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19.03.2016, 11:45

Schalke erobert Platz vier von den Fohlen zurück

Gladbachs Erklärungsnot - Fährmanns Wermutstropfen

6:22 Torschüsse, 36 Prozent Ballbesitz, 46 Prozent gewonnene Zweikämpfe - in vielen Kategorien zog Schalke gegen Mönchengladbach den Kürzeren, in der entscheidenden lagen die Knappen am Ende aber vorne: Gegen alle optische Überlegenheit der Gladbacher fuhr Königsblau einen glücklichen 2:1-Sieg gegen den direkten Konkurrenten um die Champions-League-Plätze ein. Während sich S04 artig bei Ralf Fährmann bedankte, suchten die Gäste hernach vergeblich nach einer Erklärung.

Ralf Fährmann
In bärenstarker Form: Ralf Fährmann hielt den Schalker Sieg gegen Gladbach fest.
© picture allianceZoomansicht

Von einem "sehr, sehr guten Spiel" sprach der Trainer im Interview mit Sky, man habe den Gegner "schwindelig gespielt". Alles in allem sei er "stolz auf meine Mannschaft, wir haben toll gespielt." Die Worte stammten von: André Schubert. Wohlgemerkt, der Borussen-Coach kommentierte soeben die 1:2-Niederlage beim direkten Konkurrenten um die Champions League.

So bitter das Ergebnis am Ende war, so eindrucksvoll hatten sich Schuberts Schützlinge zuvor Chance um Chance herausgespielt. Einzig der Killerinstinkt ging den Fohlen komplett ab, schon im ersten Durchgang hätten sie sich entscheidend von Schalke absetzen können. Durch die mangelnde Effizienz in letzter Linie ließ man die Königsblauen leben, die schließlich zum kuriosen und schmeichelhaften Doppelschlag ansetzten.

In der Spielanalyse wollte André Breitenreiter seinem Pendant nicht widersprechen, er sah sein Team als "absolut glücklichen Sieger" in einem Spiel, in dem der Trainer "vier oder fünf Systeme" spielen ließ, um die Gladbacher Offensivpower abzuwehren. Vom 4-2-3-1 über den "Tannenbaum" (Breitenreiter) bis hin zur Fünferkette war alles dabei. Dabei verteidigten seine Mannen zwar oft mehr schlecht als recht, das Fazit aber lautete unisono: Die drei Punkte sind alles, was zählt.

Der Dank geht an Fährmann

Wie alle, die es mit dem Heimteam hielten, wusste auch Breitenreiter, bei wem er sich zu bedanken hatte: Schlussmann Ralf Fährmann präsentierte sich in Weltklasseform und rettete mehrfach in höchster Not gegen die Gladbacher Versuche. "Weltklasse", so bewertete auch Manager Horst Heldt die Leistung des Keepers. Angesprochen auf seine Leistung, antwortete Fährmann sichtlich euphorisiert: "Dafür liebt man den Fußball." Dass der Sieg aufgrund der durchschnittlichen Leistung seiner Vorderleute schmeichelhaft ausfiel, kommentierte Fährmann deutlich mit: "Scheißegal".

"Es wäre ein Traum gewesen"Ralf Fährmann in Bezug auf eine DFB-Elf-Nominierung

Doch einen Wermutstropfen gab es noch für Fährmann, auch wenn er schon ein paar Tage zurückliegt. Der Gedanke an die Nichtnominierung für die DFB-Elf trübte seine gute Laune. "Es wäre ein Traum gewesen", sagte der 27-Jährige. Dass Bundestrainer Joachim Löw für die Länderspiele gegen England und Italien zwar vier Keeper, aber eben nicht ihn nominierte, sei "bitter", gab er zu. "Aber es ist kein Zeichen für mich, jetzt aufzugeben. Ich werde bis zum Schluss Vollgas geben, um jedem zu zeigen, dass man sich auf mich verlassen kann", ergänzte Fährmann: "Vielleicht kann ich irgendwann doch noch auf den Zug aufspringen." Für die EM im Sommer in Frankreich ist die Chance des Schalkers aber gleich null, erst danach könnte er ein Thema werden, hatte Bundestorwarttrainer Andreas Köpke zuletzt erklärt.

Durch den Sieg kletterten die Schalker wieder an der Borussia vorbei auf Rang vier und nahmen nach der 0:2-Pleite in Berlin nun einem direkten Konkurrenten die Zähler ab. Für Gladbach bietet sich die nächste Chance auf einen Big Point bereits am kommenden Spieltag, dann geht es gegen die Hertha. Das Aufarbeiten der Niederlage auf Schalke dürfte den Fohlen um Kapitän Granit Xhaka dennoch schwerfallen, der erst keinen Erklärungsansatz parat hatte und schließlich treffend resümierte: "Wir sind selbst schuld."

psz

1. Bundesliga, 2015/16, 27. Spieltag
FC Schalke 04 - Bor. Mönchengladbach 2:1
FC Schalke 04 - Bor. Mönchengladbach 2:1
Bankdrücker

Klaas-Jan Huntelaar saß nur auf der Bank. Ebenso wie Mittelfeldstratege Johannes Geis.
© imago

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25 Leserkommentare

KME
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20.03.2016 | 10:44

Schade, dass hier teilweise sehr polemisch und bei weitem nicht objektiv argumentiert wird. Ich sag [...]
Klein-Assauer
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20.03.2016 | 10:42

Ralf Fährmann

ist durch die ständige Rotation und fehlende Automatismen in der Schalker Hintermannschaft der wahrscheinlich [...]
fandessvwilhelmshaven
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20.03.2016 | 04:02

Der Stachel...

... muss tief sitzen bei berlino1 und 19-VfL-00. Dass das gestern ein sehr glücklicher, kurioser, bekloppter [...]
pulsar54
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19.03.2016 | 21:46

Fassungslosigkeit nach grandioser Leistung?

Man darf sich fragen, was das Grandiose an der Leistung unseres Teams gewesen sein könnte? Die grandiose [...]
Sonnenloewe
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19.03.2016 | 21:19

Zitat: "So gehört Gladbach in die CL und Schalke ist höchstens Mittelmass. Ich freue mich auf die Kommentare, [...]

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zum Thema

weitere Infos zu Fährmann

Vorname:Ralf
Nachname:Fährmann
Nation: Deutschland
Verein:FC Schalke 04
Geboren am:27.09.1988

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1Bayern München65:1369
 
2Borussia Dortmund64:2664
 
3Hertha BSC37:2748
 
4FC Schalke 0439:3544
 
5Bor. Mönchengladbach54:4442
 
6Bayer 04 Leverkusen39:3342
 
71. FSV Mainz 0535:3341
 
8VfL Wolfsburg39:3438
 
91. FC Köln28:3433
 
10FC Ingolstadt 0423:3133
 
11VfB Stuttgart43:5432
 
12Hamburger SV31:3831
 
13SV Darmstadt 9828:4128
 
14Werder Bremen36:5428
 
15FC Augsburg33:4327
 
16TSG Hoffenheim30:4327
 
17Eintracht Frankfurt29:4327
 
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