Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
05.07.2016, 00:03

Transfer des Bremer Stürmers so gut wie perfekt

Geldregen für Werder: Ujah erliegt Lockruf aus China

Der Deal ist so gut wie perfekt und damit die Überraschung bei Werder Bremen: Torjäger Anthony Ujah wird vermutlich recht bald nach China wechseln - gegen eine satte Ablösesumme. Das Geld braucht Werder in einem anderen Mannschaftsteil.

Anthony Ujah
Im Winter lehnte er einen Wechsel nach China noch ab - jetzt sieht es anders aus: Anthony Ujah.
© picture allianceZoomansicht

Mehrere Klubs aus dem Land der Mitte haben den Bremer Torjäger auf die Wunschliste gesetzt. Wie der kicker erfuhr, dürfte Liaoning FC, der Klub, zu dem im Winter Assani Lukimya gewechselt ist, den Zuschlag erhalten. Als Ablöse ist die Summe im Gespräch, die vor fünf Monaten für den Stürmer aus Nigeria geboten worden ist: 13 Millionen Euro, was für den finanziell darbenden Erstligisten ein lukratives Geschäft wäre.

Ein Internet-Portal aus Ujahs Heimat brachte am Montag die Meldung des bevorstehenden Wechsels. Der kicker erhielt die Bestätigung für den Coup, der hinter den Kulissen eingefädelt wird. Bei Werder gab es keine offizielle Stellungnahme. Es darf davon ausgegangen werden, dass das Geschäft noch in dieser Woche in trockenen Tüchern ist. Der 25-Jährige dürfte wohl kaum beim Trainingsstart am Freitag noch in Bremen sein.

Im Winter hatten Ujah und Werder die Offerte noch abgelehnt

Schon im Winter hatten die Chinesen, die auf dem internationalen Markt mobil machen und Stars aus aller Herren Länder mit Unsummen locken, den Werder-Angreifer auf die Wunschliste gesetzt. Damals lehnten sowohl der Spieler als auch der Klub die Offerte ab. Obwohl die aufgerufenen Summen beeindruckten: 13 Millionen Euro Ablöse waren im Gespräch sowie ein Jahresgehalt von sechs Millionen Euro. In ähnlicher Größenordnung soll sich der sich anbahnende Transfer auch jetzt bewegen. Ein sehr lukratives Geschäft für Werder. Vor einem Jahr musste "nur" die festgeschriebene Ablöse von 4,5 Millionen Euro an den 1. FC Köln überwiesen werden.

Nun erliegt Ujah dem Lockruf des Geldes aus China, wo gleich mehrere Vereine um den Bundesligaspieler werben. "Ich komme aus Afrika", hatte der Spieler zu Beginn der Rückrunde das damalige Angebot kommentiert, "bei einem solchen Angebot machst du dir schon Gedanken."

In der Rückrunde war Ujah zum Joker geworden

Ursprünglich wollte Ujah, so sah es sein Karriereplan vor, mindestens noch ein Jahr bei Werder bleiben. Doch nun hat er umgedacht. Seinen Entschluss mag entscheidend die Entwicklung in der Rückrunde beeinflusst haben. Der Offensivmann war nur noch Stürmer Nummer zwei hinter dem aufblühenden Claudio Pizarro. Trainer Viktor Skripnik änderte das System, nominierte im 4-1-4-1 nur eine echte Spitze. Ujahs Tragik: Er saß meist auf der Bank, kam höchstens als Joker zum Einsatz. Dabei liest sich seine Bilanz im grün-weißen Trikot recht gut: elf Tore und fünf Assists bei 32 Einsätzen, dazu noch drei Treffer im Pokal. Sein persönlicher Höhepunkt dabei: Im letzten Saisonspiel gegen Frankfurt half er bei der Vorbereitung des Siegtreffers durch Papy Djilobodji maßgeblich mit, den Klassenverbleib zu sichern.

Alle Jahre wieder bei Werder. Wie im Vorjahr wird der Nord-Klub einen der besten Stürmer verkaufen. Im Sommer 2015 gingen erst Davie Selke (zu RB Leipzig), später Franco di Santo (zu Schalke 04). Auch diese Transfers brachten reichlich Geld in die Kasse. So ist es nun auch. Geld, das Geschäftsführer Frank Baumann gut gebrauchen kann bei der Suche nach Innenverteidigern, die dringend benötigt werden.

Im Sturm herrscht auch ohne Ujah kein Notstand

Im Sturm sind die Hanseaten dagegen gut besetzt - auch nach dem Weggang Ujahs. Altmeister Pizarro hat verlängert, Aaron Johannsson wird nach seiner chronischen Hüftverletzung zurückerwartet, dazu wurden Rückkehrer Lennart Thy von St. Pauli und Justin Eilers von Dynamo Dresden verpflichtet, zudem Talent Johannes Eggestein gehalten. Also: Es herrscht kein Notstand in der vorderen Reihe.

Hans-Günter Klemm

Pulisic auf Rang vier - Pavard "nur" Top 20
Dembelé vor De Bruyne: Bundesliga-Rekordtransfers
Mario Götzes Transfer ist durch, die Wechsel von André Schürrle und Leroy Sané stehen bevor - wieder einmal bewegt die Bundesliga Millionen. Wer sind die Rekordmänner bisher? Schürrle taucht schon jetzt zweimal auf...
Die teuersten Bundesliga-Spieler

Christian Pulisics Wechsel nach London ist der nächste Millionen-Deal, an dem ein Bundesliga-Klub beteiligt ist. Wer sind die Rekordmänner bisher?
© imago

vorheriges Bild nächstes Bild
 

12 Leserkommentare

oh10
Beitrag melden
05.07.2016 | 14:00

@ Mark888

von Köln nach Mainz...?
Mark888
Beitrag melden
05.07.2016 | 13:19

Ujahs Wechsel von Köln nach Mainz war völlig okay. Er wollte spielen.
Nach Bremen ist er nur wegen Gel[...]
Glenn-88
Beitrag melden
05.07.2016 | 12:14

Falsche Überschrift

Da konnte wohl eher Werder nicht dem lockruf des Geldes wiederstehen.
Ujah vorwürfe zu machen fin[...]
Beitrag melden
05.07.2016 | 11:36

@OPSler

@OPSler: Bitte aufmerksamer lesen. Ich habe nicht gesagt "er erlangt Sicherheit". Ich habe gesagt "er [...]
micharichter
Beitrag melden
05.07.2016 | 10:49

War doch klar

Ich kann Nexus46 nur recht geben, er war in Köln auch schon als Söldner verschrien.
Allein wie der wechs[...]

Seite versenden
zum Thema

weitere Infos zu Ujah

Vorname:Anthony
Nachname:Ujah
Nation: Nigeria
Verein:1. FSV Mainz 05
Geboren am:14.10.1990


DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel kicker MeinVerein Voice & VR eMagazine