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31.07.2017, 20:07

Bosnier wird zum Vorgesetzten von Reschke

Salihamidzic: "Ich habe die DNA des FC Bayern"

Im weißen Hemd, die Ärmel hochgekrempelt, nahm Hasan Salihamidzic am Montagnachmittag gegen 17.15 Uhr seinen Platz im Medienzentrum der Bayern zwischen Präsident Uli Hoeneß und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge ein. Der Ex-Profi ist der neue Sportdirektor des FC Bayern, wird als solcher am morgigen Dienstag einen Vertrag bis 2020 unterschreiben.

Hat das Vertrauen der Bayern-Bosse: Hasan Salihamidzic.
Hat das Vertrauen der Bayern-Bosse: Hasan Salihamidzic.
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Mit zwei Namen, so Hoeneß, habe man sich bei der Suche für einen Nachfolger von Matthias Sammer ernsthaft auseinandergesetzt, dies seien Philipp Lahm und Max Eberl gewesen. Nun wurde es also Hasan Salihamidzic. "Es war mir sofort klar, dass ich den Job annehme, als ich das Angebot bekam. Das ist ein Traumjob. Ich fühle mich nicht als Notlösung", so der 40-Jährige. Rummenigge begründete die Wahl so: "Er ist integer, fleißig, loyal und ein sehr ausgeschlafener Mensch. Er kann mit allen Spielern diskutieren, verfügt über ein großes Netzwerk. Wir haben totales Vertrauen, dass er den Job gut machen wird", so der Vorstandschef.

Dass der Ex-Profi keinerlei Erfahrung aufweist wollte Rummenigge mit den Hinweis auf Hoeneß, der 1979, als er Manager geworden war, ebenfalls keine Erfahrung aufwies, nicht überbewerten. "Dass er Berufseinsteiger ist, hat keine dramatische Bedeutung gespielt, auch Hoeneß hat den Job mit learning by doing gelernt. Hasan weiß, was notwendig ist. Er ist das Mosaikstückchen, das gefehlt hat, um wieder eine erfolgreiche Saison zu spielen", so Rummenigge. Auch Hoeneß strahlte: "Ich bin mit dieser Lösung sehr, sehr zufrieden", erklärte der Präsident und Aufsichtsratschef. Die Entscheidung sei auch ein Signal, das laute: "Zurück zu den Wurzeln, das Mia-san-mia-Gefühl stärken. Wer kann das besser als Hasan Salihamidzic, der das immer gelebt hat?"

Das ist genau der Mann, den wir brauchen!Uli Hoeneß über den neuen Sportdirektor Hasan Salihamidzic.

Der Ex-Profi wird am Dienstag seinen neuen Vertrag bis 2020 unterschreiben, explizit als "Sportdirektor". Als solcher bekomme er alle Vollmachten, "die man für den Job braucht", so Rummenigge. "Er soll Bindeglied zwischen Trainer und Mannschaft sein, zwischen Trainer und Verein mit allen Kompetenzen, die notwendig sind. Er ist für die Bereiche Scouting und Nachwuchs verantwortlich und damit Vorgesetzter von Michael Reschke (technischer Direktor, verantwortlich für Scouting und Kaderplanung, Anm. der Redaktion). Er wird bei allen Transfergesprächen in Zukunft da sein, wenn es um die Kaderplanung geht, wird bei Spielen, im Trainingslager immer vor Ort sein, etc", umriss der Vorstandschef das Profil des neuen Sportdirektors. "Er wird in den nächsten Jahren eine große Bedeutung beim FC Bayern haben."

Uli Hoeneß
Ist von Salihamidzic überzeugt: Uli Hoeneß.
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Die Idee, den Ex-Spieler zum Sportdirektor zu machen sei von Rummenigge gekommen, so erzählte es Hoeneß. Er habe eine Nacht drüber geschlafen und dann habe es "klick gemacht", so Hoeneß, der dann zu dem Schluss kam: "Das ist genau der Mann, den wir brauchen." Man kennt sich und schätzt sich. Der Kontakt zwischen Salihamidzic und Verein riss nie ab. Seit Januar war der Deutsch-Bosnier als Botschafter des Vereins tätig, machte auch die Asien-Reise als solcher mit. "Ich habe die DNA des FC Bayern", sagte der 40 Jahre alte Ex-Profi, der "24 Stunden sieben Tage die Woche für die Spieler da sein möchte".

Im Gegensatz zu Hoeneß und Rummenigge hatte Trainer Carlo Ancelotti allerdings nicht den Eindruck, als benötige der FC Bayern nun dringend einen Sportdirektor. "Ich glaube nicht, dass uns letzte Saison etwas gefehlt hat. Wir haben gute Arbeit geleistet." Aber er stellte fest: "Wir werden gut zusammenarbeiten." Zuvor hatte Ancelotti bereits Co-Trainer Willy Sagnol zur Seite gestellt bekommen. Es wird die große Aufgabe Salihamidzics werden, sich neben all den Alpha-Tieren im Klub seinen Platz zu erkämpfen und zu profilieren. Hoeneß hat da keine Bedenken: "Bei ihm konnte man nie sicher sein, dass er einem nicht alles, was er dachte, vor die Birne knallte. Ob man nun Vorstandsvorsitzender war, Präsident oder Manager. Das hat ihn immer ausgezeichnet. Das erwarten wir auch jetzt von ihm. Er muss sich eine Meinung bilden und die muss er vertreten. Das ist eine Eigenart, die ihn auszeichnet und die zeichnet ihn exzellent für diese Position aus", so Hoeneß.

Mounir Zitouni

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