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19.05.2016, 14:32

Für beide Vereine stehen hohe TV-Gelder auf dem Spiel

Relegation: Für Frankfurt und Nürnberg geht es um Millionen

34 Spieltage sind vorüber, für Frankfurt und Nürnberg ist die Saison aber nicht vorbei. Es geht um viel. Vor allem aber auch um viel Geld. Die Hessen kämpfen in den Relegationsspielen am heutigen Donnerstag und am kommenden Montag um 22,4 Millionen Euro. Für den Club geht es um 16,68 Millionen.

TV-Kamera bei einem Bundesligaspiel
In der Relegation steht für die Vereine viel Geld aus der TV-Vermarktung auf dem Spiel.
© imagoZoomansicht

Eintracht Frankfurt kämpft in den Relegationsspielen gegen Zweitligist 1. FC Nürnberg am Donnerstag und am kommenden Montag um 22396769 Euro. Packt die Eintracht den Klassenerhalt, sind ihr aus der nationalen Vermarktung der Medienrechte durch die DFL in der kommenden Saison 28 998 100 Euro sicher. Dazu kommen aus der internationalen Vermarktung der DFL 2,5 Millionen Euro (erhält jeder Bundesligaklub) und durch die Teilnahme an der Europa League in der Saison 2013/14 (berechnet nach der Fünfjahreswertung der UEFA) mindestens weitere 2880769 Euro.

Steigt Frankfurt ab, fallen die internationalen Vermarktungserlöse weg

Sollte Frankfurt in die 2. Liga absteigen, fallen die internationalen Vermarktungserlöse in Höhe von mindestens 5380769 Euro weg. Denn an diesen Einnahmen sind die 18 Vereine der 2. Liga mit insgesamt lediglich 1,8 Millionen Euro beteiligt. Aus der nationalen Vermarktung würde Frankfurt in der 2. Liga nur noch 11982100 Euro erhalten.

Für den 1. FC Nürnberg geht es in der Relegation um 16,680 Millionen Euro. Der Club würde im Aufstiegsfall in der Fünfjahreswertung der DFL mit seinem Konto von 261 Punkten Aufsteiger RB Leipzig, Darmstadt 98 und den FC Ingolstadt hinter sich lassen und aus der nationalen Vermarktung 24,815 Millionen Euro erhalten; dazu kommt der Pauschalbetrag von 2,5 Millionen Euro aus der internationalen Vermarktung. Der Gesamtsumme von 27,315 Millionen Euro stehen in der Saison 2016/17 nur 10,635 Millionen Euro gegenüber - wenn Nürnberg in der 2. Liga bleibt. Denn dort würden die Franken als Tabellendritter der Fünfjahreswertung in die kommende Saison gehen - hinter den beiden Bundesliga-Absteigern Hannover 96 und VfB Stuttgart.

Verteilungsgrundlage: So funktioniert die Fünfjahreswertung

Die Fünfjahreswertung der DFL ist die seit Jahren bewährte Grundlage für die Verteilung der nationalen Vermarktungserlöse an die 36 Profivereine. Die Tabelle errechnet sich nach den Platzierungen der Klubs am Ende der aktuellen Saison und in den vier vorangegangenen Spieljahren. In einer gemeinsamen Tabelle beider Ligen erhält der Meister 36 Punkte und der Letzte der 2. Liga einen Punkt.

Diese Punkte werden mit den Faktoren "mal 5" (aktuelle Saison), "mal 4" (vorangegangene Saison) bis hinunter zu "mal 1" für die fünf Jahre zurückliegende Spielzeit multipliziert und dann zur Erstellung der Fünfjahrestabelle addiert.

Der Erste in der Fünfjahreswertung (seit Jahren Rekordmeister Bayern München) erhält von den nationalen Vermarktungserlösen 5,80 Prozent, der 36. in dieser Tabelle 0,75 Prozent. Diese Staffelung garantiert den Bundesligaklubs 80 Prozent der Gesamterlöse, an die Vereine der 2. Liga gehen 20 Prozent. Ob dieser Verteilungsschlüssel auch mit dem bis zum EM-Beginn am 10. Juni abgeschlossenen neuen TV-Vertrag für die Spielzeiten 2017/18 bis 2020/21 bestehen bleibt, ist seit Monaten das heiß umkämpfte Thema der 36 Profiklubs.

