Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
01.10.2017, 19:54

Überblick: BVB zittert - Frankfurt siegt in Unterzahl - Nordderby 0:0

Freiburg jubelt, Hertha ärgert Bayern, Köln am Ende

Am Sonntag feierte Freiburg seinen ersten Sieg - 3:2 gegen Hoffenheim. Danach kam der FC Bayern in Berlin trotz 2:0-Führung nicht über ein 2:2 hinaus. Am Sonntagabend hielt die Kölner Negativserie - 1:2 gegen Leipzig. Dortmund hat am Samstag in Augsburg den nächsten Sieg eingefahren, musste in der zweiten Hälfte aber bange Momente überstehen. Frankfurt gewann in Unterzahl in letzter Sekunde gegen Stuttgart, Gladbach fügte Hannover spät die erste Ligapleite der Saison zu. Das Nordderby zwischen dem HSV und Bremen endete am Abend torlos.

Starke Leistung, aber Köln bleibt sieglos - Poulsens Premiere

Leipzigs Poulsen jubelt über das zwischenzeitliche 2:0 - sein erstes Bundesligator in dieser Spielzeit.
Leipzigs Poulsen jubelt über das zwischenzeitliche 2:0 - sein erstes Bundesligator in dieser Spielzeit.
© imagoZoomansicht

Zum Abschluss des 7. Spieltags lieferten sich der 1. FC Köln und RB Leipzig am Sonntagabend einen packenden Schlagabtausch, den die Sachsen glücklich mit 2:1 für sich entschieden. Der Geißbock-Klub, bei dem erstmals Pizarro auf der Bank saß und später für den verletzten Cordoba kam, bleibt mit einer weiteren knappen Niederlage am Tabellenende kleben und wartet weiterhin auf den ersten Sieg in der Bundesliga. Die Hasenhüttl-Elf indes schiebt sich ins Verfolgerfeld der etwas enteilten Dortmunder. Die Partie in Köln war ein munterer Schlagabtausch mit Riesenchancen auf beiden Seiten - die Kölner verzweifelten einmal mehr in dieser Spielzeit an ihrer Chancenverwertung. Die Leipziger, die erstmals auf Torjäger Werner verzichten mussten, zeigten sich im Spiel nach vorne gieriger, doch sie scheiterten häufig an FC-Keeper Horn. Zwei Bälle musste er dann aber auch er aus dem Netz holen: Den ersten, als RB Mitte des ersten Abschnitts plötzlich das Tempo extrem verschärfte und drei Großchancen binnen weniger Minuten hatte, war Klostermann zur Stelle und besorgte das 1:0. Den zweiten in der Schlussphase, als Poulsen per Kopf vermeintlich den Deckel draufmachte. Osako verkürzte allerdings nochmal, so dass dieses sehenswerte Spiel bis zum Ende spannend blieb.

Bayern gibt 2:0 in Berlin aus der Hand - Ribery verletzt

Enttäuschte Münchner in Berlin: Ulreich, Alaba und Martinez.
Enttäuschte Münchner in Berlin: Ulreich, Alaba und Martinez.
© imagoZoomansicht

Im ersten Spiel nach der Entlassung von Carlo Ancelotti kam der FC Bayern trotz einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung nicht über ein 2:2 bei Hertha BSC hinaus. Der Interimstrainer Willi Sagnol brachte das Quartett der Bank-Enttäuschten - Ribery, Robben, Boateng und Hummels, die in Paris alle zunächst Zuschauer gewesen waren, standen im Olympiastadion allesamt in der Startelf. Die Münchner fanden auch den besseren Zugriff in der ersten Viertelstunde und gingen auch durch Hummels' Kopfballtor verdient in Führung. Die Hauptstädter brauchten einige Zeit, bis sie merkten, dass mit mutigen Fußball etwas zu bewegen wäre gegen nicht immer sattelfeste Bayern. Zur Halbzeit führte der Rekordmeister zwar, musste sich dafür aber bei Keeper Ulreich bedanken. Und bei Schiedsrichter Osmers, der erst einen Elfmeter für die Hertha pfiff, diesen aber nach Videostudium wieder zurücknahm. Als kurz nach dem Seitenwechsel Lewandowski mit seinem achten Saisontor auf 2:0 stellte, schien die Partie entschieden. Doch die Berliner bekamen durch Dudas Anschlusstreffer nach sensationellem Haraguchi-Solo durch die Bayern-Abwehr wieder Oberwasser und glichen kurz darauf durch Kalou verdientermaßen aus. Der nächste Tiefschlag für die Bayern erfolgte personeller Natur: Ribery verletzte sich am Knie und musste runter. In der Schlussphase spielten beide Teams weiter auf den dritten Treffer, doch dieser fiel nicht mehr.

