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21.08.2017, 19:57

Freiburgs harmloser Start - Streich kündigt Verstärkung an

Schuster: "Die zweite Welle hat gefehlt"

Unerwartet kommt es nicht, dass dem SC Freiburg eine ganz schwere Saison bevorsteht. Das wussten und wissen auch alle Verantwortlichen im Breisgau. Überraschend war hingegen, wie harmlos sich die Elf von Christian Streich im Angriff präsentierte. Mit dem Punktgewinn beim 0:0 zum Auftakt gegen Eintracht Frankfurt war sie jedenfalls sehr gut bedient. Der Nachholbedarf in einigen Punkten wurde deutlich.

Julian Schuster
Spielte mit dem SC Freiburg 0:0 zum Auftakt gegen Eintracht Frankfurt: Julian Schuster.
© imagoZoomansicht

"Wir müssen den Punkt akzeptieren, weil wir uns nicht genug Chancen herausgespielt haben", sagte Kapitän Julian Schuster: "Für den Anfang war es okay, aber wir wissen, dass wir uns in vielen Dingen noch steigern müssen." Bis auf zwei Szenen, als zunächst Frankfurts Simon Falette freistehend aus wenigen Metern am Tor vorbeiköpfte und später Sebastien Haller die Latte traf, stand immerhin der Defensivverbund um Schuster als Mittelmann einer Dreier-/Fünferkette sicher. "Es ist schön, dass wir kein Gegentor bekommen haben. Wenn es offensiv nicht so läuft wie gewünscht, ist es wichtig, geduldig zu bleiben und die Ordnung nicht zu verlieren", erklärte Schuster.

Ich war zufrieden mit der Leistung, vor allem was Einsatz und Wille anbelangt. Aber ich kann nicht von den Jungs Dinge verlangen, die nicht zu ihren großen Stärken gehören.Christian Streich

Drückte es Schuster noch freundlich aus, waren die Angriffsbemühungen seiner Mannschaft tatsächlich an Harmlosigkeit kaum zu überbieten. Vom wegen Abseits zurecht nachträglich vom Video-Assistenten aberkannten Tor von Tim Kleindienst (18. Minute) abgesehen, verzeichnete Freiburg erst zehn Minuten vor Schluss seine einzige, echte Torchance. Aus aussichtsreicher Position wurde ein Schuss des eingewechselten Nils Petersen zur Ecke abgeblockt - eine äußert dürftige Ausbeute. "Es war sehr eng auf dem Platz und wir waren nicht sauber genug im Passspiel. Außerdem hat die zweite Welle gefehlt", monierte Schuster.

Streich will auf dem Transfermarkt nachlegen

Seine Vorderleute fanden gegen die kompakt stehende und gut aufgeteilte Eintracht-Mannschaft kein Durchkommen. Auch, weil es nach den Abgängen der technisch beschlagenen Scorer Vincenzo Grifo (Gladbach) und Maximilian Philipp (Dortmund) an Qualität in Eins-gegen-eins-Situationen fehlt. "Ich war zufrieden mit der Leistung, vor allem was Einsatz und Wille anbelangt. Aber ich kann nicht von den Jungs Dinge verlangen, die nicht zu ihren großen Stärken gehören", erkannte auch Streich das kreative Defizit. Immerhin deutete der eingewechselte Rückkehrer Marco Terrazzino an, mit seinem Spielwitz in diesem Punkt Abhilfe schaffen zu können. Und Streich kündigte weitere externe Verstärkung an. "Wir werden wahrscheinlich nochmal jemanden dazubekommen, der spielerische Elemente mit einbringt Hoffentlich arbeitet der dann auch so gut gegen den Ball, dass er viel spielen kann." Es könnte sich dabei um Außenbahnspieler Yoric Ravet (Young Boys Bern) handeln, der in der vorigen Saison zum besten Vorbereiter der Schweizer Super League avancierte (der kicker berichtete).

Standards bleiben ungefährlich

Auch ein weiteres erfolgreiches Stilmittel aus der starken Vorsaison funktioniert noch nicht nach Plan: die offensiven Standardsituationen. Während Zauberfuß Grifo in 2016/17 viele Tore nach ruhenden Bällen einleitete oder vorbereitete, sorgten die nun von Schuster getretenen Standards noch nicht für große Gefahr vor des Gegners Kasten. Das liegt freilich nicht nur am Schützen, ist ein Steigerungsauftrag für das gesamte Team.

Schwere Brocken warten auf den SCF

Den könnte man auch allgemein formulieren. Viel Zeit und Ruhe zur Umsetzung bleibt den Breisgauern jedoch nicht. "Jeder Punkt ist unglaublich wichtig", weiß Schuster, vor allem gegen "einen direkten Konkurrenten" wie Frankfurt. Zumal die nächsten Gegner Leipzig (A), Dortmund (H) und Leverkusen (H) eher keine Abstiegskandidaten, sondern ganz harte Brocken sind. Vor dem Duell mit dem Vorjahreszweiten RB habe Schalke durch den 2:0-Erfolg gegen das Team von Ralph Hasenhüttl immerhin "ein tolles Beispiel" geliefert, wie es funktionieren kann, so Schuster: "Da können wir uns an vielen Punkten orientieren." Eine deutliche Leistungssteigerung muss in jedem Fall her, um in Sachsen eine Chance zu haben.

Carsten Schröter

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Vorname:Julian
Nachname:Schuster
Nation: Deutschland
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