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11.12.2016, 19:22

Überblick: FCB und Leipzig tauschen Plätze - Werder überrascht

Kießling bestraft wackere Schalker - Gladbach jubelt

Am 14. Spieltag übernahm der FC Bayern durch das 5:0 gegen Wolfsburg und der gleichzeitigen Niederlage von Spitzenreiter Leipzig beim Schlusslicht Ingolstadt wieder die Tabellenführung. Dortmund ergatterte in Köln einen späten Zähler, der HSV klettert mit dem Heimsieg gegen Augsburg weiter aus dem Keller. Am Sonntag beendete Gladbach gegen Mainz seien Durststrecke, die dezimierten Schalker hatten Leverkusen mehrfach am Rande einer Niederlage, doch dann ließ Kießling Bayer jubeln.

Christensen hilft Gladbach aus der Krise - Mainzer Ärger in der Schlussphase

Aufregung in der Schlussphase: Der Mainzer Ausgleich zählte nicht.
Aufregung in der Schlussphase: Der Mainzer Ausgleich zählte nicht.
© imagoZoomansicht

Im ersten Sonntagsspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FSV Mainz war den Hausherren deutlich anzumerken, dass sie seit acht Pflichtspielen ohne Erfolgserlebnis waren. Die Schubert-Elf agierte im ersten Abschnitt ohne Selbstvertrauen und hatte demnach kaum Abschlüsse. Die Mainzer dagegen tauchten über den flinken Onisiwo zweimal gefährlich auf und hatten etwas Pech, als Strobls Aktion im Strafraum nicht mit Handelfmeter geahndet wurde. Die zweite Halbzeit begann der VfL mit Hazard für Hahn, doch recht viel mehr Offensivschwung entwickelte die Elf vom Niederrhein dadurch nicht. Da auch die Schmidt-Elf das letzte Risiko mied, blieb die Partie lange Zeit ohne Höhepunkte. Dann aber war nach einer Ecke Borussias Abwehrmann Christensen zur Stelle und drückte das Leder zum glücklichen 1:0-Führungstreffer über die Linie. Die Reaktion von Mainz? Joker De Blasis erzielte in der Schlussphase den Ausgleich, doch der Treffer wurde aberkannt - zu Unrecht. Gladbach landet mit dem hauchdünnen Heimsieg einen Befreiungsschlag und verlässt die gefährdete Zone.

Naldo fliegt früh vom Platz - Kießling bestraft wackere Schalker

Aufregung in der Anfangsphase: Schalkes Naldo siegt die Rote Karte.
Aufregung in der Anfangsphase: Schalkes Naldo siegt die Rote Karte.
© Getty Images

Am Sonntagabend rundete Schalke und Leverkusen den 14. Spieltag mit einem glücklichen 1:0-Auswärtssieg für Bayer ab. Schon in der vierten Minute sah der königsblaue Abwehrchef Naldo nach Notbremse an Chicharito die Rote Karte. Wer nun erwartet hätte, die Weinzierl-Elf würde sich einigeln, der sah sich mächtig getäuscht: S04 blieb brandgefährlich, vor allem über den pfeilschnellen Konoplyanka brannte es mehrmals lichterloh in der Bayer-Defensive. Die Elf von Trainer Roger Schmidt wusste mit der nummerischen Überlegenheit wenig bis nichts anzufangen und hatte lediglich eine echte Chance, als Kießling vorbeizielte. Als in der Schlussphase bei den Knappen die Kräfte merklich schwanden, schlug Leverkusens Oldie Kießling per Kopf zu und bestrafte die wackeren Schalker, die ohne Höwedes und Naldo in der Luft den entscheidenden Nachteil verkraften mussten.

Werder überrascht in der Hauptstadt

Serge Gnabry
Erleichterung pur: Werder Bremen holte in Berlin den ersten Auswärtssieg.
© imago

