Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?
08.03.2016, 19:24

1000 Tage beim 1. FC Köln

Jubilar Stöger: "Ich sehe mich noch nicht abgenutzt"

Am Mittwoch ist Peter Stöger 1000 Tage als Trainer des 1. FC Köln im Amt. Das schafften vor dem Österreicher seit Einführung der Bundesliga nur Hennes Weisweiler (1384 Tage), Christoph Daum (1374 und 946 Tage), Georg Knöpfle (1095) und Rinus Michels (1037). Am Tag vor seinem Jubiläum sprach Stöger über seine bisherige Zeit bei den Geißböcken, den Kölner Karneval und die Zukunftsaussichten.

Peter Stöger, Trainer 1. FC Köln
Kein 100-prozentiger Kölner, aber er fühlt sich am Rhein sehr wohl: FC-Trainer Peter Stöger.
© Getty ImagesZoomansicht

Peter Stöger (49) über ...

... sein bevorstehendes Jubiläum:
"Ich wurde darauf angesprochen, deshalb ist mir das jetzt bewusst. Es ist eigentlich eine lange Zeit, mit unterschiedlichen Ausschlägen, aber ich habe jeden Tag, den ich hier sein darf, wirklich genossen. Mal schauen, wie viele Tage noch dazu kommen. Ich sehe mich noch gar nicht abgenutzt."

... die Frage, ob es die schönste Zeit in seinem Profileben ist?
"Die allerschönste Zeit war die, in der ich selber gespielt habe. Mein jetziger Job ist der zweitschönste. Es hat sich am meisten ereignet, es hat sich am meisten verändert in meinem Leben in dieser Zeit (als FC-Trainer, Anm. d. Red.). Die 1000 Tage sind sehr schnell vergangen."

... seine Arbeit als FC-Trainer:
"Es ist eine riesige Aufgabe. Ich bin hergekommen, um mit wirklich kräftiger Unterstützung sehr vieler Leute den Verein wieder in die Bundesliga zu bringen. Jetzt unternehmen wir riesige Anstrengungen, um das zu konsolidieren. Das ist jede Woche für die Jungs und für die Leute im Verein ein Kraftakt, sich immer wieder neu aufzustellen und zu sehen, dass man die Punkte macht. Die Wahrnehmung ist auch eine andere, die positive wie die negative Kritik nimmt eine andere Größenordnung an als in Österreich. Daraus für sich selbst die nächsten Schritte abzuleiten ist ein ewiger Lernprozess und passiert in einer ganz anderen Größenordnung, als ich das vorher als Offizieller erlebt habe. Ich sehe es als große und wichtige Aufgabe, bei diesem Verein zu sein."

... die Frage, ob er zu Beginn eine so lange Amtszeit erwartet hätte?
"Seien wir mal ehrlich, wer hätte das schon gedacht... (lacht) Es war nicht so, dass wir uns das nicht zugetraut hätten, sonst hätten wir den Schritt auch nicht getan. Aber wir wissen auch, wie unkalkulierbar dieses Geschäft teilweise ist, und wir kennen auch die Historie des Klubs."

... die Highlights seiner Amtszeit:
"Sicher der Aufstieg. Über alles Weitere sprechen wir, weil wir den Aufstieg geschafft haben. Deswegen bleibt es für mich die wichtigste Geschichte."

Peter Stöger
Mission erfüllt: In der Saison 2013/14 führte Peter Stöger den 1. FC Köln zurück in die Bundesliga.
© imago

... sein Leben in Köln und ob er sich schon als 100-prozentiger Kölner fühle:
"100-prozentiger Kölner - das würde ich nie über mich sagen, und die Kölner würden es auch nicht zulassen, wenn jemand, der erst drei Jahre da ist, das sagen würde. Aber die Leute wissen, dass ich mich hier sehr wohlfühle. Es gibt keine bessere Flugverbindung als die von Köln nach Wien, aber ich bin ganz, ganz selten in Wien, außer im Urlaub. Das ist ja auch ein Zeichen."

... den Kölner Karneval:
"Ich bin froh, dass ich den Karneval, den ich vorher als sehr eigenartig empfunden habe, erleben durfte und jetzt ein anderes Bild habe. Es ist eine richtig coole Zeit. Aber ich verstehe immer noch die Leute, die noch nicht hier waren und das ein bisschen befremdlich finden. Es lohnt sich, dabei zu sein."

... die Frage, wo er sich und den Verein in 1000 Tagen sieht?
"Wir sehen uns hoffentlich in den nächsten Jahren weiter in der Bundesliga. Wenn wir es geschafft haben, über einen längeren Zeitraum in der Bundesliga zu sein, dann werden wir auch daran gemessen werden, wie viele richtige Entscheidungen wir treffen mit dem Fundament, das wir uns dann möglicherweise geschaffen haben, und wie weit wir nach oben kommen. Es ist schwierig, in die Bereiche zu kommen, von denen wir zwischenzeitlich geträumt haben (die Europapokal-Plätze, Anm. d. Red.). Da muss alles richtig gemacht werden. Wir werden daran gemessen werden, ob es irgendwann realistisch ist zu sagen, dass du dabei bist oder aber eine solide Bundesliga-Mannschaft bist."

... die Weiterentwicklung des Vereins:
"Ich habe in Deutschland nur für den 1. FC Köln gearbeitet, aber ich glaube, ich weiß, wie Leute ticken. Für einen kontinuierlichen und konsequenten Aufbau und eine Weiterentwicklung gibt es keine besseren Leute als die, die hier beim Klub vertreten sind. Da wird sehr, sehr viel geschaut, dass nicht nur die Mannschaft wächst, sondern dass sich vor allem auch die Rahmenbedingungen weiterentwickeln. Das ist die Basis, damit du den nächsten Schritt machen kannst. In dem Bereich ist der Klub sicher top aufgestellt."

... die Frage, ob er sich und seine Arbeitsweise in der Zeit beim FC verändert habe?
"In der Arbeit sicher nicht. Wie wir untereinander miteinander umgehen, auch nicht. Aber es ist schwer zu sagen, ob man sich verändert hat. Es ist nicht so, dass jeden Tag jemand zu mir kommt und sagt: Früher warst du viel angenehmer."

Jan Reinold

Tabellenrechner 1.Bundesliga
 
Seite versenden
zum Thema

weitere Infos zu Stöger

Vorname:Peter
Nachname:Stöger
Nation: Österreich
Verein:1. FC Köln


DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel eMagazine kicker MeinVerein FußballQuiz GloryRun