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29.11.2016, 19:00

Freiburg: Denkzettel für Ignjovski

Pechvogel Kübler und das "befreiende Gefühl"

Lukas Kübler erlebte das 1:4 seines SC Freiburg gegen RB Leipzig von der Bank aus - normalerweise ein doppelt bitteres Erlebnis. Nicht so beim 24-Jährigen, für den das Reservistendasein in einem Pflichtspiel beim SC eine Premiere darstellte, obwohl er schon seit Sommer 2015 dem Verein angehört! Kübler hat eine lange Leidensgeschichte hinter sich. Trotz fehlender Wettkampfpraxis verdrängte er am Freitag allerdings einen fest eingeplanten Sommerneuzugang aus dem 18er Aufgebot.

Lukas Kübler
Arbeitet auf sein Comeback auf dem Platz hin: Lukas Kübler.
© imagoZoomansicht

"Klar, wenn man wieder unten im Stadion mit dabei ist, auf der Bank sitzt und wieder mittendrin ist, ist das natürlich etwas Anderes, als wenn man nur von oben zuschaut. Auf jeden Fall war es auch ein sehr befreiendes Gefühl, wieder soweit und bereit zu sein, reinkommen zu können. Denn wenn man so lange verletzt war wie ich zuletzt, kann man sich das zwischenzeitlich gar nicht mehr vorstellen", sagt Kübler in einem Interview auf der Freiburger Homepage.

Der Rechtsverteidiger hat in der Tat eine selten gesehene, lange Leidenszeit hinter sich. Sein letzter Profieinsatz datiert vom 24. Mai 2015, als er noch im Trikot des SV Sandhausen am 34. Spieltag der damaligen Zweitligasaison beim VfL Bochum (0:0) 90 Minuten abspulte. Nach seinem anschließenden Wechsel in den Breisgau trug Kübler zunächst nur in Testspielen das SC-Trikot. "Ich hatte Schmerzen im Knie, aber es war schwer herauszufinden, woher sie kamen und auch, die Sache in den Griff zu bekommen. Ich bin dann operiert worden, aber letztlich hat es über zehn Monate gedauert, bis die Schmerzen erstmals weg waren", rekapituliert er.

"Man macht sich irgendwann ja auch Sorgen"

Eine ganze Saison außen vor zu sein, nagt natürlich auch an der Psyche. Kübler: "Natürlich ist das nicht leicht, man macht sich irgendwann ja auch Sorgen, wie es weitergeht. Deshalb muss man im Kopf stark bleiben, das ist das Entscheidende. Die Familie und Freunde helfen natürlich auch." Eine mentale Veränderung an sich hat er auch festgestellt: "Man ist danach ein bisschen dankbarer, wenn man trainiert oder spielt und keine Schmerzen mehr hat. In manchen Phasen ist man ja schon auch ein Stück weit weg von der Mannschaft, weil man nicht zusammen trainiert oder zu anderen Zeiten da ist."

Die erste Erlösung erlebte der gebürtige Bonner dann im September 2016, als er in der Oberliga Baden-Württemberg für die U23 des SC wieder auf dem Rasen stehen durfte. Weiter Einsätze für die Zweite folgten, ehe ihn eine Adduktorenzerrung ausbremste. Eine fast programmierte Antwort des Körpers auf die Rückkehr in die Wettkampf-Belastung, die auch Kübler locker sieht: "Das war nicht weiter problematisch, denn die Zeit hast du dann auch noch."

Nun ist Kübler seit einer gefühlten Ewigkeit wieder körperlich auf der Höhe. Wann ihm Trainer Christian Streich indes zu seinem Bundesliga-Debüt verhilft, steht in den Sternen. "Ich mache mir da keinen Druck. Wenn er mich reinbringt, bin ich auf jeden Fall bereit. Das ist die Hauptsache. Und wenn es soweit ist, dann stehe ich auf dem Platz, gebe Gas und freue mich."

Denkzettel für Ignjovski

Immerhin hat es Kübler bereits geschafft, einen Positionskonkurrenten auf die Tribüne zu verdrängen. Trotz großer Personalprobleme schafft es nämlich Aleksandar Ignjovski am Freitagabend nicht ins 18er Aufgebot. Ein Denkzettel für den Serben, der im Sommer mit der Erfahrung von bereits 98 Bundesliga-Einsätzen ursprünglich als Verstärkung für 750.000 Euro von Eintracht Frankfurt geholt wurde. Bisher bleibt er im Breisgau deutlich hinter den Erwartungen zurück. Lediglich auf drei Liga-Einsätze kam Ignjovski (kicker-Notenschnitt 4,17), hinten rechts hat Pascal Stenzel deutlich die Nase vorne. Sollte dieser, aus welchen Gründen auch immer, künftig ersetzt werden, könnte Küblers Stunde womöglich schneller schlagen als erwartet.

Carsten Schröter

 

kicker

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