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11.09.2017, 13:07

Stuttgart verpennt den Wiederanpfiff und zahlt Lehrgeld

Zieler: "So werden wir nicht gewinnen können"

Die Defensive bleibt nach dem Aufstieg wohl Stuttgarts Achillesferse. Denn auf Schalke war längst nicht alles schlecht, aber dennoch kassierte der VfB am Ende eine verdiente 1:3-Niederlage. Trainer Hannes Wolf wollte dann auch nicht über Naldos Handspiel vor dem zweiten Tor reden. Letztlich wurden die Schwaben von wenigen Sekunden nach der Pause aus der Bahn geworfen.

Keiner läuft mit: Von Naldos Hand springt der Ball ins Tor.
Keiner läuft mit: Von Naldos Hand springt der Ball ins Tor.
© imagoZoomansicht

Der Matchplan der Stuttgarter war bereits nach zwei Minuten Geschichte, als Orel Mangala den Schalker Amine Harit recht ungeschickt zu Fall brachte und via Videobeweis auf Elfmeter entschieden wurde. Ron-Robert Zieler, der den 20. Elfmeter in Folge gegen sich passieren lassen musste, war zwar dran (Bentaleb verwandelte), konnte den Schalker Traumstart aber nicht verhindern. Doch die königsblaue Herrlichkeit dauerte nur noch wenige Minuten, ehe sich der VfB geschüttelt hatte, das Spiel zunächst an sich riss und durch Chadrac Akolo zum verdienten Ausgleich kam.

"Wir haben keinen Zugriff mehr bekommen", bestätigte S04-Trainer Domenico Tedesco. "Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis der zweite Treffer gefallen wäre." In der Tat war es die beste Phase des Aufsteigers. "Diese Niederlage ist unheimlich ärgerlich, wir haben uns heute selbst um den verdienten Lohn gebracht. Wir hatten vor allem in der ersten Hälfte einige gute Passagen", ärgerte sich Kapitän Christian Gentner nach dem Spiel.

Wolf: "Wir brauchen nicht über Naldos Handspiel reden"

Doch Tedescos Veränderungen griffen nach dem Wechsel, während der VfB mit dem Kopf noch nicht auf dem Platz war. Binnen weniger Sekunden musste Zieler gleich zwei Mal hinter sich greifen. Bei Naldos Treffer zum zwischenzeitlichen 2:1 war zwar dessen Hand im Spiel, allerdings handelte es sich dabei um keine Absicht, weswegen der Videoassistent hier auch nicht eingriff (hier gibt es die Regel zum Nachlesen). Und auch Wolf hatte keine Lust, die Szene weiter zu thematisieren. "Wir brauchen nicht über Naldos Handspiel reden. Er hat den Ball reingeköpft und der Schiedsrichter hat das Tor gegeben", sagte er dazu und wusste: "Wir haben eigene Themen, über die wir reden müssen."

Tabellenrechner 1.Bundesliga

Andreas Beck, der ein sehr ordentliches Debüt auf der rechten Seite feierte, unterstrich, dass die beiden schnellen Gegentore das Spiel für den VfB "gekillt" hätten. "Wenn du zweimal so schnell Gegentore bekommst, ist es klar, dass es ganz schwer wird, etwas Zählbares mitzunehmen", pflichtete Zieler bei und hofft auf einen Lernprozess beim ganzen Team. "Das müssen wir als Gemeinschaft diskutieren und die Unkonzentriertheiten abstellen. In der Bundesliga werden die brutal bestraft, so werden wir die Spiele nicht gewinnen können."

Hoffen auf Badstuber und Terodde

Kommenden Samstag geht es gegen den VfL Wolfsburg (15.30 Uhr), und der Druck im Stuttgarter Kessel wächst bereits. Die Hoffnungsträger heißen dann Holger Badstuber, der in Gelsenkirchen aufgrund einer Adduktorenzerrung fehlte, und Simon Terodde. Beim Stürmer herrscht derzeit allerdings noch Ladehemmung, den Ausgleich auf Schalke hatte Neuzugang Chadrac Akolo besorgt.

Terodde wartet weiter auf seinen ersten Treffer im Oberhaus. Gegen Mainz ließ er einen Elfmeter liegen, auf Schalke scheiterte er freistehend aus kurzer Distanz, als Keeper Fährmann bereits geschlagen war. "Wenn er so weiterarbeitet und weiterspielt, dann wird er Tore schießen", lässt Wolf keinerlei Zweifel aufkommen. Inwieweit er künftig wieder auf Daniel Ginczek (Knochenödem im Knie) wird zurückgreifen können, ist derzeit noch offen. Beim verletzungsgeplagten Angreifer wollen die Schwaben genau wie bei Badstuber kein Risiko eingehen.

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Bilder des Spieltages
1. Bundesliga, 2017/18, 3. Spieltag
1. Bundesliga, 2017/18, 3. Spieltag
Arena-Inspizierung

Stuttgarts Trainer Hannes Wolf schaut sich vor dem Spiel die Arena genauer an.
© imago

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