Im Samstagabendspiel standen sich Hertha BSC und Bremen gegenüber. Die Hauptstädter hatten bis dato alle sechs Heimspiele gewonnen und immer mindestens zwei Tore erzielt. Doch davon war gegen die agilen und auf Konter lauernden Bremer kaum etwas zu sehen. In der 41. Minute wurden die Norddeutschen für ihren Fleiß belohnt - allerdings half ein Berliner kräftig mit. Starks Stockfehler nutzte Kruse eiskalt zur Führung, fast mit dem Pausenpfiff kam auch noch Pech bei Hertha dazu: Ibisevic scheiterte am Pfosten. In der zweiten Hälfte entwickelte sich ein unterhaltsamer Schlagabtausch mit mehreren guten Gelegenheiten auf beiden Seiten (Kalou, Ibisevic/Gnabry, Garcia). Werder spielte zahlreiche Kontergelegenheiten zwar nicht konzentriert genug aus oder scheiterte an Keeper Jarstein (Gnabry, 79.), doch die Berliner fanden einfach keine Mittel mehr, um Werder unter Druck zu setzen. Nach dem Schlusspfiff kannte der Jubel über den ersten Auswärtssieg und das erste "zu null" bei den Grün-Weißen keine Grenzen.

Wolfsburg hilflos - bei Müller platzt der Knoten

Die Plätze getauscht: Auch dank Robert Lewandowski schoben sich die Bayern an Leipzig vorbei.
Die Plätze getauscht: Auch dank Robert Lewandowski schoben sich die Bayern an Leipzig vorbei.
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Arnold und Seguin gesperrt, Draxler nicht im Kader, Didavi verletzt und Luiz Gustavo nur auf der Bank - kaum einer rechnete den eh schon kriselnden Wolfsburgern große Chancen beim FC Bayern aus. Und der Rekordmeister wurde seiner Favoritenrolle schnell gerecht: Robben in typischer Manier (18.) sowie Lewandowski (21.) sorgten für die frühe 2:0-Führung, die eigene Abwehr um den in der Innenverteidigung aushelfenden Alaba wurde kaum geprüft. Als Lewandowski in der 58. Minute auf 3:0 stellte, war die Messe in München bereits gelesen. Gegen die wehrlosen Wolfsburger durfte auch Thomas Müller mal wieder jubeln, dem Angreifer gelang in der 76. Minute sein langersehntes, erstes Saisontor. Nach Costas 5:0 (86.) hatte es Wolfsburg endlich überstanden und die Klatsche für die Niedersachsen war perfekt.

Reus trifft zum späten Ausgleich in Köln

Bei den Kölnern meldete sich Goalgetter Modeste rechtzeitig fit für das Schlagerspiel gegen Dortmund. Es war aber dessen Sturmkollege, der nach einer äußerst tempo- und chancenreichen Anfangsphase zuschlug. Die BVB-Abwehr machte bei Rudnevs' Kopfballtreffer keine gute Figur (28.). Kurz nach der Pause hätte Modeste gegen nach dem Rückstand verunsichert wirkende Westfalen auf 2:0 stellen müssen, verfehlte aber das leere Tor nach seinem Dribbling gegen Weidenfeller. Der BVB rannte in der Folgezeit an, fand aber keinerlei Lücken in Kölns Abwehrverbund vor und wirkte mitunter etwas einfallslos. Bis zur 90. Minute: Ramos startete auf rechts durch und bediente Reus, der humorlos zum 1:1 einschob. In der Nachspielzeit sah Özcan die Ampelkarte, direkt nach dem folgenden Freistoß war Schluss in Köln.

Zwei Platzverweise: HSV gelingt der erste Heimerfolg

Zum vierten Mal in Folge startete sowohl bei Hamburg als auch bei Augsburg dieselbe Elf. Der HSV strahlte mehr Offensivkraft aus, klare Chancen blieben aber in der ersten Hälfte Mangelware. Dafür im Fokus: Dominik Kohr: Der Augsburger trat den am Boden liegenden Kostic auf den Oberschenkel, kam aber straffrei davon (5.). Kurz vor der Pause beförderte er Holtby mit einem regelrechten Catchergriff zu Boden. Dem Hamburger brannten darauf die Sicherungen durch, wegen eines Ellbogenschlags sah er die Rote Karte, während Kohr nicht mal Gelb sah. In Überzahl kam Augsburg in der 52. Minute durch Altintop erstmals zu einer Riesengelegenheit, die der Angreifer allerdings kläglich vergab. Ab der 66. Minute war die Gleichzahl wieder hergestellt - ausgerechnet Kohr sah Gelb-Rot. Nur zwei Minuten später gelang Kostic nach Müllers Pfostenschuss die Führung für die Hamburger, die bis zum Ende Bestand hatte. Der HSV feiert damit den zweiten Sieg in Folge und den ersten Heimsieg der Saison.

