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17.07.2017, 11:46

Freiburg: Neuer Innenverteidiger macht guten ersten Eindruck

Lienhart auf den Spuren von Rambo

Lilienfeld, ein kleiner Ort in Niederösterreich, 2800 Einwohner, eine Zisterzienser-Abtei, ein Skimuseum - und offenbar ein guter Nährboden für Innenverteidiger. In den 80er- und 90er-Jahren schwang sich Anton Pfeffer aus dem Voralpental zu 395 Bundesliga-Spielen für Austria Wien und zwei Einsätzen in der ÖFB-Auswahl auf, nun folgt Philipp Lienhart in seinen Fußspuren.


Aus dem Trainingslager des SC Freiburg in Schruns berichtet Patrick Kleinmann

Freiburgs Neuzugang für die Defensive: Philipp Lienhart.
Freiburgs Neuzugang für die Defensive: Philipp Lienhart.
© imagoZoomansicht

Der 21-Jährige, der inzwischen seit zwei Wochen beim Sportclub spielt, hat allerdings einen größeren Umweg hinter sich als Pfeffer. Drei Jahre spielte der U21-Kapitän bei Real Madrid, ein Jahr in der U19, zwei Jahre als Stammkraft in der drittklassigen Reserve Castilla. Nun also der nächste Schritt in Freiburg - und das nicht nur, weil sich die Breisgauer derzeit in Lienharts Heimatland auf die neue Saison vorbereiten.

"Ich hatte von Anfang an ein sehr gutes Gefühl und gute Gespräche mit den Verantwortlichen", sagt der Abwehrspieler, der die deutsche Bundesliga auch in Spanien "intensiv" verfolgt hat, an den letzten Spieltagen speziell Freiburg. Was er sah, gefiel Lienhart: "Das Spiel ist sehr laufintensiv, aber auf Ballbesitz bedacht, das kommt mir entgegen. Auch die flache Spieleröffnung ist mir lieber."

Moderne Innenverteidiger-Schule eben, auch was die Flexibilität angeht. Dreierkette, Viererkette, halblinks, halbrechts - Lienhart nimmt spielt da, wo er spielen soll. "Die Dreierkette ist schon etwas neu, ich habe aber kein Problem damit", sagt er, beide Seiten kennt er ohnehin: "Bei der U21 habe ich eher halblinks gespielt, bei Real eher halbrechts."

Die Zeit bei den Königlichen hat ihn geprägt, die Zeit im Real-Internat, die gelegentlichen Trainingseinheiten in der ersten Mannschaft ohnehin. "Das waren sehr gute Erfahrungen. Am Anfang ist es etwas komisch, dann probiert man so viel wie möglich zu lernen und sich abzuschauen", sagt er rückblickend. Das enorm hohe Niveau im Training ist "ein Ansporn, wie gut man werden kann".

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Die Lernfähigkeit hat Lienhart nach Freiburg mitgebracht, die ersten Eindrücke im Training und abseits des Platzes zeichnen das Bild eines Spielers, der weiß, was er kann, aber auch, was ihm noch fehlt. "Er ist ruhig, aufmerksam und lernhungrig", sagt Trainer Christian Streich. Ruhe - am Ball und im Gespräch, Lienhart ist auffällig auf Sicherheit bedacht.

Da unterscheidet er sich dann doch ein wenig vom anderen Lilienfelder Innenverteidiger, nicht umsonst hatte Anton Pfeffer den Spitznamen "Rambo". Der Neu-Freiburger und Rambo kennen sich und ganz will Lienhart das Erbe der rustikalen Spielanlage auch nicht ablehnen: "Härte ist ja nicht schlecht, aber es muss fair bleiben."

Patrick Kleinmann

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© imago (4)

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weitere Infos zu Lienhart

Vorname:Philipp
Nachname:Lienhart
Nation: Österreich
Verein:SC Freiburg
Geboren am:11.07.1996


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