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23.09.2017, 18:40

Frankfurts Mittelfeldmann kritisiert Schiedsrichter

Videobeweis? Boateng hadert mit nicht gegebenem Tor

Eintracht Frankfurt hat sein Auswärtsspiel bei RB Leipzig mit 1:2 verloren. Die Hessen spielten erst im zweiten Durchgang mutiger nach vorne, kamen aber durch Ante Rebic nur noch zum letztlich wirkungslosen Anschlusstreffer. Nach dem Schlusspfiff sorgte ein nicht gegebenes Eintracht-Tor für Diskussionen. Die Gäste hätten gerne den Videobeweis zu Rate gezogen.

Diskussionen auf dem Feld
Diskussionsbedarf: Frankfurts Kevin-Prince Boateng (2.v.l.) diskutiert mit dem Schiedsrichtergespann.
© imagoZoomansicht

Es lief die 65. Minute: Leipzig führte nach einer dominanten ersten Hälfte mit 1:0. Nun aber war die Eintracht aufgewacht, spielte zielstrebiger nach vorne - und erzielte in der 65. Minute den vermeintlichen Treffer zum 1:1. Der eingewechselte Ex-Leipziger Rebic hatte eine Eckstoß-Hereingabe in das Leipziger Tor geköpft, doch Schiedsrichter Benjamin Brand verweigerte dem Treffer die Anerkennung. Sein Assistent an der Seitenlinie hatte die Kugel kurz nach Ausführung des Eckballs im Aus gesehen. Das Gespann zog damit den Zorn der Frankfurter auf sich.

Das sind Superkräfte. So schnell kann man das nicht sehen.Timothy Chandler über den Schiedsrichterassistenten

"Er hat gesagt, so wie es aussah, war der Ball im Aus. Ich habe gefragt, ob es da keinen Videobeweis gibt, weil es ja ein Tor war", schilderte Kevin-Prince Boateng am "Sky"-Mikrofon seine Unterhaltung mit dem Referee. Brand ließ das Spiel mit Abstoß fortsetzen und sich dabei auch nicht von den Protesten der Gäste beeinflussen. Der Videoassistent hätte sich aber ohnehin nicht einschalten dürfen, da das Spiel schon unterbrochen war, bevor der Ball über die Torlinie geflogen war. Die TV-Bilder gaben zumindest keinen Aufschluss darüber, ob die Ecke bei der Ausführung wirklich im Toraus war.

Boateng aber war in seinem Frust kaum zu bremsen. "Wir haben für alles einen Videobeweis und wenn wir ein Tor schießen, gibt es keinen Videobeweis", ärgerte sich der 30-Jährige, dem es vor allem um gleiche Maßstäbe ging: "Uns wurde so ein Tor gegen Wolfsburg geklaut, weil es Abseits war. Und heute wissen wir nicht, ob es wirklich Aus war." Sein Mannschaftskollege Timothy Chandler nahm vor allem den Assistenten an der Seitenlinie in den Fokus. "Wenn der Linienrichter das so sieht, ist er ein Superheld", befand der Außenbahnspieler ironisch. "Das sind Superkräfte. So schnell kann man das nicht sehen."

Boateng nimmt Entstehung des 0:1 auf sich

Die Szene hauptsächlich für die Niederlage verantwortlich machen wollten beide Eintracht-Akteure jedoch nicht, auch wenn auf das nicht gegebene 1:1 quasi im Gegenzug das 2:0 durch Leipzigs Timo Werner folgte. Viel zu passiv hatten sich die Hessen im ersten Durchgang präsentiert und den Rückstand durch Kevin Augustin durch eine Verkettung mehrerer Fehler in den Defensive kassiert. Ausgangspunkt war ein Boateng-Rückpass zu Torhüter Lukas Hradecky, in dessen Folge der Eintracht-Keeper den Ball zu kurz wegschlug und Marcel Sabitzer die Führung für RBL einleiten konnte. "Wir waren sehr hektisch, ich wollte Ruhe reinbringen", erklärte Boateng seinen riskanten Rückpass. "Ich muss das auf mich nehmen."

pau

1. Bundesliga, 2017/18, 6. Spieltag
RB Leipzig - Eintracht Frankfurt 2:1
RB Leipzig - Eintracht Frankfurt 2:1
Schöner Flug

Frankfurts Keeper Hradecky klärt vor Leipzigs Werner
© Getty Images

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zum Thema

weitere Infos zu K.-P. Boateng

Vorname:Kevin-Prince
Nachname:Boateng
Nation: Deutschland
  Ghana
Verein:Eintracht Frankfurt
Geboren am:06.03.1987

weitere Infos zu Chandler

Vorname:Timothy
Nachname:Chandler
Nation: Deutschland
  USA
Verein:Eintracht Frankfurt
Geboren am:29.03.1990


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