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24.09.2017, 19:59

Bayern lassen Federn - Dortmund im Rausch

HSV verliert in Leverkusen erneut - Erster Punkt für Köln

Borussia Dortmund hat mit einem krachenden 6:1 gegen Gladbach die Tabellenführung verteidigt. Hoffenheim sprang auf Platz zwei, weil die Bayern gegen Wolfsburg Federn ließen. Die Leipziger zeigten eine Reaktion und schlugen Frankfurt knapp. Aufsteiger Hannover 96 blieb auch gegen Köln ungeschlagen, der FC fuhr den ersten Punkt ein. Bayer Leverkusen vergrößerte die HSV-Sorgen.

Christian Mathenia streckt sich, doch Lucas Alarios Schuss schlägt ein.
Christian Mathenia streckt sich, doch Lucas Alarios Schuss schlägt ein.
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Der Abwärtstrend des Hamburger SV geht weiter. Zum Abschluss des 5. Spieltags kassierte das Team von Markus Gisdol am Sonntagabend die vierte Niederlage in Folge und blieb beim 0:3 in Leverkusen auch zum vierten Mal hintereinander ohne eigenen Treffer. Bayer feierte den zweiten Heimsieg in Serie und schaffte den Anschluss ans Tabellen-Mittelfeld. Bayer-Coach Heiko Herrlich brachte sechs Neue, darunter Debütant Alario. Lars Bender erhielt eine Verschnaufpause. Die Rotation zahlte sich nach anfänglichem Leerlauf aus, die Leverkusener waren hellwach, als sich ihnen die ersten Möglichkeiten boten: Volland legte vor (20.), Alario krönte sein Debüt mit seinem ersten Bundesliga-Treffer (23.). HSV-Trainer Markus Gisdol brachte für den zweiten Durchgang Jatta und Waldschmidt. Die Gäste wurden dadurch zwar offensiver - auch weil Bayer weniger investierte - ihnen fehlte aber die Durchschlagskraft. In der Schlussphase machte Volland mit seinem zweiten Treffer, vorbereitet von Alario, den Sack zu (83.).

96 bleibt ungeschlagen - FC punktet erstmals

Der 1. FC Köln fuhr am Sonntagnachmittag den ersten Punkt in der laufenden Saison ein. In Hannover kamen die Domstädter in einem spannenden, allerdings nicht unbedingt hochklassigen Spiel zu einem 0:0 und beendeten damit ihren Negativtrend von zuvor sechs Niederlagen in Serie. Die 96er auf der anderen Seite bleiben weiter ungeschlagen (3/3/0). Der sichtlich verunsicherte FC fokussierte sich zunächst primär auf die eigene Abwehr, insgesamt war Hannover die bessere Mannschaft, agierte aber ein wenig zu risikoscheu. Die größten Chancen im ersten Abschnitt hatten Füllkrug (41.) und Sané (31.), allerdings fehlte das nötige Abschlussglück. Nach der Pause wurden die Geißböcke mutiger und kamen zu drei dicken Möglichkeiten: Klünter (57.), Bittencourt (59.) und Osako (63.) blieben jedoch erfolglos. 96 wurde aber wieder spielbestimmend und hatte zahlreiche weitere Chancen. Dennoch fiel bis zum Ende kein Tor mehr.

BVB im Rausch: Traumpaar Philipp und Aubameyang - Gladbach ohne Abwehr

Schossen fünf der sechs Dortmunder Tore gegen Gladbach: Philipp und Aubameyang.
Schossen fünf der sechs Dortmunder Tore gegen Gladbach: Philipp und Aubameyang.
© Getty ImagesZoomansicht

