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18.05.2017, 18:02

Freiburg kämpft beim Meister ums internationale Geschäft

Trotz EL-Chance: Streich ist "gerne Beiwerk"

Im letzten Heimspiel gegen Ingolstadt am vergangenen Samstag hätte der SC Freiburg mit einem Sieg die Qualifikation für die Europa League klar machen können. Dass die Spieler nach dem Unentschieden sagten, dass sie das nun mit einem Sieg bei den Bayern am letzten Spieltag nachholen, klang eher nach Zweckoptimismus. Auch Trainer Christian Streich scheint keine allzu großen Hoffnungen auf einen Erfolg beim Meister zu hegen. Trotzdem erinnert er genau wie die Spieler an das Hinspiel, das der Sportclub erst durch ein Lewandowski-Tor in der Nachspielzeit verloren hatte.

Christian Streich
"Wir wollen zeigen, warum wir da stehen, wo wir stehen": SCF-Trainer Christian Streich will sich in München nicht verstecken.
© imagoZoomansicht

"Wir haben am absoluten Maximum gespielt, das war ein begeisterndes Spiel", sagt Streich im Rückblick auf das 1:2 im Bundesliga-Auftaktspiel nach der Winterpause, bei dem die Freiburger sogar durch Janik Haberer in Führung gegangen waren. "Total mutig" sei sein Team damals aufgetreten und diese Devise müsse auch für das Rückspiel gelten. "Wenn man sich hinten rein stellt, schießen die Bayern trotzdem Tore", erklärt der SC-Coach, "und wenn Bayern richtig gut drauf ist, reicht uns nicht mal eine Top-Leistung."

Streich deutet Rotation an

Immerhin hat er beim Saisonfinale personell große Auswahl. Nur Onur Bulut hat sich in dieser Woche am Zeh verletzt und fällt aus, alle anderen Spieler sind fit. "Drei bis vier Positionen sind fraglich", sagt Streich, der andeutet, dass in München auch wieder Spieler zur Startelf gehören könnten, die zuletzt auf der Bank saßen, wie Nils Petersen, Vincenzo Grifo, Pascal Stenzel und Caglar Söyüncü. Mike Frantz, der gegen Schalke und Ingolstadt verletzt fehlte, sei ebenfalls wieder eine Alternative. "Es werden ein enormer Laufaufwand und eine enorme Frustrationstoleranz notwendig sein", so der SC-Coach, "und die Frage ist, wer das nicht nur vom Willen, sondern auch von der physischen Verfassung hinkriegt."

Die zusätzlichen Spiele in der Vorrunde sind ein Gewaltakt für uns, das haben wir schon erlebt.Christian Streich

Streich ist sich sicher, dass die Bayern in der "absolut besten Aufstellung" auflaufen werden. Nicht nur, weil sie danach ihren einzigen Titel in dieser Saison feiern, sondern auch, weil sie Philipp Lahm und Xabi Alonso verabschieden. "Für sie wird es keine Bedeutung haben, dass sie gegen uns kicken, für uns ist das sicherlich anders, weil wir als letztes gegen die Stars kicken", sagt der SC-Trainer, "wir sind nur das Beiwerk - aber das sind wir gern." Er macht aber auch deutlich, dass der Sportclub bei der Meisterfeier nicht nur Spalier stehen will: "Wir wollen zeigen, warum wir da stehen, wo wir stehen."

Quali-Runden statt Trainingslager?

Schließlich würden die Freiburger lieber mit einem Sieg den sechsten Platz verteidigen, als eventuell noch Siebter zu werden, was im Falle eines Dortmunder Pokalsiegs Qualifikationsrunden zur Europa League bedeuten würde. Und die würden genau in der Zeit beginnen, in der bereits das Trainingslager in Schruns (Österreich) gebucht ist. Aber auch die direkte Qualifikation für die Gruppenphase sieht Streich kritisch: "Die zusätzlichen Spiele in der Vorrunde sind ein Gewaltakt für uns, das haben wir schon erlebt." Der Kader müsse dann etwas anders zusammen gestellt werden als ohne den Zusatzwettbewerb. Den Spielern wird das egal sein. Sie würden sich auf internationale Spiele freuen und wollen deshalb zunächst den Bayern ihre Meisterfeier verderben.

Daniela Frahm

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weitere Infos zu Streich

Vorname:Christian
Nachname:Streich
Nation: Deutschland
Verein:SC Freiburg

1. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München89:2282
 
2RB Leipzig66:3967
 
3Borussia Dortmund72:4064
 
4TSG Hoffenheim64:3762
 
51. FC Köln51:4249
 
6Hertha BSC43:4749
 
7SC Freiburg42:6048
 
8Werder Bremen61:6445
 
9Bor. Mönchengladbach45:4945
 
10FC Schalke 0445:4043
 
11Eintracht Frankfurt36:4342
 
12Bayer 04 Leverkusen53:5541
 
13FC Augsburg35:5138
 
14Hamburger SV33:6138
 
151. FSV Mainz 0544:5537
 
16VfL Wolfsburg34:5237
 
17FC Ingolstadt 0436:5732
 
18SV Darmstadt 9828:6325

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