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21.03.2016, 10:49

Verteidiger überzeugt gegen Bayerns Douglas Costa oder Ribery

Sörensen: "Normalerweise passt das nicht!"

Es ist ein äußerst zweifelhafter Genuss. Wie schwer es ist, gegen die Münchner Dribbelkünstler zu verteidigen, hat schon manch Abwehrspieler erfahren müssen. Kölns Frederik Sörensen erledigte seine Aufgabe bei der 0:1-Niederlage allerdings mit Bravour.

Kein Vorbeikommen: Kölns Frederik Sörensen (li.) behauptet den Ball gegen Franck Ribery.
Kein Vorbeikommen: Kölns Frederik Sörensen (li.) behauptet den Ball gegen Franck Ribery.
© imagoZoomansicht

Egal, ob Kingsley Coman, Arjen Robben, Douglas Costa oder Franck Ribery mit höchstem Tempo und Ball am Fuß auf ihren Gegner zugeschossen kommen, das Ergebnis ist meist ein überforderter Abwehrspieler, der seinem Kontrahenten nur noch hinterher schauen kann. Fußball kann manchmal brutal sein, wenn man auf der falschen Seite steht.

Münchens kleine Flügelflitzer zu kontrollieren, ist schwierig bis unmöglich. Erst recht, wenn man selbst 1,94 Meter misst wie Frederik Sörensen. "Normalerweise passt das nicht", stellte der Däne aber nach der 0:1-Niederlage gegen den Rekordmeister lächelnd fest. Bei dieser hatte sich der U-21-Nationalspieler erst gegen Douglas Costa und dann gegen Ribery stark aus der Affäre gezogen, die 22 bzw. 24 Zentimeter kleiner und damit deutlich wendiger als der Hüne sind. "Ich habe nur versucht auf den Ball zu schauen, nicht auf die Füße. Denn die haben so schnelle Füße. Wenn die eine Finte machen, musst du nur auf den Ball schauen. Das habe ich probiert", erklärte Sörensen sein Erfolgsrezept.

Sörensen: "Wo ich spiele, ist für mich egal"

Dass er zuletzt viermal nur als Außenverteidiger auflaufen durfte, stört den 23-Jährigen nicht, nachdem er in den ersten Rückrundenspielen plötzlich nur noch Innenverteidiger Nummer 4 gewesen war. "Ich habe immer gesagt, dass ich Innenverteidiger bin, aber auch rechts außen verteidigen kann. Ich glaube, dass ich in diesen vier Spielen gut gemacht habe. Wo ich spiele, ist für mich egal. Ich möchte nur spielen", so der Abwehrspieler, den der FC im Sommer Juventus Turin für 2,5 Millionen Euro abkaufte. Trotz der Niederlage durfte sich Sörensen am Samstag wie ein Sieger fühlen, der der Partie trotz fehlender Punkte einen wichtigen Positiv-Aspekt abrang. "Wir haben sehr gut gedrückt und alles versucht. Das ist sehr wichtig für unser Selbstbewusstsein, dass wir so eine Mannschaft wie Bayern unter Druck setzen. Das ist wichtig für unsere Zukunft."

Und ein greifbares Erfolgserlebnis konnte Sörensen nach dem Spiel dann doch noch verzeichnen. Denn der Däne ergatterte ein Trikot von Bayern-Star Thomas Müller, der die 90 Minuten von der Ersatzbank aus verfolgt hatte. Das Sammlerstück war allerdings nicht für den eigenen Bedarf. "Ein Freund von mir, mit dem ich in der Jugend Fußball gespielt habe und der zu Besuch in Köln ist, ist ein großer Fan von Müller", erklärte Sörensen seine Auftragsarbeit nach der Partie. Aufgrund seiner Leistung hätte sich Kölns Blondschopf ein solche "Trophäe" allerdings auch für den eigenen Bedarf verdient gehabt.

Stephan von Nocks

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21.03.16
 
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