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05.03.2016, 22:38

Kommentar zum 25. Spieltag von Chefreporter Karlheinz Wild

Dortmund zu wenig mutig - oder Bayern einfach zu stark

Es war ein optimaler Steilpass gewesen, den die Mainzer da zur Wochenmitte ins gut 250 Kilometer ferne Dortmund geschlagen hatten. Doch verwandeln konnten ihn die Borussen nicht. Die Bayern wirken ausgereifter und zeigten diesen Vorzug im Liga-Hit; der BVB befindet sich noch in der Entwicklung, freilich in einer verheißungsvollen.


Ein Kommentar von Chefreporter Karlheinz Wild

Die Bayern durften sich freuen: Das Remis spielte Müller und Co. in die Karten.
Die Bayern durften sich freuen: Das Remis spielte Müller und Co. in die Karten.
© Getty Images

Der überraschende 2:1-Sieg der 05er in der Allianz-Arena hatte den BVB bis auf fünf Punkte an den Abo-Spitzenreiter aus München herangeschoben. Die Mats Hummels und anderen Borussen wollten die Gunst dieser überraschenden Bayern-Niederlage beherzt nutzen und mit einem Heim-Dreier dem FCB einen heißen Neun-Spiele-Endspurt 2015/16 antun. Diese Möglichkeit besteht weiterhin, doch größer wurde sie nicht an diesem 25. Spieltag. Denn die Dortmunder erreichten nicht mehr als ein torloses Unentschieden. Dieses Ergebnis bedeutet: Die Bayern haben 0:0 gewonnen, die Dortmunder 0:0 verloren.

Einen Sieg hat Borussia Dortmund jedoch auch nicht verdient. Bei noch neun ausstehenden Partien mag es perspektivisch klug gewesen sein, nicht volles Risiko zu gehen - um dann womöglich den fatalen Treffer zu kassieren und zu verlieren, das Spiel und jeglichen Anschluss auf den FC Bayern. Acht Zähler Distanz hätten mit Sicherheit eine Vorentscheidung bedeutet. Dennoch hätte man sich ein bisschen mehr Offensivcourage der Dortmunder schon gewünscht, aber statt mutiger BVB-Attacken verdeutlichten die Guardiolaner gerade nach dem Wechsel den Unterschied zwischen dem souveränen Ersten und dem gleichwohl starken Zweiten: Die Münchner dominierten, hatten mehr Ball- und Passsicherheit, eine entschlossenere Körpersprache und schienen dem entscheidenden Treffer näher.

Qualitative Diskrepanz zwischen FCB und BVB

Die qualitative Diskrepanz zwischen FCB und BVB fing schon bei den Torhütern an: Hier der coole, am Ball nie hektische Manuel Neuer im FCB-Tor, dort im BVB-Kasten Roman Bürki , der sich immer wieder Herzstillstand-Aktionen gönnt, vor allem wenn er Rückpässe verarbeiten muss; hier der spanische Feldherr Xabi Alonso, der mit der Ruhe und Routine seiner 34 Jahre das Spiel ordnete, allerdings ungestört von den Dortmundern, dort das verheißungsvolle Talent Julian Weigl, das mit seinen 20 Jahren noch den Quer- und Sicherheitspass bevorzugt; hier im Angriff der aufgedrehte, stets das gegnerische Tor und den Abschluss anpeilende Arjen Robben, dort der hochveranlagte, aber viel zu zurückhaltende Marco Reus.

Chefreporter Karlheinz Wild
Chefreporter Karlheinz Wild
© kicker

Die Bayern wirken ausgereifter und zeigten diesen Vorzug im Liga-Hit; die Borussen befinden sich noch in der Entwicklung, freilich in einer verheißungsvollen.

Um aber Primus des Landes zu werden und nach 34 Runden die Meisterschale abzuholen, muss man die servierte Chance gegen den direkten Konkurrenten verwerten. Den Dortmundern gelang es nicht, ihr ambitioniertes Vorhaben umzusetzen in diesen temporeichen, technisch und taktisch ansprechenden 90 Minuten, die zwar keine Tore, aber eine gute Werbung für den deutschen Spitzenfußball in alle Welt ausstrahlten.

Eine gesteigerte Bedrohung des Spitzenreiters Bayern München brachte dieses Topspiel nicht. Dazu waren die Dortmunder nicht aktiv genug - oder die Bayern zu gut.

Die neue Brisanz, die seit dem vorigen Mittwoch die Liga an der Spitze angeblich belebte, war wahrscheinlich eine Spannung, die nur drei Tage hielt.

Bilder des Spieltages
1. Bundesliga, 2015/16, 25. Spieltag
1. Bundesliga, 2015/16, 25. Spieltag
Hat gut Lachen

Herthas Trainer Pal Dardai geht als Tabellendritter ins Duell beim HSV.
© Getty Images

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39 Leserkommentare

conny.b
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09.03.2016 | 09:17

@PdmEmcee

mach dich erst einmal schlau über "you'll never walk alone" und den Zusammenhang mit Liver[...]
Sciathan
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08.03.2016 | 14:54

Als welche, die dem Stau entgehen wollen und vielleicht Kinder dabei haben. Manche bleiben dafür länger [...]
PdmEmcee
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08.03.2016 | 13:51

ok wie bezeichnest du Zuschauer die wenn ihr Team z.b. 3 zu 0 führt 15 min vorm ende das Stadion verlassen?
Sciathan
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08.03.2016 | 12:42

@PdmEmcee

Sich über Sticheleien gegenüber dem BvB aufregen, aber gleichzeitig Fans von Bayern als Kunden bezeichnen [...]
PdmEmcee
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08.03.2016 | 11:17

@coony
da wurmt aber jemand das unentschieden wenn man deswegen eine so sinnfrei Hasstirade vom Stap[...]

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7VfL Wolfsburg38:3237
 
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