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04.03.2016, 14:15

Schaaf und die alte Liebe Werder Bremen

Skripnik: "Pizarro steht nicht allein auf dem Feld"

Das "kleine Nord-Derby" steht am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) auf dem Plan - oder anders ausgedrückt: Ein wegweisender Abstiegskrimi findet statt. Der SV Werder Bremen erwartet im Weser-Stadion Tabellenschlusslicht Hannover 96. "Jeder will da dabei sein", bestätigte SVW-Coach Viktor Skripnik am Freitag. Das Ziel aus grün-weißer Sicht: Mit einem Dreier soll der starke 4:1-Erfolg in Leverkusen vergoldet werden. Das Wiedersehen mit seinem ehemaligen Coach Thomas Schaaf rückt Skripnik derweil in den Hintergrund.

Viktor Skripnik und Claudio Pizarro
Gehen mit reichlich Zuversicht ins Kellerduell gegen Hannover 96 und gegen Ex-Coach Thomas Schaaf: Viktor Skripnik und Claudio Pizarro.
© picture allianceZoomansicht

"Wir wollen nach dem guten Spiel in Leverkusen genauso weitermachen. Wir müssen Konstanz reinkriegen und als Mannschaft eine gute Leistung zeigen", gab Skripnik das große Ziel für Samstag aus. Um das erreichen zu können, "müssen wir über die Grenze gehen". Auch über die körperliche Grenze, wie der SVW-Coach mit Blick auf die nun zu Ende gehende englische Woche zugab: "Alle Spieler sind müde. Man merkt die Belastung."

Ausreden lässt der Ukrainer aber nicht zu - zumal das mit 17 Punkten mit dem Rücken zur Wand stehende H96 nicht aufgebaut werden soll: "Für Hannover könnte das die letzte Chance für den Klassenerhalt sein. Wir wollen aber mit positiver Laune ins Spiel gehen und die drei Punkte bei uns behalten." Auch an die eigenen Fans dachte Skripnik dabei, die in der bisherigen Spielzeit nur einen kümmerlichen Heimsieg bejubeln durften: "Wir wollen für unsere Fans endlich drei Punkte holen. Wir wollen ihnen was zurückgeben."

Skripnik zur Schaaf-Rückkehr: "Es ist sein Verein"

Positiver Haupteffekt: Mit einem Heimdreier würden die Niedersachsen auf zehn Punkte distanziert werden. Mitleid mit seinem ehemaligen Trainer Thomas Schaaf, der am Samstag nach Bremen zu seiner alten und immerwährenden Liebe zurückkehrt und ausgerechnet dort vor dem bislang wegweisendsten Spiel steht? Ein wenig: "Es tut mir für jeden Kollegen leid, wenn es schlecht läuft. Ich wünsche ihm natürlich alles Gute." Nur eben für Samstag nicht.

Etwas Außergewöhnliches erkennt Bremens Trainer in dem Wiedersehen mit Schaaf derweil nicht: "Es ist nichts Neues für mich, ihn zu sehen. Für ihn selbst ist es aber besonders. Es ist sein Verein."

Aushängeschild Pizarro

Nur gehört Schaaf, der über 40 Werder-Jahre erlebt hat, dem norddeutschen Bundesligisten offiziell nicht mehr an - ganz im Gegenteil zum aktuellen Hoffnungsträger auf dem Platz. Claudio Pizarro hat mit seinem Dreierpack in Leverkusen einmal mehr gezeigt, dass er mit seiner eiskalten Art vor dem Tor unverzichtbar für Bremen ist - ganz nebenbei war der Peruaner durch seine Treffer zum ältesten Dreierpacker der Bundesliga-Historie aufgestiegen. Schwer vorstellbar, wo die Grün-Weißen ohne die Tore des in der ewigen Bundesliga-Torschützenliste auf Rang fünf stehenden Angreifers liegen würden.

Claudio Pizarro und Thomas Schaaf
Alte Zeiten werden ausgeklammert: Claudio Pizarro könnte am Samstag für Thomas Schaafs Klub H96 zum Verhängnis werden.
© picture alliance

Skripnik fühlt sich dahingehend bestätigt: "Ich habe immer gesagt, dass er ein wichtiger Spieler für uns ist." Nur habe Pizarro in der Hinrunde (zwei Tore) eben noch nicht die nötige Fitness gehabt. Mittlerweile aber ist der Stürmer ein zuverlässiger Fels in der Brandung (acht Tore in der Rückrunde) - was auch Skripnik so sieht: "Ich bin froh über seine Form." Der Coach vergisst dabei aber auch nicht den Rest des Teams, dass in Leverkusen geschlossen gut gespielt hat: "Pizarro steht nicht allein auf dem Feld."

Wir müssen das Spiel gewinnen, Feierabend.Viktor Skripnik

Mit einer weiteren geschlossenen Mannschaftsleistung und Vollstrecker Pizarro soll gegen Hannover der immens wichtige Erfolg gelingen, was Skripnik abschließend nochmals unterstrich: "Morgen ist das wie ein Finale für eine Mannschaft und ein extrem wichtiges Spiel für die andere (Bremen; Anm.d.Red.). Wir müssen das Spiel gewinnen, Feierabend."

mag

Peruaner ist nun gemeinsamer Bremer Rekordtorschütze
Die Karriere von Claudio Pizarro in Bildern
Claudio Pizarro 1999
Die Anfänge

Claudio Pizarro gehört längst zu den bekanntesten Gesichtern der Bundesliga - schon mehrere Rekorde hat er eingefahren. Alles begann 1999, als er 20-jährig von Alianza Lima zu Werder Bremen wechselte.
© Getty Images

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weitere Infos zu Pizarro

Vorname:Claudio
Nachname:Pizarro
Nation: Italien
  Peru
Verein:Werder Bremen
Geboren am:03.10.1978


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