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03.01.2017, 12:32

Defensivformation finden, Muto einbinden

Mainzer Baustellen in Marbella

An diesem Mittwoch startet der 1. FSV Mainz 05 ins Trainingslager nach Marbella. An der Costa del Sol bereiten sich die Rheinhessen auf die verbliebenen 18 Bundesligapartien vor. Trainer Martin Schmidt wird den Fokus in Südspanien vor allem auf drei Aspekte legen.

Nehmen die Mainzer die internationalen Ränge ins Visier? Martin Schmidt hat im Trainingslager viel Arbeit.
Nehmen die Mainzer die internationalen Ränge ins Visier? Martin Schmidt hat im Trainingslager viel Arbeit.
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1. Defensivformation finden

Immer wieder musste der Schweizer ob der Europa-League-Belastung rotieren. Das ist nun vorbei. "Wir wollen schon Kontinuität haben", betonte Schmidt einen Tag nach dem letzten Spiel vor der Winterpause, dem 0:3 bei Eintracht Frankfurt. Die bislang 30 Gegentore sowie wiederholte Unsicherheiten bei Schlussmann Jonas Lössl führte Schmidt immer wieder auch auf die Rotation zurück. Eine Stammviererkette soll das Defensivgebilde stabilisieren, ähnlich wie in der Rückrunde 2015/16, als es nur 19 Gegentreffer in 17 Partien gab. Gesetzt sein dürfte im Zentrum Stefan Bell, daneben hat sich Alexander Hack, der laut dem Trainer "auf der Überholspur" ist, zuletzt einen kleinen Vorsprung vor Leon Balogun und Kapitän Niko Bungert erarbeitet. Da KSC-Linksverteidigertalent Marin Sverko erst im Sommer kommt, herrscht auf den Bahnen weniger Konkurrenzdruck - allerdings ist der flexible Daniel Brosinski in der Lage, sowohl Giulio Donati (rechts) als auch Gaetan Bussmann (links) Beine zu machen, respektive sich selbst einen Startplatz zu verdienen.

2. Abhängigkeit von Cordoba reduzieren

Soll wieder Wettkampfhärte erreichen: Yoshinori Muto.
Soll wieder Wettkampfhärte erreichen: Yoshinori Muto.
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Zwei Spiele verpasst Jhon Cordoba wegen seiner Roten Karte in Frankfurt. Die besten Chancen, für den Kolumbianer zu beginnen, hat Yoshinori Muto, der nach langer Verletzungspause in Marbella endlich wieder Wettkampfhärte erreichen soll. Emil Berggreen wird nach einjährigem Krankenstand (Innenbandprobleme, Kreuzbandriss) allerhöchstens auf Jokereinsätze kommen, Aaron Seydel ist mit knapp zwei Metern die Variante für die Brechstange auf der Neun. Schmidt bemängelte zuletzt fehlende Schärfe im Angriff. Die hing auch damit zusammen, dass Cordoba zwischenzeitlich Alleinunterhalter in vorderster Front war. Der 23-Jährige wirkte phasenweise überspielt, rieb sich mit seinem kraftaufwändigen Stil auf - ein eiskalter Torjäger ist Cordoba trotz seiner vielen Talente nicht, direkt vor des Gegners Hütte agiert Muto schlitzohriger, effizienter. Doch gerade ob des von Schmidt bevorzugten Stils mit vielen langen Bällen war eine gewisse Abhängigkeit von Cordoba auszumachen. Die muss der 49-Jährige reduzieren, sonst ist das Mainzer Offensivspiel zu einfach zu lesen.

3. Konstruktives Spiel mit Ball etablieren

Direkt mit dieser Berechenbarkeit zusammen hängt die Mainzer Fokussierung auf Umschaltmomente. Nur wenige Bundesligisten beherrschen das schnelle Konterspiel so wie die Nullfünfer. Doch gegen tief stehende Teams tun sich Yunus Malli und Co. nach wie vor schwer. Vor allem im letzten Drittel gelingt es Schmidts Schützlingen aus dem Ballbesitz heraus zu selten, das Tempo anzuziehen, Lücken zu reißen und so gefährliche Momente zu kreieren. Ein Aspekt, der schon unter Kasper Hjulmand zu beobachten war. Sein Nachfolger kehrte zurück zu den Mainzer Urtugenden und feierte damit große Erfolge. Es wäre also unsinnig, von diesem Weg abzuweichen. Doch um - wie nach dem Europa-League-Aus beschworen - wirklich wieder die internationalen Ränge in den Fokus zu nehmen, braucht es eben mehr als nur gute Umschaltmomente und gegen bestimmte Mannschaften konstruktives Ballbesitzspiel bis in den gegnerischen Strafraum hinein. Rückkehrer Danny Latza kann hier ein Faktor sein und bei entsprechender Entwicklung José Rodriguez, dem allerdings laut dem Trainer noch eine gewisse Kernigkeit fehlt.

Benni Hofmann

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