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18.05.2017, 12:51

Vor dem Endspiel zwischen Hamburg und Wolfsburg

Krisen-Check: Hält Hamburg stand?

Der Hamburger SV und der VfL Wolfsburg blicken einem echten Endspiel entgegen. Doch welcher der beiden Klubs zeigt sich besser für das Nervenspiel gerüstet? Was macht Angst, was macht Hoffnung und wie ist die Stimmung? Der kicker-Krisen-Check.

Wie krisenerprobt ist der Trainer?

Kennen sich mit Krisensituationen aus: Die HSV-Fans und Coach Markus Gisdol stehen zusammen.
Kennen sich mit Krisensituationen aus: Die HSV-Fans und Coach Markus Gisdol stehen zusammen.
© imagoZoomansicht

Markus Gisdol ist die Situation vertraut. "Seit ich im September hier bin, stehen wir mit dem Rücken zur Wand." Hoffenheim hat der 47-Jährige im April 2013 auch genau dort übernommen, aus fast aussichtsloser Lage über die Relegation gerettet. Seinerzeit siegte er am 34. Spieltag 2:1 in Dortmund, erklomm dadurch erst den 16. Platz und sagt: "Natürlich ist es ein Vorteil, solch eine Situation zu kennen."

Wie krisenerprobt sind die Spieler?

Sehr. Vielleicht zu sehr? Dennis Diekmeier (am Samstag gesperrt) spielte bereits vier Relegationen (zwei mit Nürnberg, zwei mit dem HSV), die dienstälteren HSV-Profis sind sozusagen Kinder des Abstiegskampfes in den zurückliegenden vier Jahren kämpfte der Dino immer ums Überleben. Das hilft einerseits mit der Situation und dem Druck umzugehen, der Last-Minute-Treffer von Pierre-Michel Lasogga (fehlt verletzt gegen Wolfsburg) auf Schalke könnte als Beleg dienen. Andererseits weiß Sportchef Jens Todt auch, was das permanente Wandeln am Abgrund mit Spielern machen kann: "Diejenigen, die länger hier sind, leben seit Jahren mit diesem absoluten Druck. Das zehrt auch."

Stimmung rund um den Verein

Die Stimmung dreht sich. Mal wieder. Mit Leidenschaft und schier unglaublicher Unterstützung wurde der HSV von Fans und Umfeld aus der schlimmen Herbst-Krise getragen, der neuerliche Absturz mit desaströsen Auftritten wie beim 0:4 in Augsburg aber hatte eine Lethargie verbreitet. Teile der Fans reagierten mit Wut und Unverständnis, andere mit Gleichmut. Der couragierte Auftritt auf Schalke und der späte Lohn haben den Funken in der Hansestadt wieder entfacht - wie so oft: Hamburgs leidgeprüftes und leidensfähiges Publikum ist und bleibt leicht entflammbar, Gisdols Wunsch, das Stadion am Samstag in einen Hexenkessel zu verwandeln wird keine Utopie sein. Ein Spalier bei der Buseinfahrt am Stadion ist geplant, bedingungslose Unterstützung garantiert.

Was macht Hoffnung?

Das Spiel auf Schalke. Die Sieglos-Serie wurde zwar auf fünf Partien (drei Niederlagen, zwei Unentschieden) ausgebaut, nach wochenlangem Taumeln aber wehrte sich der HSV vergangenen Samstag aber erstmals wieder bedingungslos, rannte im zweiten Durchgang beherzt an. Das nährt Hoffnungen, dass der Kader doch noch an den Turnaround glaubt. Und diesen Glauben auch lebt. Auch die Heimbilanz stimmt zuversichtlich: Vor der 1:2-Pleite gegen Darmstadt war der HSV zu Hause neun Mal ungeschlagen geblieben.

Was macht Angst?

Die Ausbeute in den direkten Duellen. In der internen Rechnung hatten die HSV-Verantwortlichen kalkuliert, dass sie bis zum Schlussakt gegen die unmittelbaren Konkurrenten in Schlagdistanz sein müssten, um sich zu retten. Tatsächlich hatte das Team den Katastrophenstart mit zwei Pünktchen nach zehn Spielen bereits nach den Partien gegen die Hochkaräter aufgeholt, lag vor den "Wochen der Wahrheit" bereits vier Zähler vorm Relegationsrang. Dann aber wurde weder gegen Darmstadt, Augsburg noch Mainz gewonnen. Auch das Hinspiel in Wolfsburg ging 0:1 verloren. Die erschütternde Bilanz: Nur zwei der bislang neun Duelle gegen die Klubs ab Platz 13 wurden gewonnen.

Sebastian Wolff

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 18.05., 14:52 Uhr
Gisdol pfeift auf Teambuilding
HSV-Coach Markus Gisdol betont die große Chance, die sein Team im "Endspiel" gegen den VfL Wolfsburg hat. Man könne sich aus eigene Kraft retten und die Relegation damit vermeiden. Auf Teambuilding-Maßnahmen verzichtet er. das mache keinen Sinn.
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12 Leserkommentare

berlino1
Beitrag melden
20.05.2017 | 12:35

Relegation ick hör dir trapsen

und dann gilt:

Drei Mal ist Bremer recht.

Zweimal durften sie sich fast freuen, beim drit[...]
phatt
Beitrag melden
20.05.2017 | 11:09

Alles kann passieren ....

Das wird schon ein Nervenspiel heute. Fussballspielen können sie eigentlich alle, nur wer ist im Kopf [...]
olliundseinkahn
Beitrag melden
20.05.2017 | 11:07

Wie immer!!

Der HSV hätte es verdient abzusteigen. Da buttert der Kühne jedes Jahr Millionen in die Elf und die [...]
Dreisamer
Beitrag melden
20.05.2017 | 11:06

@ elberanier61

Hatte ich dir schon vor Monaten prophezeit, dass Hochmut stets vor dem Fall kommt!
Sollte der HSV, la[...]
Sesselpuper
Beitrag melden
20.05.2017 | 10:10

ist doch eh egal

denn es gibt keinen fussballgott.

im relegationsrückspiel erzielt dann der hsv in der 122 minute[...]

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