Freiburgs erster Jubel - Söyüncü sorgt für die Wende

Ball im Netz, Freiburg führt 2:1 und Torschütze Söyüncü dreht jubelnd ab.
Ball im Netz, Freiburg führt 2:1 und Torschütze Söyüncü dreht jubelnd ab.
© Getty ImagesZoomansicht

Der SC Freiburg feiert am Sonntagmittag seinen ersten Sieg. Die Breisgauer stießen gegen die TSG Hoffenheim den Bock um und siegten mit 3:2. Zunächst sah es allerdings nach einem weiteren Tiefschlag für die Mannschaft von Trainer Christian Streich aus, denn TSG-Debütant Hack brachte die Kraichgauer nach einer knappen Viertelstunde in Front. Diese hielt allerdings nur wenige Sekunden: Erst machte SC-Stürmer Niederlechner postwendend den Ausgleich, dann drehte Söyüncü abermals nur einige Zeigerumdrehungen später das Spiel endgültig zugunsten der Hausherren zum 2:1. Die Führung zur Pause war vollauf verdient, denn die Freiburger hatten in der Offensive ein deutliches Chancenplus, zudem agierten sie taktisch sehr diszipliniert, so dass die Nagelsmann-Elf kaum sauber aufbauen konnte. Auch im zweiten Abschnitt blieb die Partie intensiv, gutklassig und bis zum Ende spannend. Die Hoffenheimer waren nach dem Seitenwechsel besser im Spiel drin und drängten in der Schlussphase auf den Ausgleich, doch die Freiburger hielten den Vorsprung und machten in die Schlussoffensive der Hoffenheimer hinein das entscheidende dritte Tor durch Stenzel zum 3:1. Als Freiburgs Kapitän Schuster in der Nachspielzeit dann aber ins eigene Tor traf, wurde es nochmal für einige Sekunden spannend, aber letztlich jubelte der Streich-Elf erstmals.

BVB zittert nach der Pause - Aubameyang vergibt kläglich

Aubameyang verschießt Elfmeter
Nicht sein Tag: Pierre-Emerick Aubameyang chipt den Elfmeter in die Arme von Marvin Hitz.
© imagoZoomansicht

Nach dem 1:3 gegen Real Madrid in der Champions League gastierte Borussia Dortmund am Samstagnachmittag beim seit fünf Spielen ungeschlagenen FC Augsburg - und warf dort seine Offensivmaschine wieder an. Yarmolenko traf per Hacke (4.), Kagawa sogar noch sehenswerter mit einem herrlichen Schlenzer (23.), nachdem Caiuby zwischenzeitlich ausgeglichen hatte (11.). Für Kagawa war es der 38. Bundesliga-Treffer, damit ist er nun der erfolgreichste Japaner der Liga-Historie. Dortmund hatte weitere Großchancen, allen voran Aubameyang, der nach Traumpass von Bartra allein auf Hitz zu rannte, sich dann jedoch in Übersteigern verzettelte (33.). In der zweiten Hälfte verlor der BVB dann aber den Faden. Der FCA drängte vehement aufs 2:2, das Caiuby und Gregoritsch auf dem Kopf hatten. Der Tag von Aubameyang war es nicht: Erst vergab er per Kopf die nächste Großchance (71.), dann scheiterte er kläglich vom Elfmeterpunkt, nachdem Fritz per Videobeweis verspätet ein Trikotzerren von Koo im Sechzehner geahndet hatte (81.). Der BVB brachte den knappen Vorsprung über die Zeit und bleibt damit auch nach dem siebten Spieltag Tabellenführer.

