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19.08.2017, 00:37

#TGIM - DER kicker.tv TALK

Thon: "Die Preise sind kaputt gemacht worden"

Die Bundesliga läuft wieder - und das Auftaktspiel vom Freitagabend war daher auch ein Thema beim Nachfolger von "kicker.tv - Der Talk". Im neuen Format "#TGIM - DER kicker.tv TALK" sprach Marco Hagemann mit Mirko Slomka, Michael Schulz, Olaf Thon und Jörg Jakob unter anderem auch über den Transferärger um Ousmane Dembelé.

Olaf Thon
Kritisch: Olaf Thon.

3:1 lautete das Ergebnis des Auftaktspieles zur 55. Bundesligasaison aus Sicht des FC Bayern München gegen Bayer Leverkusen. Ein Sieg zum Start für Carlo Ancelotti und seine Mannschaft. Dennoch waren sich die Studiogäste einig: Es gibt noch einiges zu tun. "Die erste Hälfte waren die Bayern klar überlegen", sagt Ex-Bundesliga-Trainer Slomka zwar, jedoch ergänzt er, dass beide Trainer mit ihren Teams "nicht zufrieden" sein können. Sie hätten "noch viel zu arbeiten". Thon sah für seinen Ex-Klub FC Bayern den starken Regen, wegen dem die zweite Hälfte erst mit 15 Minuten Verspätung angepfiffen wurde, als kleines Problem. "Das hat dem FCB mehr geschadet als Leverkusen. Die Leverkusener hatten Riesenchancen, dass es sogar zu einem Remis hätte reichen können, aber sie haben diese kläglich vergeben."

Der Weltmeister von 1990 sah in der Partie "Licht und Schatten auf beiden Seiten" und gab dem Rekordmeister für seinen ersten Ligaauftritt "nur eine 3 bis 3 minus". Ancelotti könne nicht zufrieden sein und "wird die Spieler richtig rannehmen", weil die Defensive schon Schwächen offenbarte. "Zwei hundertprozentige Chancen in 20 Minuten gegen sich, ist für Bayern nicht gut."

Gut war aber das Debüt von Niklas Süle und Sebastian Rudy, die in Kooperation das 1:0 besorgten. Jakob aus der Chefredaktion des kicker sagt: "Das war ein Traumeinstand der Neuzugänge. Rudy auf Süle. Sowas wünscht man sich sowohl als Spieler als auch als Verein."

Schulz über Barcelona: "Kann nicht ausschließen, dass sie ihre Finger drin haben"

Kaum war das Auftaktspiel abgehakt, stand der Fokus auf dem Thema, das seit Wochen die Fußballwelt beschäftigt: Ousmane Dembelé und die mögliche Kettenreaktion, die der Transfer von Neymar vom FC Barcelona zu Paris St. Germain für 222 Millionen Euro auslöst. Dortmunds Dembelé war bekanntlich unentschuldigt dem Training ferngeblieben, um einen Wechsel zu erzwingen und anschließend suspendiert worden. 130 Millionen Euro stehen als Ablöse im Raum. "Ich kann Dembelé überhaupt nicht verstehen", sagt Schulz. "Ich könnte kotzen bei diesem Thema, das geht mir auf die Nerven." Von Spielern, die Millionengehälter fordern, könne man verlangen, sich professioneller zu verhalten. Eine ähnliche Meinung vertritt Slomka, der Dembelés Wechselwunsch zwar verstehen kann, "aber wieso kann niemand auf Dortmund zugehen und sagen 'ich will zu Barcelona'. Die Art und Weise geht einfach nicht."

Thon ist einfach nur empört über die horrenden Ablösesummen, die für Spieler nun geboten und teilweise auch gezahlt werden: "Die Preise sind kaputt gemacht worden. Der FCB macht es richtig, da nicht mitzumachen. Barcelona macht die Preise kaputt und auch einen jungen Spieler. Dembelé ist keine 130 Millionen wert, Neymar auch keine 222. Die Preise sind kaputt, da muss man sich raushalten, wie der FC Bayern."

Noch weiter geht Eurosport-Experte Matthias Sammer. "Ich bin ein Stück weit entsetzt. Über die Art und Weise. Man kann darüber diskutieren, dass Dembelé der Kopf verdreht wird. Dann kann es eine Kurzschlusssituation geben", so der Ex-Sportdirektor des FC Bayern. "Der Spieler ist völlig falsch beraten. Der BVB verhält sich absolut richtig." Verwundert ist Sammer über das Verhalten des FC Barcelona. "Sie können doch nicht froh sein, einen solchen Spieler zu kriegen. Ich bin entsetzt. Wir wissen nicht, was im Hintergrund läuft. Da ich das Geschäft kenne, kann ich mir die verrücktesten Dinge vorstellen."

"Eigentlich müsste Barcelona sagen 'so einen Spieler können wir nicht gebrauchen'", macht auch Schulz klar und sieht das Problem auch beim Verein aus Katalonien. "Man kann nicht ausschließen, dass sie ihre Finger drin haben. Wenn die so einen Spieler für so viel Geld holen, der sich so verhält, ist das schon seltsam."

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