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21.03.2016, 13:00

Bremen: Abwehrspieler droht nun nachträglich eine Sperre

DFB ermittelt offiziell gegen Djilobodji

Nun ist es offiziell. Der DFB hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Bremer Papy Djilobodji eingeleitet, der sich im Spiel gegen Mainz 05 die unmögliche "Kopf-ab-Handbewegung" geleistet hatte. Wie erwartet steht Werder damit erneut in Kontakt mit dem Sportgericht. Neue Aufregung an der Weser zu Beginn der Länderspielpause, zumal dem Profi aus dem Senegal eine Sperre droht.

Papy Djilobodji
Schwieg am Wochenende zu den Vorwürfen: Bremens Papy Djilobodji muss sich vor dem Kontrollausschuss erklären.
© imagoZoomansicht

"Ich befürchte nichts", hatte Thomas Eichin in einer ersten Stellungnahme gemeint, als er auf ein mögliches Ermittlungsverfahren des Kontrollausschusses kurz nach der Partie gegen Mainz angesprochen worden ist. Der Bremer Geschäftsführer ging zunächst verbal in die Offensive, doch schon am Sonntag sah er die Angelegenheit etwas anders. "Wenn es so kommen sollte, so werden wir uns äußern."

Es kam, wie es kommen musste nach dieser unsäglichen Geste der Leihgabe aus Chelsea. "Krass sportwidriges Verhalten", so lautet erwartungsgemäß die Anklage an Djilobodji, der mit seinem unmöglichen und martialischen Fingerspiel gegenüber Gegenspieler Pablo De Blasis die Grenzen des Anstands und der Unfairness überschritten hatte. Der Kontrollausschuss konnte aktiv werden, nachdem Manuel Gräfe, der Schiedsrichter, auf Befragen hin zugegeben hatte, diese Szene nicht gesehen zu haben.

Übeltäter Djilobodji muss sich nun erklären. Am Wochenende stand der Innenverteidiger nicht für Interviews zu Verfügung. Am Dienstag will er in einer Medienrunde im Stadion erstmals zum Vorfall Stellung nehmen. Es ist zu erwarten, dass er sich dann so äußert, wie er es schriftlich bei der Befragung durch den DFB getan hat.

Orientiert sich der DFB am "Fall Naki" oder am "Fall Asamoah"?

Für die abstiegsbedrohten Bremer könnte dieser Fall die sportliche Ausgangslage für die nächsten Spiele arg negativ beeinflussen. Djilobodji droht nachträglich eine Sperre wegen dieses skandalösen Vergehens. Womöglich könnte sich diese im Rahmen dessen bewegen, was 2009 beim St-.Pauli-Profi Deniz Naki praktiziert worden ist. Dieser hatte eine ähnliche Geste zu den Fans von Hansa Rostock gemacht und war für drei Spiele aus dem Verkehr gezogen worden.

Die Bremer in Person von Eichin hoffen weiterhin auf einen Freispruch. Dabei denken sie an eine andere Präzedenzentscheidung: Auch Gerald Asamoah, der Ex-Nationalspieler, hatte sich 2007 in einem Derby gegen Dortmund zu einer solchen Geste hinreißen lassen. Asamoah wurde damals nicht verurteilt. In der gleichen Partie hatte ihn BVB-Keeper Roman Weidenfeller als "schwarzes Schwein" beleidigt. Ein Verhalten, das der Verband sanktioniert hat. Asamoah im Glück: Beobachter bewerteten es einst so, dass Weidenfellers Entgleisung seine Missetat überlagert hat und er daher freigesprochen worden ist.

Der Werder-Profi Djilobodji sollte sich darauf nicht verlassen.

Hans-Günter Klemm

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weitere Infos zu Djilobodji

Vorname:Papy
Nachname:Djilobodji
Nation: Senegal
Verein:AFC Sunderland
Geboren am:01.12.1988

1. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München65:1369
 
2Borussia Dortmund64:2664
 
3Hertha BSC37:2748
 
4FC Schalke 0439:3544
 
5Bor. Mönchengladbach54:4442
 
6Bayer 04 Leverkusen39:3342
 
71. FSV Mainz 0535:3341
 
8VfL Wolfsburg39:3438
 
91. FC Köln28:3433
 
10FC Ingolstadt 0423:3133
 
11VfB Stuttgart43:5432
 
12Hamburger SV31:3831
 
13SV Darmstadt 9828:4128
 
14Werder Bremen36:5428
 
15FC Augsburg33:4327
 
16TSG Hoffenheim30:4327
 
17Eintracht Frankfurt29:4327
 
18Hannover 9622:4917

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