Hoffenheim hatte am Samstagnachmittag durch ein 2:0 gegen Schalke kurzfristig die Tabellenspitze erklommen, doch dann lieferte Borussia Dortmund im Duell mit Gladbach eine krachende Antwort. Mit dem 6:1 gegen die Hecking-Elf holte sich die Mannschaft von Trainer Peter Bosz Platz eins zurück. Trotz des Debakels könnte man aus Gladbacher Sicht positiv festhalten, dass sie die ersten Chancen des Spiels hatten und im ersten Abschnitt mehrfach in bester Position scheiterten. Dem BVB war die zeitweilige Defensiv-Nachlässigkeit aber ziemlich egal, denn nach vorne entfachten die Schwarz-Gelben ein Feuerwerk gegen defensiv heillos überforderte Gladbacher, das die BVB-Anhänger auf den Rängen begeisterte. Die ersten fünf Tore erzielten Philipp per Doppelpack und Aubameyang per Dreierpack - da sich die beiden auf jeweils ein Tor direkt auflegten gaben die beiden am Samstagabend ein ziemliches Traumpaar ab. Den Schlussakt besorgte Weigl mit seinem Pflichtspieltor. Immerhin durfte sich Gladbach mit der Auszeichnung schmücken, dem BVB nach 515 Minuten in der Liga das erste Gegentor (zum zwischenzeitlichen 5:1) zugefügt zu haben. Stindl traf, doch echte Freude wollte bei der Borussia vom Niederrhein nicht aufkommen.

Youngster Geiger bringt Hoffenheim in die Spur

Hoffenheims Geiger trifft zum 1:0 für Hoffenheim gegen Schalke.
Hoffenheims Geiger trifft zum 1:0 für Hoffenheim gegen Schalke.
© imago

Die Hoffenheimer marschieren weiter, die TSG gewann das Duell gegen den FC Schalke 04 mit 2:0. Beim Aufeinandertreffen der Trainer-Jünglinge Nagelsmann (30) und Tedesco (32) sorgte ausgerechnet ein Youngster für den Grundstein zum Sieg: Der 19-jährige Geiger markierte den Führungstreffer der Kraichgauer mit einem platzierten Flachschuss - sein erster Bundesligatreffer. Die Schalker öffneten nach Rückstand das Visier, hatten ebenfalls Chancen, doch die letzte Effizienz fehlte. Auch mit dem Beginn der zweiten Halbzeit schnupperte Schalke am Ausgleich, erst traf Konoplyanka die Latte, dann verfehlte der eingewechselte Burgstaller hauchdünn. Aber auch die Hoffenheimer blieben bei ihren Vorstößen höchst gefährlich - so traf Uth aus kurzer Distanz nur den Pfosten. Unter dem Strich blieb es ein munterer Schlagabtausch, bei dem sich die Kraichgauer nach einigen Wackelphasen wieder rechtzeitig stabilisierten und durch Rupps spätes 2:0 die drei Punkte in Sinsheim behielten. Die TSG bleibt damit in der Liga weiterhin ohne Niederlage.

Leipzig zittert knappes 2:1 gegen Frankfurt über die Zeit

Abstauber zum 1:0: Augustin trifft für Leipzig gegen Frankfurt.
Abstauber zum 1:0: Augustin trifft für Leipzig gegen Frankfurt.
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Die Leipziger kassierten in Augsburg die zweite Saisonniederlage, danach gab es viel Getöse um die Affäre zwischen Baier und Hasenhüttl, folglich durfte man gespannt sein, wie der Vizemeister ins Spiel gegen die auswärts starken Frankfurter fand. Die Antwort: Richtig gut. Viel Ballbesitz, schnelles Spiel nach vorne, Chancen. Werner vergab die erste Hundertprozentige, als der Nationalstürmer ein Luftloch schlug. Doch beim Führungstreffer war er dann wieder maßgeblich beteiligt. Seinen Flachschuss konnte SGE-Keeper Hradecky nur vor die Füße von Augustin parieren, der locker zur RB-Führung abstaubte. Die Frankfurter kamen dann wesentlich agiler aus der Kabine und hatten bei Hallers Gelegenheit den Ausgleich vor Augen. Doch in die gute Phase der Hessen schlugen die Sachsen eiskalt zurück - Werner erhöhte auf 2:0, sein Schuss ins lange Eck war sein fünfter Saisontreffer. Rebic verkürzte zwar nochmal für die SGE zum 1:2, doch die abbauenden Leipziger brachten den knappen Vorsprung mit Glück über die Zeit.

Werder und Freiburg müssen weiter warten

Im Kellerduell zwischen Bremen und Freiburg peilten beide Teams den ersten Dreier an, doch am Ende mussten der SV Werder und der SCF wieder mit einer Punkteteilung leben. Dabei war die erste Halbzeit durchaus mit Chancen auf beiden Seiten gesegnet. Die beste hatte Freiburgs Stürmer Niederlechner, doch er scheiterte an Werders Schlussmann Pavlenka. Mit Wiederbeginn wurden die Hanseaten dann immer dominanter, doch beim Torabschluss fehlte weiterhin die Präzision. Ein Tor von Belfodil wurde wegen Abseits zu Recht aberkannt, dann hatten die Hausherren bei SCF-Verteidiger Lienharts Abschluss an den Pfosten Glück.

