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19.02.2017, 20:42

Was darf der Schiedsrichter? Was nicht?

Nachspielzeit: Das sagen die Regeln

"Bayern-Bonus!", schimpfte nicht nur Hertha-Trainer Pal Dardai, nachdem die Münchner in Berlin in der sechsten Minute der Nachspielzeit noch zum 1:1 ausgeglichen hatten, obwohl nur deren fünf angezeigt waren. Doch was sagen eigentlich die FIFA-Regeln?

Pal Dardai im Spiel gegen Bayern
Uhr-Schrei: Hertha-Coach Pal Dardai beschwert sich im Spiel gegen Bayern über die lange Nachspielzeit.
© picture allianceZoomansicht

In "Regel 07 - Dauer des Spiels" der "Fußball-Regeln 2016/2017" heißt es unter Ziffer 5 wörtlich:

"Der Schiedsrichter bestimmt in jeder Halbzeit die Nachspielzeit, um die Zeit zu kompensieren, die durch folgende Ereignisse verloren ging:

- Auswechslungen

- Untersuchung und/oder Abtransport von verletzten Spielern

- Zeitschinden

- Disziplinarmaßnahmen

- Trinkpausen oder Pausen aus sonstigen medizinischen Gründen, die gemäß Wettbewerbsbestimmungen zulässig sind oder

- sämtliche sonstigen Gründe, einschließlich etwaiger Verzögerungen bei der Spielfortsetzung (z. B. beim Torjubel)

Der vierte Offizielle zeigt am Ende der letzten Minute jeder Halbzeit an, wie viele Minuten gemäß Entscheidung des Schiedsrichters mindestens nachgespielt werden. Die zusätzliche Zeit kann vom Schiedsrichter erhöht werden, nicht jedoch gesenkt.

Der Schiedsrichter darf einen Fehler in der Zeitmessung während der ersten Halbzeit nicht durch eine Veränderung der Länge der zweiten Halbzeit kompensieren."

Die Unterpunkte "Untersuchung von verletzten Spielern" sowie "Trinkpausen oder Pausen aus sonstigen medizinischen Gründen" wurden erst zu dieser Saison ins Regelbuch aufgenommen.

Im Sommer forderten Trainer einen sensibleren Umgang mit der Nachspielzeit

Zudem hatte es in der Sommerpause einen runden Tisch mit Managern, Trainern, Spielern und Schiedsrichtern gegeben. Dort wurde die Forderung laut, mit der Nachspielzeit etwas sensibler umzugehen. "Die Schiedsrichter, so eine Anregung von Spielern und Trainern, sollen genauer darauf achten, wenn in der Nachspielzeit noch einmal Zeit geschunden wird, durch überlange Auswechselvorgänge oder Vortäuschen von Verletzungen zum Beispiel. In solchen Fällen sollte die Nachspieltzeit noch verlängert werden", erklärt Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich.

jpe

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 19.02., 10:25 Uhr
"Eine Minute fehlte zur Überraschung"
Natürlich war Bayern-Coach Carlo Ancelotti glücklich über Lewandowskis Last-Minute-Tor: "In der ersten Halbzeit war die Hertha-Führung verdient. Dann aber haben wir mehr Druck gemacht und verdient noch den Ausgleich erzielt." Sein Gegenüber Pal Dardai war natürlich enttäuscht, kam aber schnell über das späte Tor hinweg: "Wir konnten den Bayern gut Paroli bieten. Das lässt hoffen für das nächste Spiel."
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