Hallers Seitfallzieher lässt Frankfurt in Unterzahl jubeln

Frankfurt gegen Stuttgart - die Statistiken machten einem dieses Duell nicht gerade schmackhaft. Die Eintracht hatte zu Hause noch keinen Punkt geholt (ein Tor), der VfB stand auswärts noch mit leeren Händen da (ein Tor). Erste Nadelstiche setzten die Schwaben, bei denen Ginczek seinen ersten Bundesliga-Startelfeinsatz seit exakt zwei Jahren feierte. Lange Zeit passierte nicht viel, ehe Frankfurt aus dem Nichts in Führung ging. Rebic nutzte ein Malheur von Badstuber (42.). Den Ausgleich besorgte nach dem Wechsel Terodde (61.). Sein erstes Bundesliga-Tor - 37 Sekunden nach der Einwechslung. Kurze Zeit später fand sich Frankfurt dann auch noch in Unterzahl wieder. Falette sah nach einer Notbremse gegen Terodde Rot. Seinen Elfmeterpfiff nahm Schiedsrichter Brych nach Videobeweis wieder zurück. Die richtige Entscheidung, das Foul war kurz vor dem Strafraum passiert. Doch auch mit einem Mann mehr gelang dem VfB das zweite Tor nicht, in der Schlussphase drehten vielmehr die Frankfurter auf - und kamen durch Haller in buchstäblicher letzter Sekunde tatsächlich noch zum 2:1. Der Seitfallzieher des Franzosen bescherte der SGE den ersten Heimsieg seit April.

Sebastien Haller
Flugstunde in der Nachspielzeit: Sebastien Haller bescherte Frankfurt den ersten Heimsieg seit April.

Drittes Spiel, drittes Unentschieden für Schmidt beim VfL

Wolfsburgs Coach Martin Schmidt feierte Wiedersehen mit seinem Ex-Klub Mainz 05, die Begrüßung mit Trainerkollege Sandro Schwartz fiel herzlich aus. Auf dem Platz lieferten beide Teams in der ersten Hälfte ein Duell auf bescheidenem Niveau ab, in dem die 05er den etwas besseren Eindruck hinterließen und durch Muto die Chance zur Führung vergaben (25.). Besser aus der Kabine kamen aber die Wolfsburger. Origi vergab noch (52.), Guilavogui köpfte aber wenig später nach einer Ecke ein (55.). In einer kurzen VfL-Drangphase hätte Malli gegen seinen Ex-Klub fast nachgelegt. Dann hatte sich Mainz jedoch wieder gefangen und verdiente sich den Ausgleich durch Muto (74.). Kurz vor Schluss pfiff Schiedsrichter Hartmann Elfmeter für die Gäste. Wie in Frankfurt änderte auch er nach Konsultation des Video-Assistenten jedoch seine Entscheidung. Und auch hier war es richtig. Ntep, der später nach Gelb-Rot sah, hatte Onisiwo außerhalb des Strafraums gefoult. So endete auch das dritte VfL-Spiel unter Martin Schmidt unentschieden.

