Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?
12.03.2016, 11:10

Ein Münchner stand dem Bremer nach dem Tod des Vaters bei

Yatabaré erhält Trost von Kumpel Benatia

Auch solche Geschichten schreibt der Profifußball. Ausgerechnet ein Spieler von Bayern München, dem Gegner vom Samstagabend, tröstete den Bremer Sambou Yatabaré über den Tod des Vaters hinweg. Es war Medhi Benatia, ein dicker Kumpel des bei Werder engagierten Profis aus Mali. Dieser sagt über den Freund: "Er war neben mir, als ich ihn brauchte." In der Allianz-Arena kommt es nun zum Wiedersehen der beiden Afrikaner.

Sambou Yatabaré
Kann sich auf die Familie und Freund Medhi Benatia verlassen: Sambou Yatabaré.
© imagoZoomansicht

Seit Dienstag ist Yatabaré wieder in Bremen. Eine Woche hatte er in Mali verbracht, um an der Beisetzung seines Vaters teilzunehmen. "Es war nicht ganz einfach für mich", schildert Yatabaré die schweren Momente, die er zuletzt verkraften musste. Vor allem seine Mutter so traurig zu sehen, habe ihn arg mitgenommen. Doch der Werder-Spieler setzt bei der zu bewältigenden Trauerarbeit auf die Familie. "Wir sind zu zehnt", sagt der 27-Jährige und zielt neben sich und seiner Mama noch auf die acht Geschwister.

Nun ist der Profi, der auch im Kader für das Auswärtsspiel am Samstag (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) bei Bayern München steht, froh, sich wieder seinem Beruf widmen zu dürfen. Wenn er auf dem Platz steht, ist er abgelenkt von den privaten Sorgen. So sieht es auch Viktor Skripnik. Dieser sagte wie auch die Mannschaftskollegen dem Malier die volle Unterstützung zu: "Wir hoffen, dass es ihm bald besser geht."

Yatabaré wünscht sich derweil, dass er am Samstag vom Anpfiff an auf dem Feld der Allianz-Arena steht. Berechtigte Hoffnungen, einen Platz in Skripniks Startelf zu bekommen, hat der Afrikaner - schließlich fallen mit den Gelb-Sündern Zlatko Junuzovic und Clemens Fritz zwei normalerweise gesetzte Mittelfeldleute aus.

In München feiert der im Winter aus Belgien an die Weser gekommene Nationalspieler ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten, der ihn in den schweren Stunden nach dem Tod seines Vaters Trost und Zuspruch gegeben hat. "Er war neben mir, als ich ihn brauchte", sagt der Bremer über einen Kollegen aus München.

Medhi Benatia, der Marokkaner im Bayern-Team, hatte ihn sofort angerufen und versucht, ihn nach dem Schicksalssachlag zu trösten. "Medhi ist ein guter Freund von mir", klärt der Werder-Profi auf. Die beiden Legionäre kennen und schätzen sich seit Jahren. Und dies kam so: Mit dem drei Jahre älteren Yatabaré-Bruder Mustapha, nun bei HSC Montpellier aktiv, spielte Benatia einst in Frankreich bei Clermont Foot zusammen. Sambou kam so in Kontakt zu dem Münchner. Das Trio verbrachte sogar Urlaube gemeinsam.

Hans-Günter Klemm

Tabellenrechner 1.Bundesliga
12.03.16
 
Seite versenden
zum Thema

weitere Infos zu S. Yatabaré

Vorname:Sambou
Nachname:Yatabaré
Nation: Mali
Verein:Werder Bremen
Geboren am:02.03.1989

weitere Infos zu Benatia

Vorname:Medhi
Nachname:Benatia
Nation: Marokko
Verein:Bayern München
Geboren am:17.04.1987

weitere Infos zu M. Yatabaré

Vorname:Mustapha
Nachname:Yatabaré
Nation: Frankreich
  Mali
Verein:Montpellier HSC
Geboren am:26.01.1986

weitere Infos zu Skripnik

Vorname:Viktor
Nachname:Skripnik
Nation: Ukraine
Verein:Werder Bremen