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11.10.2017, 20:07

Mainz: Aufwärtstrend nach verkorkstem Start

Mainzer Zwischenfazit: Variabler, aber mit unscharfem Visier

Schlimmer hätte der Start kaum ausfallen können: Zwei 0:1-Niederlagen gegen zwei Aufsteiger. Seither aber findet der 1. FSV Mainz 05 immer besser in die Spur, das Team von Trainer Sandro Schwarz holte sieben Punkte aus den letzten fünf Spielen. Der kicker zieht ein erstes Zwischenfazit, blickt dabei auf den Coach, die Neuzugänge, die Stärken und Schwächen der Mannschaft.

Der Trainer

Die Laune verbessert sich: Mainz und Neu-Coach Sandro Schwarz haben den schlechten Start abgehakt.
© imagoZoomansicht

Es war keine einfache Situation für ihn, wurde er doch von außen kritisch beäugt aufgrund der Vorsaison, als Sandro Schwarz mit der zweiten Mannschaft aus der 3. Liga abgestiegen ist. Intern allerdings war und ist völlig unumstritten; er genießt einen hohen Stellenwert in der Führungsetage wie bei den Spielern. Wiederholt loben die Profis das Training und die taktische Einstellung, die ihnen mehr Flexibilität gibt. "Das haben wir uns auch auf die Fahne geschrieben", sagt Schwarz, dessen Handschrift immer deutlicher sichtbar wird. "Die Dinge, die er im Kopf hat", lobt Kapitän Niko Bungert, "funktionieren auf dem Platz."

Die Neuzugänge

Keeper René Adler ist genau der Spieler, den sich die Rheinhessen gewünscht hatten. Der 32-Jährige dirigiert die Abwehrreihe, gibt auch im Training immer wieder klare Anweisungen. Er wird nicht nur als Keeper, sondern auch als Führungsspieler und als Mensch geschätzt. Neben Adler gelang den Mainzern mit Abdou Diallo ein weiterer Königstransfer. Der gerade mal 21-Jährige ist sofort angekommen, hat sich bestens integriert und liefert seither konstant gute Leistungen. Prima Kopfballspiel, starkes Zweikampfverhalten, Übersicht im Spielaufbau und ein sensationelles Verhalten in der Vorwärtsverteidigung zeichnen ihn aus. Die anderen Neuen - Alexandru Maxim, Kenan Kodro und Viktor Fischer - konnten ihre Qualität im Ansatz zeigen; allerdings hat jeder einzelne des Trios noch Luft nach oben. In Mainz wird man ihnen genügend Zeit geben, um das vorhandene Potenzial im Laufe der Saison ausschöpfen zu können.

Stärken

Mainz 05 ist variabler geworden, das bewiesen die Auftritte gegen Hoffenheim (2:3) und Hertha (1:0). Gegen die TSG musste sich der FSV in einem packenden Kampf zwar in der Schlussminute denkbar unglücklich geschlagen geben; Mainz konnte aber das Tempo der Kraichgauer mitgehen. Lediglich an der Chancenverwertung scheiterte das Team. Gegen tiefstehende Berliner hingegen blieb die Mannschaft geduldig, konzentrierte sich auf die Defensive, nutzte dann eine der wenigen Möglichkeiten. Und in Wolfsburg? Da setzte Trainer Schwarz auf drei Sechser, um im Zentrum Überzahl zu gewährleisten. Es gelang. Der Punktgewinn war hochverdient - und er zeigte: Mainz kann sich an den Gegner anpassen. Mal Vollgas, mal abwartend, mal clever. Aber immer aus derselben Basis heraus.

Schwächen

Die Offensive hat bislang zu viel liegengelassen. Adler beispielsweise sagte im kicker-Interview: "Mit etwas mehr Konsequenz im letzten Drittel hätten wir durchaus schon drei Punkte mehr auf dem Konto haben können." Gerade die Flügelspieler konnten sich bislang noch nicht so durchsetzen, wozu sie ihr Potenzial eigentlich befähigt. Levin Öztunali lieferte zwar schon vier Assists, zu oft aber bleibt er in aussichtsreichen Situationen noch hängen. Fischer entwickelt sich stetig, hat seit dem Sommer vor allem in puncto Defensivarbeit dazugelernt. Nun braucht es auch bei ihm Konstanz - mit seinem Einsatz, seinen Stärken im Dribbling und im Abschluss kann er noch sehr wertvoll werden für den FSV.

Die Dinge, die er im Kopf hat, funktionieren auf dem Platz.
Kapitän Niko Bungert lobt seinen neuen Trainer

Pablo De Blasis ist und bleibt ein Kämpfer. Der Publikumsliebling bringt zwar allein durch seine Präsenz frischen Wind in das Mainzer Spiel; auffällig aber sind: die Ballverluste. Zu viele Fehler erlaubt sich der Argentinier momentan. Um die Offensive um Stürmer Yoshinori Muto noch gefährlich zu machen, braucht es gerade beim letzten Pass mehr Konzentration und Genauigkeit.

Vorschau

Am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) geht es gegen den punktgleichen Hamburger SV. Zuhause hat sich Mainz 05 trotz zweier Niederlagen bisher gut präsentiert. Mit dem Publikum im Rücken sind die Nullfünfer im eigenen Stadion für jedes Team ein unangenehmer Gegner. Die letzten Ergebnisse bestätigen den Aufwärtstrend. Mit einem Sieg gegen den HSV könnte sich das Team in dieser extrem engen Tabellensituation erstmals etwas Luft verschaffen.

Georg Holzner

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Vorname:Sandro
Nachname:Schwarz
Nation: Deutschland


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