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12.10.2017, 14:56

Warum Hertha-Schalke für Dardai ein "Schlüsselspiel" ist

Fragezeichen hinter Leckie, Selke im Kader

"Mit dem nächsten Block können wir einiges korrigieren": Pal Dardai sieht Hertha BSC vor richtungsweisenden Wochen - angefangen mit dem Duell gegen Schalke am Samstag. Mathew Leckie könnte es verpassen, Davie Selke wird im Kader stehen. Ein anderer Neuzugang drängt auf sein Bundesliga-Startelfdebüt.

Mathew Leckie
Ist Herthas Toptorjäger - und fraglich: Mathew Leckie.
© imagoZoomansicht

Hertha BSC ist in dieser Saison noch ohne Heimniederlage und will die Positiv-Bilanz am Samstag gegen Schalke 04 ausbauen. Trainer Pal Dardai "will gewinnen und den Samstagabend auf meiner Terrasse nach einem Sieg genießen", warnte aber am Donnerstag auch vor dem Gegner: "Das wird eine schwierige Aufgabe und ein richtiger Fight - zur besten Anstoßzeit. Man sagt immer, das nächste Spiel ist wichtig und ein Schlüsselspiel. Das ist jetzt wirklich ein Schlüsselspiel für uns."

Ob Top-Torschütze Mathew Leckie mitmischen kann, ist nach Auskunft von Dardai noch nicht sicher. "Mathew hat lange gespielt und hatte eine lange Reise", erklärte Dardai. "Er hat ein paar Blessuren. Da müssen wir abwarten, wie es sich entwickelt und ob er überhaupt dabei sein kann."

Leckie hatte mit Australien in der WM-Qualifikation zuletzt die beiden Matches gegen Syrien bestritten, beim Rückspiel am Dienstag (2:1 nach Verlängerung für Australien) absolvierte der im Sommer vom FC Ingolstadt nach Berlin gewechselte Flügelspieler die kompletten 120 Minuten. Auch im Hinspiel fünf Tage zuvor in Krubong (Malaysia, 1:1) stand Leckie volle 90 Minuten auf dem Feld. In der Bundesliga ist er mit bislang vier Toren bester Berliner Torschütze.

Nach Extra-Training bei der Nationalelf: Lazaro fühlt sich bereit

Sollte er tatsächlich ausfallen, könnten den rechten Flügel am Samstag wahlweise Mitchell Weiser, Alexander Esswein, Genki Haraguchi oder Valentino Lazaro besetzen. Der Österreicher ist ebenso wie Haraguchi auch ein Kandidat für die linke Seite, in der Donnerstagausgabe des kicker betonte er: "Ich fühle mich bereit für die Startelf."

Vor der Länderspielpause hatte der bei seinem Wechsel von RB Salzburg nach Berlin am Außenband des Sprunggelenks verletzte Allrounder gegen den FC Bayern (2:2) in der Schlussphase sein Bundesliga-Debüt gefeiert. Danach nominierte ihn ÖFB-Teamchef Marcel Koller nachträglich für Österreichs WM-Qualifikationsspiele gegen Serbien (3:2) und in Moldawien (1:0), in beiden Partien gewährte Koller Lazaro Teileinsätze. In Abstimmung mit Herthas Fitnesstrainer Henrik Kuchno machte Lazaro im Kreis der Nationalmannschaft zudem Extra-Training, um seine Fitness-Rückstände planmäßig aufzuarbeiten. Jetzt setzt der gebürtige Grazer angesichts der englischen Wochen auf Spielpraxis als Form-Katalysator: "Ans Limit kommt man erst, wenn man in Spielen alle paar Tage gefordert wird."

Tedesco? "Was ich sehe, sieht gut aus. Und was ich höre, ist auch gut"

Angesichts des mit einer manierlichen Ausbeute bewältigten schweren Auftaktprogramms mit Gegnern wie Dortmund, Hoffenheim, Leverkusen oder Bayern wähnen sich die Berliner in der Liga absolut im Soll, mit Blick auf die kommenden Spiele sagte Dardai aber auch: "Wir haben viele große Gegner hinter uns. Jetzt haben wir ein Programm, wo wir eine positive Serie aufbauen können. Da müssen wir noch konsequenter reingehen mit dem Siegeswillen und dem Willen, Tore zu machen und in Führung zu gehen, und richtig dynamisch nach vorn spielen. Das muss uns Kraft geben. Wenn du am Wochenende gewinnst, fängt es richtig gut an."

Dardais Hochrechnung: "Bisher ist unsere Punktzahl gut, auch wenn wir aus meiner Sicht sogar ein, zwei Punkte verschenkt haben. Aber mit dem nächsten Block können wir einiges korrigieren." Seinem jungen Kollegen Domenico Tedesco, auf den Dardai am Samstag erstmals trifft, zollt Herthas Trainer Respekt: "Ich kenne ihn nicht persönlich. Aber was ich sehe, sieht gut aus. Und was ich höre, ist auch gut. Ich wurde damals hier in Berlin auch einfach reingeschmissen." Auch Manager Michael Preetz erklärte: "Christian Heidel hat sich bei dieser Personalie von seiner Überzeugung leiten lassen, da war das Alter gar nicht so wichtig." Und lächelnd fügte er hinzu: "Das Schöne am Fußball ist, dass die Entscheidungen, die das Management trifft, sowieso diskutiert werden."

Selke trainiert "top" - nach dem Schalke-Spiel wird's heiß in Herthas Offensive

Dem nach seinem Knochenmarködem am Mittelfuß genesenen Neuzugang Davie Selke sicherte Dardai am Donnerstag einen Platz im 18er-Kader zu. "Ich werde ihn mitnehmen, als Joker wird er uns weiterbringen", erklärte der Coach, der Selkes Trainingsauftritte in dieser Woche bislang "top" fand. Den Platz im Sturmzentrum dürfte wie schon gegen Bayern der Ivorer Salomon Kalou übernehmen, Kapitän Vedad Ibisevic sitzt am Samstag das zweite und letzte Spiel seiner Sperre nach der Roten Karte in Mainz ab. Mit den genesenen Lazaro und Selke und dem nach dem Schalke-Spiel wieder zur Verfügung stehenden Ibisevic heißt es fortan in Herthas Offensivabteilung: Mehr Konkurrenzkampf war nie.

Steffen Rohr

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© imago

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weitere Infos zu Leckie

Vorname:Mathew
Nachname:Leckie
Nation: Australien
Verein:Hertha BSC
Geboren am:04.02.1991

weitere Infos zu Selke

Vorname:Davie
Nachname:Selke
Nation: Deutschland
Verein:Hertha BSC
Geboren am:20.01.1995

weitere Infos zu Lazaro

Vorname:Valentino
Nachname:Lazaro
Nation: Österreich
Verein:Hertha BSC
Geboren am:24.03.1996


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