauerte bis in die Naschspielzeit hinein, ehe Innenverteidiger Uduoakhai den Ausgleich köpfte und so einen verdienten Zähler noch sicherte.

Bayerische Minimalisten in Hamburg

Gideon Jung foult Kingsley Coman
Schüsselszene in Hamburg: Gideon Jung foult Kingsley Coman - und sieht dafür Rot.
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HSV gegen Bayern - zuletzt gab es für den Bundesliga-Dino in diesem Duell nichts zu holen. Bei der neuesten Auflage am Samstagabend hielten die Hamburger aber lange stark dagegen. Die Gäste, bei denen Trainer Heynckes kräftig rotierte, taten sich schwer und fanden gegen einen körperbetont zu Werke gehenden HSV nicht zu ihrer Linie. Kurz vor der Pause aber eine Schlüsselszene: Jung stoppte Coman bei einem Konter rüde und sah die Rote Karte (40.). In Überzahl brauchte Bayern nicht lange für die Führung: Tolisso (52.) besorgte sie nach Vorarbeit des zur Pause eingewechselten Müller (100. Assist in der Bundesliga!), der nach nur zehn Minuten wegen einer Oberschenkelblessur aber schon wieder raus musste. Beinahe hätte der HSV prompt geantwortet, doch Ulreich lenkte Hahns Versuch über das Tor. Es blieb die letzte Chance für die Hamburger, die weiterhin alles reinwarfen und sich aufopferungsvoll gegen weitere Gegentore stemmten. Zweimal stand ihnen der Pfosten dabei zur Seite. Auch wenn HSV-Coach Gisdol mit Ito und Kostic noch zwei neue Offensivkräfte brachte, konnte sein Team die sechste Niederlage aus den letzten sieben Spielen nicht mehr abwenden und steckt weiter im Keller fest. Bayern zieht nach Punkten mit Spitzenreiter Dortmund gleich, der noch die um drei Treffer bessere Tordifferenz aufweist.

Dortmund verspielt in Frankfurt 2:0-Vorsprung

Schlüsselszene: BVB-Keeper Roman Bürki foult Ante Rebic - Elfmeter für Frankfurt.
Schlüsselszene: BVB-Keeper Roman Bürki foult Ante Rebic - Elfmeter für Frankfurt.
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Durch das enttäuschende 1:1 bei APOEL Nikosia war das Achtelfinale der Champions League für Borussia Dortmund in weite Ferne und Coach Peter Bosz in die Kritik geraten. Beim Gastspiel in Frankfurt musste der Niederländer in der Defensive improvisieren: Weigl und Subotic (erstes Spiel für den BVB seit März 2016) verteidigten innen. In der Neuauflage des diesjährigen Pokalfinals legten die Gäste vor: Sahin nutzte Bartras Schussversuch als Vorlage (19.). Danach geriet die Behelfs-Abwehr des BVB zunehmend ins Schwimmen und mehrfach in die Bredouille. Bürki rettete gegen Wolf, Rebic ließ den Ball frei vor dem Tor zu weit vom Fuß springen. Nach dem Wechsel wurde es phasenweise richtig wild. Hoch und weit ging es hin und her mit zahlreichen Chancen auf beiden Seiten. Wieder war es der BVB, der traf (Philipp, 57.). Ein Elfmeter (Bürki an Rebic), den Haller sicher verwandelte, brachte die Eintracht aber wieder zurück (64.), und Wolf glich vier Minuten später sogar aus. Es blieb auch in der Schlussphase, in der der 17-jährige Sancho beim BVB sein Debüt feierte, eine intensive Partie, die beide Teams noch für sich hätten entscheiden können. Des Wahnsinns letzter Teil: Hasebe rettete in der letzten Minute in höchster Not auf der Linie.