Harniks Fehlschuss rächt sich in der Nachspielzeit

Die Partie zwischen Gladbach und Hannover begann mit zehnminütiger Verspätung, weil die Gäste wegen eines Staus später im Stadion ankamen. Der VfL, bei dem Cuisance sein Bundesliga-Startelfdebüt feierte, hatte nach der 1:6-Packung in Dortmund etwas gutzumachen. Beide Teams standen sicher, ließen wenig zu. Zwei Stindl-Abschlüsse waren noch das Gefährlichste, was der erste Durchgang zu bieten hatte. So stand es auch im siebten Bundesligaspiel mit 96-Beteiligung in dieser Saison zur Pause 0:0. Nach dem Wechsel gelang Ginter nach einem Freistoß sein Debüt-Treffer für Gladbach (67.), nur fünf Minuten später konterte Harnik jedoch nach einer Ecke per Kopf (71.). Und in einer halsbrecherischen Schlussphase hatte der Angreifer auch noch sein sechstes Saisontor auf dem Fuß, setzte den Ball jedoch aus kurzer Distanz völlig freistehend an die Latte (87.)! Das rächte sich: In der Nachspielzeit foulte Sané Grifo im Strafraum. Auch nach Videobeweis blieb es beim Elfmeter. Hazard trat an und verwandelte sicher zum 2:1 (90.+4). Die erste Niederlage für Hannover 96 unter André Breitenreiter.

HSV ist der Führung im Nordderby lange nahe

Tatsuya Ito
Erhielt beim Startelfdebüt für den HSV viel Applaus: Tatsuya Ito (1,63m).
© imagoZoomansicht

Am Samstagabend stieg das Nordderby in Hamburg. Zum 107. Mal standen sich der HSV (zuletzt vier Pleiten in Folge) und Werder Bremen (noch sieglos) in der Bundesliga gegenüber, kein anderes Spiel wurde so häufig ausgetragen. Die ersten Minuten gehörten Werder, danach übernahm zunehmend der HSV die Kontrolle, bei dem der 1,63-m-große Ito ein ordentliches Startelfdebüt gab. Sakai kam dem Führungstor am nächsten (28.). "Auf keinen Fall sollte das Derby von Angst geprägt sein", hatte Werder-Coach Alexander Nouri im Vorfeld gesagt. Doch sein Team agierte nach dem Wechsel lange genau so - ängstlich. Die Führung des überlegenen HSV lag in der Luft, doch Hahn und Wood fehlte die Präzision im Abschluss. Werder fand in der Offensive lange nicht statt. Erst die Hereinnahme von Junuzovic und Maximilian Eggestein (63.) riss die Gäste aus der Lethargie. Nun war die Partie wieder offener, ein Tor wollte jedoch nicht mehr fallen. So muss der HSV, bei dem Nachwuchshoffnung Arp als erster 2000er-Jahrgang überhaupt noch sein Bundesliga-Debüt feierte, genauso weiter auf seinen 500. Bundesliga-Heimsieg warten, wie Werder auf den ersten Dreier der Saison. Die Nordrivalen verbringen die Länderspielpause im Tabellenkeller.

Baileys Premiere: Leverkusen erkämpft sich Punkt auf Schalke

Leon Goretzka beim Freistoß zum Schalker 1:0
An der Mauer vorbei: Goretzka brachte Schalke gegen Leverkusen per Freistoß in Führung.
© Getty Images

Schalke 04 hat am Freitagabend nach zuletzt zwei Niederlagen wieder gepunktet, gegen Angstgegner Leverkusen aber den möglichen Sieg liegengelassen: Goretzka brachte die Gastgeber, bei denen Embolo nach 349 Tagen sein Startelf-Comeback feierte, mit einem direkten Freistoß an Bayers schlecht postierter Mauer vorbei in Front (34.) und hatte nach der Pause den Doppelpack auf dem Fuß (56.). Stattdessen glich der eingewechselte Bailey mit einem abgefälschten Schuss aus - sein erstes Bundesligator (61.). In der offenen, teils hitzigen Schlussphase hatten beide Chancen zum Sieg, doch es blieb beim 1:1. Leverkusen, zuvor dreimal hintereinander siegreich auf Schalke, vermied so immerhin die vierte Niederlage im vierten Auswärtsspiel unter Heiko Herrlich.

kon

Tabellenrechner 1.Bundesliga
 
Seite versenden
zum Thema

DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel kicker MeinVerein Voice & VR eMagazine