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02.03.2016, 21:55

BL, 24. Spieltag: Schürrle entscheidet Derby - Remis für Köln

2:1! Mainz überrascht die Bayern - BVB rückt näher

Vor dem Gipfeltreffen in Dortmund hat der FC Bayern zu Hause gegen Mainz gepatzt, der BVB dagegen hat seine Pflichtaufgabe in Darmstadt gelöst. Hertha hat den Höhenflug fortgesetzt und die Frankfurter Sorgen verstärkt. Gladbach bleibt auf Kurs. Schalke hat gegen den dezimierten HSV die Wende geschafft. Pizarro hat die Trainer-Diskussion bei Werder verstummen lassen, Bayer dagegen rutscht ab. Die TSG hofft wieder. Bereits am Dienstag lieferte André Schürrle beim Niedersachsenderby zwischen Hannover und Wolfsburg einen Gala-Auftritt ab. Keinen Sieger gab es im tabellarischen Nachbarschaftsduell zwischen Ingolstadt und Köln.

Dortmund begleicht vor dem Gipfel eine Rechnung

Augen zu und durch: Dortmunds Durm gegen Darmstadts Heller.
Augen zu und durch: Dortmunds Durm gegen Darmstadts Heller.
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Aufsteiger Darmstadt musste sich am Mittwochabend dem starken Tabellenzweiten Borussia Dortmund mit 0:2 beugen. Die auswärtsstarken Lilien warten vor heimischem Publikum auf den zweiten Dreier und rutschen nach nur einem Punkt aus den letzten vier Spielen immer näher an die Abstiegsränge heran. Und Dortmund? Der BVB nahm den Kampf am Böllenfalltor an, hatte aber bei einer Wagner-Chance Glück. Der SV98-Torjäger verpasste sein zehntes Saisontor, Ramos sein viertes dagegen nicht (38.). Der BVB hatte in der Folge ein hartes Stück Arbeit zu verrichten, Durm beruhigte mit dem 2:0 die BVB-Nerven. Am Ende stand der 18. Saisonsieg und die offene Rechnung mit Darmstadt war beglichen - schließlich hatte der Aufsteiger als einziges Team einen Zähler aus Dortmund entführt (27. September 2015, 2:2).

Cordoba schockt den FC Bayern

Mainzer Jubeltraube in München: Torschütze Cordoba lässt sich feiern.
Mainzer Jubeltraube in München: Torschütze Cordoba lässt sich feiern.
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Darmstadt im Abstiegskampf, der BVB wieder im Meisterrennen? Am Samstag kommt es zum Gipfeltreffen mit dem FC Bayern, der sich gegen den FSV Mainz einen bösen Ausrutscher erlaubte - 1:2, die erste Niederlage nach zuvor 17 Pflichtspielsiegen in der Allianz Arena! Pep Guardiola rotierte, verzichtete auf Lahm und Alonso, verhalf Ribery zum Startelfcomeback - und musste am Ende trotz drückender Überlegenheit und etlichen Chancen ein 1:2 seines Teams ansehen. Dabei hatte Robben nach einer guten Stunde den Rekordmeister mit dem 1:1 vermeintlich in die Spur gebracht, der FSV schlug aber kurz vor Schluss durch Cordoba entscheidend zu. Mainz setzt sich auf den internationalen Plätzen fest, der Vorsprung der Münchner auf Dortmund ist auf fünf Zähler geschmolzen.

Schalke meldet sich zurück

Schalke hat seine Mini-Krise nach dem Aus in der Europa League und dem schwachen Auftritt in Frankfurt (0:0) überwunden und im Heimspiel gegen den Hamburger SV einen 3:2-Sieg gefeiert. Matchwinner für die Königsblauen war Stürmer Huntelaar, der Mitte der zweiten Halbzeit die Schalker mit seinem Tor zum 2:1 - allerdings im Abseits stehend - auf die Siegerstraße schoss. Dabei hatte es für die Breitenreiter-Elf richtig schlecht begonnen, schon nach wenigen Minuten zappelte der Ball im Kasten von Fährmann. Noch vor der Halbzeit schlug S04, das insgesamt zwei Elfmeter nicht bekam, allerdings zurück, als Meyer nach Lasoggas Ballverlust die Kugel zum 1:1 in die Maschen drosch. Endgültig kippte die Partie, als HSV-Abwehrrecke Djourou unmittelbar vor der Pause die Ampelkarte sah. In Überzahl blieben die Schalker dominant und fuhren verdient den Dreier ein, der sie zurück Richtung CL-Plätze hievt. Den Schlusspunkt aus Sicht der Schalker zum 3:1 setzte Winterneuzugang Schöpf, der auch schon für Huntelaars Treffer die Vorarbeit geleistet hatte. Kacar betrieb noch Ergebniskosmetik zum 3:2, für mehr reichte es aber nicht für den HSV.

