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18.04.2017, 11:53

Österreicher spielt sich nach tristem Herbst in den Fokus

Kainz: Die Rolle als Werder-Joker reicht ihm nicht

Der Bremer Held im Nord-Derby hört auf den Namen Florian Kainz. Werders wirkungsvoller Joker trifft zum Tor des Tages beim 2:1 gegen den Hamburger SV. Elf Spiele, elf Spiele eingewechselt - Kainz, lange Zeit außen vor bei Trainer Alexander Nouri, spielt so wenigstens nun eine Rolle. Doch er möchte mehr sein als der Mann von der Bank: "Ich möchte schnell in die Startelf."

"Der Tormann hat die kurze Ecke zum Glück aufgemacht": Bremens Florian Kainz überwindet HSV-Keeper Christian Mathenia.
"Der Tormann hat die kurze Ecke zum Glück aufgemacht": Bremens Florian Kainz überwindet HSV-Keeper Christian Mathenia.
© imagoZoomansicht

Seinen großen Moment schilderte er liebend gern. Wie er das entscheidende Tor im Derby gemacht habe?

Florian Kainz erzählt: "Ich schätze Max Kruse als Spieler sehr, wusste, dass er den Ball gut durchstecken wird. Dann wollte ich nur noch schnell abschließen. Der Tormann hat die kurze Ecke zum Glück aufgemacht, darüber bin ich froh." Sätze eines Spielers, der bisher eher die Nebenrolle verkörperte bei Werder. Seit geraumer Zeit rückt er in den Blickpunkt. So sehr, dass er beim Nord-Vergleichskampf zum Helden wurde, dem das Tor des Tages gelang.

Kainz ist ein Joker, der mehr und mehr sticht. Elf Spiele hat er für die Bremer absolviert, elf Spiele als Einwechselspieler bei einer kicker-Note von 3,25. Zwei Tore und zwei Assists, alle in diesem Jahr erzielt, stehen für ihn zu Buche. "Es läuft super", sagt der Österreicher, der erst in diesem Kalenderjahr richtig berücksichtigt wird, "für mich persönlich als Joker und für die gesamte Mannschaft."

Diese Rolle gefällt ihm momentan. Monatelang stand er schließlich überhaupt nicht zur Debatte. "Der Herbst war für mich schon enttäuschend", rekapituliert der 24-Jährige, der im Sommer für eine Ablöse von 3,5 Millionen Euro an die Weser gekommen ist. "Nun sieht alles viel positiver aus."

Kainz will Petersens Spuren nicht folgen

Doch dieser Part soll kein Job für die Ewigkeit sein. Eine Karriere wie Nils Petersen, der Ex-Bremer, der in Freiburg als der "geborene Joker" gefeiert wird, strebt Kainz nicht an. Alles geben möchte er nach eigenem Bekunden, "so schnell wie möglich in die Startelf zu kommen". Dass dies augenblicklich sehr schwierig ist, weiß der flinke Flügelmann, der nach seinen Hereinnahmen mit seiner Geschwindigkeit und seiner unerschrockenen Spielweise stets für frischen Schwung sorgt: "Die Mannschaft spielt gut, da ist es schwer, einen Platz zu ergattern."

Für ihn war der Triumph im Spiel gegen den Hamburger SV der bisherige Höhepunkt in den lange so tristen Monaten in Bremen. In der Woche davor hatte Kainz schon gespürt, dass dieses Nord-Derby eine besondere Angelegenheit ist - "mit einer ganz besonderen Stimmung". In Wien hatte er zwar auch einige Stadtkämpfe bestritten, für Rapid sogar mal ein Tor geschossen, "doch ein Derby vor so vielen Leuten habe ich noch nie gespielt". Seine ganz persönliche Derby-Bilanz, die auch in der Bundesliga Bestand hat: "Mehr gewonnen als verloren."

Hans-Günter Klemm

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© picture alliance/imago

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weitere Infos zu Kainz

Vorname:Florian
Nachname:Kainz
Nation: Österreich
Verein:Werder Bremen
Geboren am:24.10.1992

1. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München71:1569
 
2RB Leipzig55:3061
 
3TSG Hoffenheim56:3154
 
4Borussia Dortmund62:3353
 
5Hertha BSC37:3543
 
6SC Freiburg36:5141
 
71. FC Köln42:3640
 
8Werder Bremen46:4939
 
9Bor. Mönchengladbach37:4139
 
10Eintracht Frankfurt29:3338
 
11FC Schalke 0438:3437
 
12Bayer 04 Leverkusen42:4436
 
13VfL Wolfsburg30:4233
 
14Hamburger SV29:5333
 
151. FSV Mainz 0537:4732
 
16FC Augsburg28:4632
 
17FC Ingolstadt 0431:5028
 
18SV Darmstadt 9821:5718

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