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29.04.2016, 16:24

Hannover: Bader und Kind finden Konsens

Die Logik hinter dem "Ja" zu Stendel

Bundesliga-Absteiger Hannover 96 hat sich festgelegt: Daniel Stendel wird vom Interims- zum Cheftrainer befördert und erhält einen Vertrag bis 2018. Wie kam es zu dieser Entscheidung? Eine Einordnung.

Daniel Stendel
Nahm seine Arbeit befreit, unbeschwert und authentisch in Hannover auf: Daniel Stendel.
© picture allianceZoomansicht

Zu verlieren hatte er nichts mehr, das hatten seine Vorgänger Michael Frontzeck und Thomas Schaaf ihm schon abgenommen. Als Daniel Stendel kam, war Hannover abgestiegen. Noch nicht rechnerisch, aber doch mehr als nur gefühlt. Vielleicht hat auch diese Gewissheit dazu beigetragen, dass der Interimscoach befreit, unbeschwert und authentisch seine Arbeit verrichtet und - wie es heute so schön heißt - die Mannschaft dabei mitgenommen hat. "Einfach Bock" habe er, wie er mehrfach betonte, auf diesen Job. Nun darf er ihn per Vertrag als Cheftrainer zunächst bis 2018 ausüben.

"Bei meiner Handlungsempfehlung werde ich einer gewissen Logik folgen", hatte Martin Bader in diesen Tagen davon berichtet, wie er die Trainerentscheidung bei 96 vorbereite. Damit meint der Geschäftsführer den Entwicklungsprozess der vergangenen Wochen, in denen der 42-Jährige mit Auftreten, Maßnahmen und nicht zuletzt Ergebnissen seine Chance als Dauerlösung zu Recht kontinuierlich erhöhte.

Gemeinsames "Ja" von Bader und Kind

Eine Logik hinter Stendel besteht aber auch in einer anderen Hinsicht: Bader und Klubboss Martin Kind haben ganz politisch einen Konsens erreicht. Keiner von beiden geht beschädigt aus der Trainersuche hervor, keiner muss sich rechtfertigen. Kind als alleinverantwortlicher Gesamt-Geschäftsführer hätte wohl Bauchschmerzen gehabt, einem Kandidaten zuzustimmen, den allein Bader - als Geschäftsführer Sport bisher mit wenig Fortune bei Personalentscheidungen - ausgesucht hätte. Doch Kind wollte Bader wiederum auch keinen Trainer vorsetzen, der dem 72-Jährigen von seinen Freunden und den wenigen wirklich sachkundigen Beratern im Umfeld angedient wurde. Der Klubboss hätte dem Vorwurf, Manager bei 96 hätten unter seiner Führung wenig zu sagen, Vorschub geleistet. Auch so erfolgte schließlich das gemeinsame "Ja" zu Daniel Stendel, gegen das nach den jüngsten Entwicklungen kein öffentlicher Aufschrei zu erwarten war.

Stendels Auftrag ist klar

Nun aber muss dieses Profitrainer-Greenhorn mit einer neuen Situation klar kommen. Der Druck ist in der kommenden Saison ungleich größer als jetzt. Sofortiger Wiederaufstieg lautet dann der Auftrag. Stendel muss eine neue Mannschaft bauen, mit einer neuen Philosophie und einem tauglichen Konzept für den schwierigen Weg durch die 2. Liga. Ob das mit ihm funktioniert? Trotz der guten Vorzeichen kann das keiner heute schon wissen. Aber das hätte auch für alle anderen Kandidaten in Hannover gegolten.

Michael Richter

 
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weitere Infos zu Stendel

Vorname:Daniel
Nachname:Stendel
Nation: Deutschland

Vereinsdaten

Vereinsname:Hannover 96
Gründungsdatum:12.04.1896
Mitglieder:22.000 (01.07.2018)
Vereinsfarben:Schwarz-Weiß-Grün
Anschrift:Robert-Enke-Straße 1
30169 Hannover
Telefon: (05 11) 96 90 0 96
Telefax: (05 11) 96 90 0 796
E-Mail: info@hannover96.de
Internet:http://www.hannover96.de


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