Leipzig ist dem BVB auf den Fersen

Zum ersten Mal in der Bundesliga-Geschichte standen sich Leipzig und Stuttgart gegenüber. Werner stürmte gegen seinen Ex-Klub, der in Sachsen personell Beton anrührte, von Beginn an. Auch Sabitzer blieb in der Startelf, weil Bruma sich beim Aufwärmen verletzte. Und der Österreicher war es, der die überlegenen Gastgeber (ohne den gesperrten Ilsanker) mit einem sehenswerten Schlenzer in Führung brachte (23.). Einem zweiten Tor kam nur noch Werner (41.) nahe. Nach dem Wechsel musste der VfB (Insua gab sein Comeback) mutiger werden. Asano traf den Pfosten (56.). Zu mehr reichte es bei allem Anrennen nicht. Leipzig bleibt zu Hause ungeschlagen und rückt bis auf einen Punkt an Dortmund ran, die Stuttgarter warten als einziges Team der Liga noch auf den ersten Auswärtspunkt.

Leverkusen feiert Kantersieg in Gladbach

Tabellenrechner 1.Bundesliga

Das erste Tor des Bundesliga-Nachmittags fiel in Gladbach. Johnson erzielte es gegen Leverkusen, weil Retsos am zweiten Pfosten nicht entschieden genug zu Werke ging (7.). Die Borussia zeigte die bessere Spieleinlage und hätte durch Hazard aus kurzer Distanz eigentlich nachlegen müssen (16.). Völlig verändertes Bild dann nach dem Wechsel: Leverkusen glich durch Sven Bender kurz nach Wiederanpfiff aus (48.) und drehte die Partie durch einen Doppelschlag von Bailey und Brandt binnen zwei Minuten dann komplett (59./61.). Volland und Pohjanpalo legten sogar noch nach. Bayer ist damit seit vier Spielen ungeschlagen (2/2/0) und traf saisonübergreifend in 14 Ligaspielen in Folge.

Füllkrugs Doppelpack beschert 96 drei Punkte

Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge fuhr Hannover in Augsburg drei Punkte ein. Gregoritsch brachte den FCA gegen harmlose Gäste in Führung (33.), der Ausgleich durch Füllkrug fiel nach dem Wechsel ein wenig aus dem Nichts (77.). Danach vergab 96 zunächst die große Chance zum Sieg. Doch als drei Hannoveraner alleine auf Hitz zuliefen, schob Jonathas dem Torhüter den Ball in die Arme (82.). Besser machte es der Brasilianer kurz vor Schluss, als er per Kopf Füllkrug bediente, der 96 mit seinem zweiten Tor zum Auswärtssieg schoss.

Schalker Serie gegen Mainz hat Bestand

Glücklich: Leon Goretzka (Mi.) bejubelt sein 1:0.
Glücklich: Leon Goretzka (Mi.) bejubelt sein 1:0.
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Jahr für Jahr aufs Neue kassiert der 1. FSV Mainz 05 in der Hinrunde eine Niederlage gegen Schalke. Auch 2017/18 hielt diese Serie: Der FSV unterlag am Freitagabend beim FC Schalke mit 0:1 und kassierte damit die zwölfte Hinrunden-Niederlage gegen S04. Spielerisch wusste die Partie nur phasenweise zu begeistern. Die Knappen belohnten sich durch Goretzka (13.) rasch für eine engagierte Anfangsphase und hatten danach nur wenig Mühe, die Führung gegen bemühte, offensiv aber recht harmlose Rheinhessen zu halten. Auf dem Rasen herrschte viel Leerlauf, weil S04 nicht mehr tat als nötig und dem FSV die Ideen fehlten. Spannend blieb es nur, weil die Knappen es verpassten, den Sack frühzeitig zuzumachen. In der 74. Minute führte aber ein Standard zum 2:0, das Burgstaller aus dem Gewühl heraus erzielte. Im 23. Duell blieben die Nullfünfer also zum zwölften Mal ohne eigenen Treffer gegen Königsblau - gegen keinen anderen Klub blieb der FSV so oft torlos. Die Knappen wiederum halten durch den Dreier Anschluss an die Spitzenplätze der Liga.

ski/drm

Bilder des Spieltages
1. Bundesliga, 2017/18, 9. Spieltag
1. Bundesliga, 2017/18, 9. Spieltag
Auf dem Weg zum Spiel

Hoffenheims Sturmtank Wagner
© imago

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