In der Saison 2016/17 werden aus der nationalen Vermarktung 709 Millionen Euro an die 36 Klubs ausgeschüttet. Diese Summe setzt sich aus der Vergabe der audiovisuellen Rechte (673 Millionen Euro) sowie Erlösen aus der
Gruppenvermarktung/Ligasponsoring (z. B. Ligaball/Adidas, 36 Millionen Euro) zusammen.

Hertha BSC macht den größten Sprung

Den größten Sprung in der Fünfjahreswertung hat nach einer erfolgreichen Saison Hertha BSC gemacht, auch wenn es am Ende nicht zu einer sensationellen Qualifikation für die Champions League gereicht hat. Als 15. in dieser Tabelle waren die Berliner in die Saison gestartet, kassierten in der abgelaufenen Spielzeit 24,367 Millionen Euro aus den TV-Verträgen. Als Tabellenelfter startet Hertha dann am letzten Wochenende im August in die Saison 2016/17 und erhält exakt 30 274 300 Euro. Ein Zuwachs in Höhe von gut 5,9 Millionen Euro. Mit der Qualifikation für die Europa League greift man in der nächsten Saison nach den Fleischtöpfen der internationalen Vermarktung der DFL. Jeder Punkt, der in der Europa League errungen wird, ist ab der Saison 2017/18 über insgesamt fünf Spielzeiten bares Geld wert...

Internationale Vermarktung: Absteiger trifft es doppelt hart

Internationale Vermarktung: In dieser Saison hat die DFL hier knapp 160 Millionen Euro eingenommen. Die 18 Vereine der 2. Liga erhalten insgesamt 1,8 Millionen Euro aus diesem Topf in einer Spanne von 152 100 Euro für Meister SC Freiburg bis zu 67 500 Euro für den Tabellenletzten und Absteiger dieser Saison. Die nicht an europäischen Wettbewerben beteiligten Erstligisten werden pauschal mit 2,5 Millionen Euro an der internationalen Vermarktung beteiligt. Am stärksten profitieren natürlich die in den vergangenen fünf Jahren (2010/11 bis 2014/15) an einem der europäischen Wettbewerbe beteiligten Bundesligisten:

FC Bayern 31 513 462 Euro

Schalke 04 22 768 269 Euro

Bor. Dortmund 20 196 154 Euro

Bay. Leverkusen 18 138 462 Euro

Hannover 96 8 981 731 Euro

VfB Stuttgart 7 644 231 Euro

Bor. Mönchengladbach 8 821 154 Euro

VfL Wolfsburg 5 792 308 Euro

Eint. Frankfurt 5 380 769 Euro

Werder Bremen4 361 923 Euro

Mainz 05 2 911 538 Euro

Die Bundesliga-Absteiger trifft es bei der Verteilung der Vermarktungserlöse doppelt hart. Hannover erhält in der 2. Liga nur noch 11 982 100 Euro aus der nationalen Vermarktung, beim Klassenerhalt wären es kommende Saison 28 998 100 Euro gewesen. Daneben entfällt die Beteiligung an den internationalen Geldern von 8 981 731 Euro - der Abstieg kostet Hannover also knapp 28,7 Millionen Euro. Der VfB Stuttgart bekommt in der 2. Liga noch 11 273 100 Euro statt 26,2 Millionen Euro in der Bundesliga und verliert international etwa 5,15 Millionen Euro. Der Abstieg kostet die Schwaben somit rund 20,1 Millionen Euro. Dazu kommen bei den Absteigern geringeren Einnahmen aus Sponsoring und Ticketing.

Rainer Franzke

 
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Vereinsdaten

Vereinsname:Eintracht Frankfurt
Gründungsdatum:08.03.1899
Mitglieder:45.105 (01.07.2017)
Vereinsfarben:Rot-Schwarz-Weiß
Anschrift:Mörfelder Landstraße 362
60528 Frankfurt/Main
Telefon: 0800 - 7431899
Telefax: (0 69) 95 50 31 10
E-Mail: info@eintrachtfrankfurt.de
Internet:http://www.eintracht.de

Vereinsdaten

Vereinsname:1. FC Nürnberg
Gründungsdatum:04.05.1900
Mitglieder:16.394 (01.07.2017)
Vereinsfarben:Rot-Weiß
Anschrift:Valznerweiherstraße 200
90480 Nürnberg
Telefon: (09 11) 94 07 91 00
Telefax: (09 11) 94 07 95 10
E-Mail: info@fcn.de
Internet:http://www.fcn.de


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