Gladbach zerpflückt den VfB

Einen Punkt vor den Schalkern rangieren die Borussen aus Mönchengladbach. Die Mannschaft von Trainer Andre Schubert ließ dem VfB Stuttgart beim 4:0 keine Chance und liegt damit auf Platz vier. Schon im ersten Abschnitt waren die Fohlen das klar spielbestimmende Team, führten aber nur 1:0 durch Hazards Treffer in der 16. Minute. Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Hausherren am Drücker. Dabei nutzten sie die Schwächen in der Stuttgarter Defensive aus und kamen durch Raffael zum 2:0 - VfB-Keeper Tyton leistete sich dabei einen kompletten Blackout. Den dritten Treffer besorgte Joker Herrmann, der Sekunden nach seiner Einwechslung traf. Ganz bitter wurde es in der Schlussphase, als Großkreutz ein kurioses Eigentor zum 0:4 fabrizierte. Für die Stuttgarter war es unter Trainer Jürgen Kramny die zweite Pleite in Folge - bei Didavis Rückkehr nach Sperre rückte die Abstiegszone wieder näher.

Pizarro schießt Werder vom Relegationsplatz

Wiedergutmachung stand für Leverkusen nach dem 1:3 in Mainz auf der Agenda, doch Bremen machte dem ersatzgeschwächten Bayer-Team einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Wie schon im DFB-Pokal-Viertelfinale (1:3) zog die Werkself zu Hause gegen Werder den Kürzeren - 1:4! Bartels brachte die Skripnik-Elf früh in die Spur, Pizarro legte dreimal nach. Das Tor für Leverkusen machte mit Djilobodji zudem ein Bremer. Bayer, erneut ohne den gesperrten Trainer Roger Schmidt, hatte am Ende mit Hilbert zudem den nächsten Verletzten zu beklagen und ist aus den internationalen Rängen gerutscht. Werder dagegen hat die Diskussion um Trainer Viktor Skripnik eindrucksvoll ausgeknipst.

Weiser verschärft die Situation in Frankfurt

Hertha BSC hat nach dem 1:0 in Köln, dem ersten Sieg in der Rückrunde, zu Hause gegen Frankfurt nachgelegt und Platz drei gefestigt. Das Team von Trainer Pal Dardai, der wieder auf den zuletzt gelb-gesperrten Darida zurückgreifen konnte, hatte Glück, dass Darida nicht früh Rot sah (Notbremse). Hertha biss sich in der Folge an der Eintracht-Defensive die Zähne aus, ehe Weiser den Ball unter den Querbalken jagte und so den Knoten löste. Kalou, der beim Zuspiel zum 1:0 knapp im Abseits stand, machte den Deckel gegen die Hessen drauf. Die Veh-Elf wartet seit sechs Partien auf einen Dreier, blieb dreimal in Folge ohne eigenen Treffen und rutscht auf den Abstiegsrelegationsplatz ab.

Uth hält die TSG-Hoffnung am Leben

Hoffenheim hat nach dem 1:3 in Dortmund, der ersten Niederlage unter Trainer Julian Nagelsmann, gegen Augsburg in einem intensiven Spiel mit Haken und Ösen einen eminent wichtigen Sieg gelandet und hat nur noch zwei Punkte Rückstand auf den Abstiegsrelegationsplatz. Vollands Führung beantwortete Verhaegh noch vor der Pause nach einem umstrittenen Handelfmeter vom Punkt. Uth stellte aber den letztlich verdienten Sieg für 1899 in der 81. Minute sicher.

