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18.03.2016, 20:02

Frankfurt: Vertrag in Hannover bringt 600.000 Euro in die Kasse

Woran Schaaf bei der Eintracht scheiterte

Drei Tage nach dem 34. Spieltag trennten sich vergangenen Mai die Wege von Thomas Schaaf und Eintracht Frankfurt. Am Samstag kehrt er mit Hannover 96 erstmals an seine alte Wirkungsstätte zurück. Ein Wiedersehen mit Brisanz.

Thomas Schaaf
Thomas Schaaf verabschiedet sich im letzten Sommer von der Frankfurter Eintracht, nun kehrt er zurück.
© imagoZoomansicht

Am 20. Juli kam Aufsichtsratsboss Wolfgang Steubing in einem bemerkenswerten Interview mit dem kicker zu folgendem Schluss: "Den Heiligenschein, den man ihm gibt, hat Schaaf jedenfalls nicht." Der neue starke Mann bei der Eintracht hält Schaaf für "zu empfindsam", wer in Frankfurt "Trainer ist, der muss was aushalten".

Die Absurditäten des Fußballgeschäfts führen dazu, dass der Schaaf-Abgang laut offizieller Sprachregelung als Rücktritt bezeichnet wird. Schaaf war den mangelnden Rückhalt in Teilen der Führungsetage und der Eintracht leid, allerdings nicht ohne sich einen Großteil der Bezüge aus dem zweiten Vertragsjahr zu sichern. Frankfurt war wiederum froh einen Neuanfang starten zu können und stimmte bereitwillig zu. Ein Salär im siebenstelligen Bereich wird weitergezahlt, erst durch die Unterschrift in Hannover Anfang Januar spart die Eintracht das Grundgehalt für die Rückrunde, nach kicker-Recherchen über 600.000 Euro.

Was den sportlichen Erfolg betrifft, gab es an Schaafs Arbeit in Frankfurt nichts auszusetzen. Unter ihm erreichte eine Mannschaft, die von der Papierform her weniger gut war als die diesjährige, mit 43 Punkten Tabellenplatz neun. An Arbeits- und Spielstil des Trainers gab es allerdings immer mal wieder Kritik. Angeführt von Kapitän Kevin Trapp beschwerten sich seit Winter häufiger Profis über die Zusammenarbeit in der Führungsetage. Diese versäumte, die Profis zur Räson zu rufen und die Lage zu befrieden.

Stattdessen holte man im Sommer den 2014 verabschiedeten Armin Veh zurück, der nach dem vergangenen Heimspiel (1:1 gegen Ingolstadt) freigestellt wurde. Nachfolger Kovac trifft nun bei seinem Heimdebüt auf seinen Vor-Vorgänger Schaaf. Ein brisanter Einstand.

Michael Ebert

Fotos zur Karriere als Spieler und Trainer
Schaaf: 40 Jahre Werder - und kein Glück anderswo
Thomas Schaaf
Fotos zur Karriere von Thomas Schaaf

Über 500 Spiele als Trainer! Thomas Schaaf gehört wie fast kein anderer zum Inventar der Bundesliga. 40 Jahre war er beim SV Werder Bremen aktiv, die letzten 5.119 Tage davon als Trainer. Bei den Grün-Weißen wurde er zum Titelhamster, doch nach der Saison 2012/13 trennten sich die Wege. Danach suchte er sein Glück zuerst in Frankfurt und dann in Hannover, doch er fand es nicht. Schaafs Karriere in Bildern...
© imago/picture alliance

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18.03.16
 
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Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München65:1369
 
2Borussia Dortmund64:2664
 
3Hertha BSC37:2748
 
4FC Schalke 0439:3544
 
5Bor. Mönchengladbach54:4442
 
6Bayer 04 Leverkusen39:3342
 
71. FSV Mainz 0535:3341
 
8VfL Wolfsburg39:3438
 
91. FC Köln28:3433
 
10FC Ingolstadt 0423:3133
 
11VfB Stuttgart43:5432
 
12Hamburger SV31:3831
 
13SV Darmstadt 9828:4128
 
14Werder Bremen36:5428
 
15FC Augsburg33:4327
 
16TSG Hoffenheim30:4327
 
17Eintracht Frankfurt29:4327
 
18Hannover 9622:4917

weitere Infos zu Schaaf

Vorname:Thomas
Nachname:Schaaf
Nation: Deutschland
Verein:Hannover 96

Vereinsdaten

Vereinsname:Hannover 96
Gründungsdatum:12.04.1896
Mitglieder:20.500 (01.07.2016)
Vereinsfarben:Schwarz-Weiß-Grün
Anschrift:Robert-Enke-Straße 1
30169 Hannover
Telefon: (05 11) 96 90 0 96
Telefax: (05 11) 96 90 0 796
E-Mail: info@hannover96.de
Internet:http://www.hannover96.de

Vereinsdaten

Vereinsname:Eintracht Frankfurt
Gründungsdatum:08.03.1899
Mitglieder:35.000 (01.07.2016)
Vereinsfarben:Rot-Schwarz-Weiß
Anschrift:Mörfelder Landstraße 362
60528 Frankfurt/Main
Telefon: 0800 - 7431899
Telefax: (0 69) 95 50 31 10
E-Mail: info@eintrachtfrankfurt.de
Internet:http://www.eintracht.de