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24.03.2016, 09:00

Darmstadt: Präsident Fritsch im großen kicker-Interview

"Wieso macht man als Schiedsrichter Zugeständnisse?"

Rüdiger Fritsch führt ein anstrengendes Leben. Als Wirtschaftsjurist arbeitet er in der Frankfurter Kanzlei Winterstein, als Präsident führt er den Überraschungsaufsteiger Darmstadt 98. Abstiegskampf, Umstrukturierung des Vereins, Stadionneubau, die bevorstehende Präsidentenwahl und Ärger über die Schiedsrichterleistungen - es gibt viele Themen, die den 54-Jährigen durch den Alltag begleiten.

Rüdiger Fritsch
Im großen kicker-Interview: Darmstadts Präsident Rüdiger Fritsch.
© imagoZoomansicht

Im großen "Interview der Woche", das an diesem Donnerstag im kicker erscheint, erklärt Fritsch ausführlich, weshalb er und Dirk Schuster nach dem vergangenen Heimspiel gegen Augsburg öffentlich erstmals deutlich die Schiedsrichterleistungen kritisiert haben.

"Wir würden gerne, auch wenn wir in dem großen Konzert Bundesliga sicherlich keine besonders wichtige Rolle spielen, sachlich und fair behandelt werden", betont das Vereinsoberhaupt und fragt: "Wieso macht man als Schiedsrichter Zugeständnisse? Die landläufige Meinung lautet: Weil vorher ein Fehler passiert ist. So war das in unserem Spiel auch, nachdem Caiubys Kopfballtor nicht gegeben wurde, kam es zu der Konzessionsentscheidung mit dem wirklich lächerlichen Elfmeter gegen uns. Doch das darf grundsätzlich nicht sein."

Fritsch räumt allerdings auch ein, dass die Bundesliga-Schiedsrichter einen sehr schweren Job haben. Nicht ganz unschuldig daran seien die Profikicker selbst: "Muss ich wirklich bei jedem kleinen Zupfer hinstürzen?" Allerdings würden Schiedsrichter die Schauspielerei auch nicht konsequent genug unterbinden.

Der Präsident moniert: "Bestimmte Situationen könnten besser eingeschätzt werden. Wenn ein Spieler einer Mannschaft, die 1:0 führt, in der Nachspielzeit auf die Eckfahne zuläuft, versucht, den Ball zu sichern, und in dem Moment, in dem er den Atem des Verteidiger auch nur spürt, auf den Ball fällt, dann weiß doch jeder, der mal Fußball gespielt hat, genau, was da ablaufen soll. Da stellt sich die Frage, ob so ein Verhalten auch noch belohnt wird? Diese Einschätzung fehlt mir manchmal. Aber der Ursprung ist natürlich eher bei den Spielern zu sehen, die manchmal mehr draus machen, als es ist."

Die Schiedsrichterleistungen sind allerdings nur ein Gesprächsthema von vielen. Im September 2016 steht die Präsidentenwahl an. Warum Fritsch noch gut überlegt, ob er erneut antritt, erklärt er ausführlich. Ein Grund: "Formal sind wir noch immer aufgestellt wie ein Kegelverein."


Außerdem spricht Fritsch im kicker-Interview über den kollektiven Ausschluss der Eintracht-Fans beim Derby-Rückspiel in Darmstadt, den geplanten Stadion-Neubau und natürlich den Kampf um den Klassenerhalt, für den er die Lilien gut gerüstet sieht. "Ich glaube, dass der Abstiegskampf per Zielfoto entschieden wird", rechnet der Vorsitzende mit einem spannenden Rennen bis zum Schluss.

Julian Franzke

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Vereinsdaten

Vereinsname:SV Darmstadt 98
Gründungsdatum:22.05.1898
Mitglieder:7.600 (01.07.2016)
Vereinsfarben:Blau-Weiß
Anschrift:Nieder-Ramstädter Straße 170
64285 Darmstadt
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