De Blasis lässt Mainz zuhause wieder jubeln

Matchwinner für Mainz: De Blasis traf gegen die Hertha vom Punkt.
Matchwinner für Mainz: De Blasis traf gegen die Hertha vom Punkt.
© imago

Das Duell zwischen Mainz und Hertha erlebte eine höchst erlebnisarme erste Halbzeit. Es gab für die Zuschauer quasi keinen Torschuss bis zur Halbzeitpause zu bestaunen - es fehlte schlichtweg am notwendigen Risiko, allerdings zeigten sich beide Defensivreihen 45 Minuten lang auch richtig stabil. Kurz nach dem Seitenwechsel wurde es dann lebhafter. Muto wurde von Rekik im Strafraum gecheckt, Schiedsrichter Stieler ließ erst weiterlaufen, schaute sich dann aber die Szene am TV an der Seitenlinie selbst an - und gab Elfmeter. De Blasis trat an und traf zur Mainzer Führung, Herthas Keeper Jarstein war mit den Fingerspitzen dran. Nun musste die Berliner reagieren, doch die Dardai-Elf blieb bis auf eine Riesenchance von Ibisevic, als der Bosnier hauchdünn vorbeizielte, in der Offensive kaum anwesend. Mainz hatte auch in der Schlussphase alles unter Kontrolle und feiert den zweiten Heimsieg. Bitter für Berlin: Ibisevic sah in der Schlussphase glatt Rot.

Schwaben-Duell ohne Tore

Das schwäbische Duell zwischen dem VfB Stuttgart und den zuletzt stark aufspielenden Augsburgern war im ersten Abschnitt kein Offensivfeuerwerk. Zwar versuchten sowohl die Mannschaft von Trainer Hannes Wolf, der am Donnerstag sein einjähriges beim VfB feierte, als auch der FCA den Weg nach vorne, aber die Abwehrarbeit stimmte auf beiden Seiten. Auch nach dem Seitenwechsel sprang nichts Zählbares heraus, mehr als ein Remis hatten sich beide Seiten auch nicht verdient.

Ulreichs Fehlgriff: Bayern lassen gegen Wolfsburg Federn

Die Wende: Ein kapitaler Bock von Sven Ulreich brachte Wolfsburg zurück ins Spiel.
Die Wende: Ein kapitaler Bock von Sven Ulreich brachte Wolfsburg zurück ins Spiel.
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Die Bayern gingen im Freitagabendspiel gegen Wolfsburg unter anderem mit Vidal, Ribery, Robben sowie Müller ins Rennen und dominierten gegen die Niedersachsen schnell das Geschehen. Dass der Rekordmeister aber in der 33. Minute in Front ging, war einer Fehlentscheidung geschuldet. Tisserands leichten Kontakt mit Lewandowski wertete Christian Dingert fälschlicherweise als elfmeterwürdig, der Video-Referee griff nicht ein. Lewandowski war's recht, er traf zum dritten Mal in dieser Saison sicher vom Punkt. Pech hatten die Wölfe auch beim 2:0 für den FCB, Robbens Schuss war noch leicht abgefälscht, Casteels deswegen chancenlos (43.). Ein kapitaler Bock von Ulreich bei Arnolds 30-Meter-Freistoß brachte die Schmidt-Elf aber wieder zurück ins Spiel (56.), kurz darauf ließ Robben das 3:1 allein vor Casteels liegen. Als der eingewechselte Didavi per Kopf zum 2:2 traf, verstummte das Münchner Stadion vollends (83.), Coach Ancelotti reagierte prompt mit einem Doppelwechsel. Doch auch Coman und James brachten keinen frischen Wind - es blieb beim überraschenden, aber nicht unverdienten Remis.

kon

Bilder des Spieltages
1. Bundesliga, 2017/18, 6. Spieltag
1. Bundesliga, 2017/18, 6. Spieltag
Banger Blick

Leverkusens Trainer Heiko Herrlich steht gegen den HSV unter Druck.
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