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29.03.2016, 15:39

Werder-Spieler sind jetzt fitter als in der Hinrunde

Skripnik: Bloß keine neue Blamage!

Nimmt man Viktor Skripnik beim Wort, dann hat Werders Chefcoach die Partie am kommenden Samstag in Dortmund schon abgehakt. Zumindest in Bezug auf einen möglichen Überraschungscoup beim Tabellenzweiten: "Der Favorit soll oder kann gewinnen", sagt der Ukrainer, "aber es darf nicht wieder so einfach werden. Wir wollen uns teurer verkaufen als bei der Blamage in München." Offiziell ist der Fußballlehrer also von vornherein nur auf Schadensbegrenzung aus - ob das die richtige Marschroute sein kann, muss sich zeigen.

Viktor Skripnik
"Wir müssen liefern": Bremens Trainer Viktor Skripnik.
© imagoZoomansicht

Und noch mit einer weiteren Äußerung sorgte Skripnik am Dienstag für Aufsehen: Seit Ende der Hinrunde hätten sich die Fitnesswerte seiner Profis signifikant verbessert, offenbar auch infolge der Einstellung von Leistungsdiagnostiker Axel Dörrfuß im Herbst. Der Umkehrschluss liegt auf der Hand: Während der verkorksten Hinrunde waren die Grün-Weißen schlichtweg nicht fit.

"Die Fitnesstrainer sind begeistert, wie es bei uns läuft, die Laufbereitschaft und Zweikampfwerte sind viel besser geworden", so Skripnik. "Leider hat das noch nicht genügend Punkte gebracht. Aber wir arbeiten weiter hart, und ich bin zuversichtlich, dass sich das auszahlt." Im Sommer hatten die Grün-Weißen Jörn Heineke als neuen Athletikcoach präsentiert, der öffentlichkeitswirksam und ausgiebig auf Übungen aus dem Bereich "Crossfit" setzte - ein Trend, der auch in Fitness-Studios immer populärer wird. Die fußballspezifische Fitness litt offensichtlich, das Trainerteam der relativ unerfahrenen Fußballlehrer Skripnik/Frings/Kohfeldt zahlte in dieser Beziehung Lehrgeld.

Jetzt ist die Psyche gefragt

Mittlerweile, so Skripnik, gebe es an der Physis nichts mehr auszusetzen, im Gegenteil. Dafür ist sieben Spieltage vor Schluss die Psyche im Abstiegskampf mehr denn je gefragt. "Die Einstellung muss diesmal stimmen", fordert Skripnik, um beim BVB ein erneutes Debakel wie in München zu vermeiden. Dort, so der Coach, "haben mehrere Stammspieler gefehlt, deshalb war auf dem Platz der Glaube nicht da, etwas Positives erreichen zu können". Doch ob Skripnik mit seiner Forderung nach Schadensbegrenzung nun das Selbstvertrauen stärkt oder gar Leidenschaft entfacht?

Wir haben alles unter Kontrolle

Dabei hat der Coach nüchtern betrachtet sicher Recht: Werders Tordifferenz (-18) ist jetzt schon die mit Abstand schlechteste aller Konkurrenten um Platz 15. Eine weitere "Klatsche" könnte sich am Ende als fatal erweisen. Und nach Dortmund warten auf Werder, mit Ausnahme des Heimspiels gegen Wolfsburg, nur noch "Gegner auf Augenhöhe", wie Skripnik festhält. Seine Einschätzung: "Das Restprogramm sieht für uns besser aus als bei manchen anderen. Wir haben alles unter Kontrolle. Aber: Wir müssen liefern." Am besten allerdings schon in Dortmund.

Thiemo Müller

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weitere Infos zu Skripnik

Vorname:Viktor
Nachname:Skripnik
Nation: Ukraine
Verein:Werder Bremen

Vereinsdaten

Vereinsname:Werder Bremen
Gründungsdatum:04.02.1899
Mitglieder:36.500 (01.07.2016)
Vereinsfarben:Grün-Weiß
Anschrift:Franz-Böhmert-Straße 1c
28205 Bremen
Telefon: (04 21) 43 45 90
Telefax: (04 21) 49 35 55
E-Mail: info@werder.de
Internet:http://www.werder.de