Ingolstadt fügt Leipzig die erste Liganiederlage zu

Letzter gegen Erster: Leipzig ging als klarer Favorit in die Partie bei Ingolstadt, zumal auch der unter der Woche angeschlagene Poulsen auflaufen konnte. Doch die Schanzer zeigten Zähne: Roger war schon in der 12. Minute bei einer Standardsituation mit dem Kopf zur Stelle. Ingolstadt machte danach die Räume eng und ließ die einfallslosen Sachsen überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Eine knifflige Szene im FCI-Strafraum gab's erst in der 52. Minute. Sabitzer scheiterte an Torwart Hansen, wurde allerdings kurz nach dem Abschluss von Cohens Grätsche erwischt. Referee Schmidt entschied sich gegen einen Elfmeter. Nach dieser Szene musste Hansen bei den Schanzern verletzt raus, Nyland kam und parierte prompt gegen Forsbergs Schuss (63.). In der 88. Minute hatte erneut Forsberg das 1:1 auf dem Fuß, verfehlte das Gehäuse jedoch aus kürzester Distanz. Bei einer Rudelbildung in der Nachspielzeit sah Leckie Gelb-Rot - es war der letzte Höhepunkt in Ingolstadt. Da die Bayern gewannen, verlor RB den Platz an der Sonne und musste die erste Niederlage quittieren.

Petersen lässt Berndroths Debüt misslingen

Darmstadts Interimscoach Ramon Berndroth nahm im Vergleich zum 0:2 gegen Hamburg satte fünf Änderungen vor, und die Lilien wussten in Freiburg durchaus zu gefallen. Die giftigen Hessen besaßen folgerichtig auch die beste Chance im ersten Durchgang - Fedetskyy scheiterte in der 42. Minute am Pfosten. Die Freiburger legten nach Wiederanpfiff einen Zahn zu und setzten Darmstadt nun unter Druck - Essers Glanzparade gegen Niederlechner bewahrte die Gäste vor dem Rückstand (71.). In der 86. Minute sah Esser allerdings gar nicht gut aus. Bei einem hohen Ball griff der Darmstadt-Schlussmann daneben, Fedetskyy behinderte Petersen beim Abschluss - und Referee Stark entschied auf Elfmeter, den Petersen selbst zum 1:0-Endstand verwandelte. Der SVD hat somit von nun an die Rote Laterne in der Hand.

Festung Olympiastadion

Tabellenrechner 1.Bundesliga

Kampf und Krampf in Frankfurt - Chandler fliegt

Am Freitag trafen sich mit Frankfurt und Hoffenheim zwei Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel - beide hielten mit der Nullnummer in einem äußerst zweikampfintensiven Spiel an der Grenze des Erlaubten ihre Serien: Die Eintracht bleibt zu Hause ungeschlagen (4/3/0), die TSG ist in der laufenden Saison weiter unbesiegt. "Wohin unsere Reise geht, weiß ich nicht, aber dass wir immer noch ungeschlagen sind, ist ein Ausrufezeichen", hatte 1899-Torjäger Wagner vor dem Spiel erklärt. Auf dem Platz setzten die Akteure aber andere Ausrufezeichen. Ruppig ging es zu, unfaire Attacken von Fabian und Abraham wurden nicht mit Karten geahndet. Richtig gute Torchancen in Durchgang eins hatte nur Frankfurts Meier, der jeweils an TSG-Keeper Baumann scheiterte. Hitzig ging es auch in den zweiten 45 Minuten weiter. Viel Kampf und Krampf, wenig Brauchbares nach vorne. Meier und Rebic näherten sich mit ihren Versuchen dem 1899-Tor an - mehr aber auch nicht. Die Kovac-Elf beendete nach Rot für Chandler in Folge einer Rudelbildung die Partie in Unterzahl, aber ohne negative Auswirkung.

kon

 
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1. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München34:933
 
2RB Leipzig29:1233
 
3Hertha BSC22:1427
 
4TSG Hoffenheim25:1426
 
5Eintracht Frankfurt19:1126
 
6Borussia Dortmund32:1625
 
71. FC Köln19:1323
 
8Bayer 04 Leverkusen21:2120
 
9SC Freiburg18:2519
 
10FC Schalke 0418:1617
 
111. FSV Mainz 0523:2617
 
12Bor. Mönchengladbach14:2216
 
13FC Augsburg11:1614
 
14Werder Bremen18:3214
 
15VfL Wolfsburg12:2310
 
16Hamburger SV11:2710
 
17FC Ingolstadt 0411:249
 
18SV Darmstadt 9811:278

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