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02.05.2017, 11:31

Werder Bremen: Reservistenrolle des Angreifers sorgt für Brisanz

Härtefall Gnabry "darf unzufrieden sein"

Dass es in Serge Gnabry brodelt, ist kein Geheimnis. Seit einigen Wochen hat Werders Shooting-Star der Hinrunde seine Adduktorenverletzung überstanden und kehrte mit dem Anspruch zurück, sich umgehend wieder einen Stammplatz zu sichern. Doch Trainer Alexander Nouri macht bisher keine Anstalten, seine auch ohne Gnabry phänomenal erfolgreiche Elf umzubauen. Dem hoch veranlagten und heiß begehrten Angreifer bleibt bis auf weiteres nur die Jokerrolle. Eine delikate Angelegenheit für alle Beteiligten.

Stand zuletzt Anfang März gegen Darmstadt in der Werder-Startelf: Serge Gnabry.
Stand zuletzt Anfang März gegen Darmstadt in der Werder-Startelf: Serge Gnabry.
© imagoZoomansicht

Gewiss: Aus Sicht des Klubs handelt es sich vordergründig um ein reines Luxusproblem. Und es zählt die Erkenntnis, die jüngst Mitspieler Robert Bauer formulierte: "Kein Spieler ist größer als das Team." Freilich bleibt unbestreitbar: Perspektivisch ist gerade Gnabry ein immens wichtiger Spieler fürs Team - sofern er über den Sommer hinaus bleibt. Das Hoffenheimer Interesse ist verbürgt, auch Leipzig beschäftigt sich mit dem 21-Jährigen, in Dortmund wird er ebenfalls gehandelt. Zugleich würde Werder-Manager Frank Baumann gerne über die aktuelle Laufzeit (2020) hinaus mit Gnabry zu verbesserten Konditionen verlängern, Gnabry mindestens noch eine Saison halten und sich so im Fall eines Transfers ab 2018 in eine noch bessere Verhandlungsposition bringen. Der Spieler selbst hat noch nicht entschieden, wo er im Hinblick auf kommende Spielzeit die besten Entwicklungsmöglichkeiten sieht.

Königsklasse oder Anführer?

Die Champions League reizt ohne Zweifel, doch könnte auch eine sportliche Führungsrolle in Bremen den angestrebten "nächsten Schritt" bedeuten. Ob Gnabrys aktuelle Situation seine Entscheidung beeinflusst? Anzunehmen ist das allemal - weshalb Gnabrys Reservistenrolle durchaus Brisanz birgt. Umso mehr als sich zuletzt gegen Hertha dem Spielverlauf nach eine frühere Einwechslung absolut angeboten hätte, Nouri den Angreifer aber erst als dritten Einwechselspieler 13 Minuten vor dem Ende brachte. Ein Signal, dass Gnabry dicht dran ist an der ersten Elf, hätte anders ausgesehen.

Unbestritten bleibt dabei: Der Erfolg gibt Nouri nicht Unrecht. Und: Auch die vor Gnabry eingewechselten Thomas Delaney sowie Philipp Bargfrede sind Profis, die durch Einsatzzeiten herangeführt werden müssen. An Gnabrys persönlichem Empfinden ändert das indes nichts. "Ein Spieler darf ruhig auch unzufrieden sein", lässt Nouri durchblicken, "entscheidend ist, dass er das dann in positive Energie umsetzt". Diesbezüglich ließ sich Gnabry beim Kurzeinsatz gegen Berlin nichts vorwerfen. Welche Rolle er im Endspurt beim 1.FC Köln sowie gegen seine potenziellen neuen Arbeitgeber Hoffenheim und Dortmund spielt, bleibt mit Spannung abzuwarten.

Thiemo Müller

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weitere Infos zu Gnabry

Vorname:Serge
Nachname:Gnabry
Nation: Deutschland
Verein:Bayern München
Geboren am:14.07.1995

weitere Infos zu Nouri

Vorname:Alexander
Nachname:Nouri
Nation: Deutschland


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