Tabellenrechner 1.Bundesliga

Schürrle macht den Unterschied aus

Gefragter Mann: André Schürrle, hier beim gemeinsamen Jubel mit Maximilian Arnold (re.).
Gefragter Mann: André Schürrle, hier beim gemeinsamen Jubel mit Maximilian Arnold (re.).
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Das Niedersachsen-Derby begann am Dienstagabend mit einer Verzögerung, da sich einige Anhänger mal wieder nicht zu benehmen wussten. Zuerst flog ein Feuerwerkskörper über das halbe Feld und schlug genau auf der Auswechselbank der Hannoveraner ein, ehe es auf der Tribüne lichterloh brannte. Schiedsrichter Bastian Dankert schaute sich das Ganze an, entschied sich dann aber dazu, das Duell anzupfeifen. Es konnte also Fußball gespielt werden, das geschah zunächst jedoch nicht auf sonderlich hohem Niveau. Die Wölfe hatten zwar mehr Spielanteile, konnten sich gegen äußerst vorsichtige 96er aber kaum einmal in Szene setzen. Erst Draxler (26.) und Luiz Gustavo (29.) stellten Zieler so richtig auf die Probe.

Schürrle war es schließlich, der den Bann brach und mit Glück die nicht unverdiente Führung für die schlechteste Auswärtsmannschaft der Liga markierte (36.). Hannover fiel danach in sich zusammen und wirkte fortan wie versteinert. Es war nur eine Frage der Zeit, ehe die Wolfsburger den Sack zumachten. Ein Mann tat sich dabei besonders hervor; Schürrle sorgte mit zwei Toren binnen 166 Sekunden dafür, dass der VfL siegreich aus dem Derby hervorgehen würde - es war der erste Dreierpack des Weltmeisters in der Bundesliga überhaupt. Am Ende stand aus 96-Sicht nach einem weiteren Treffer von Draxler (69.) ein bitteres 0:4, das damit auch etwaigen Hoffnungen, die nach dem jüngsten 2:1-Erfolg beim VfB Stuttgart aufgekeimt waren, ein jähes Ende setzte. Für die Roten war es die zehnte Heim-Pleite in der laufenden Saison und die fünfte in Folge.

Ingolstadt bleibt zu Hause ungeschlagen

Als "ekelhaft" wurde die Spielweise des FC Ingolstadt zuletzt von Lewis Holtby nach dem 1:1 beim HSV bezeichnet. Die Schanzer finden dagegen nichts Verwerfliches an ihrem "nervigen" Auftreten, das durch Kampf, Leidenschaft und großem Willen geprägt ist - und zudem ziemlich erfolgreich ist: Der FCI hat entgegen zahlreicher Voraussagen mit dem Abstiegskampf nichts zu tun. Nun hatte der Aufsteiger den 1. FC Köln zu Gast, der mit einer Negativserie von sechs sieglosen Auswärtsspielen in Folge nicht unbedingt selbstbewusst nach Bayern reiste. Spielerisch schlug sich das dann in einer Partie nieder, die nicht unbedingt vor Elan und Spielwitz sprühte. Es entwickelte sich ein umkämpftes Duell, in dem die Hausherren nach anfänglichen Schwierigkeiten besser zurechtkamen und durch Hinterseer noch in Hälfte eins in Front gingen (36.). Das Tor kam den Ingolstädtern absolut gelegen, konnten sie doch danach in gewohnter Manier aus einer massierten Deckung heraus agieren. Die Geißböcke taten sich damit sehr schwer, wirkten lange Zeit gehemmt, zeigten sich dann aber äußerst effizient. Nachdem Risse an FCI-Schlussmann Özcan gescheitert war, legte er per Kopf für Modeste quer, der aus acht Metern ins leere Tor zum 1:1 einköpfte (72.). Danach drängten die Kölner auf den Siegtreffer, der ihnen jedoch verwehrt blieb. Das Remis bedeutet, dass der FCI erstmals in diesem Jahr zu Hause zwar nicht triumphierte, allerdings weiterhin ungeschlagen ist.

mas/drm

 
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1. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München59:1362
 
2Borussia Dortmund59:2557
 
3Hertha BSC33:2442
 
4Bor. Mönchengladbach49:4039
 
51. FSV Mainz 0534:3039
 
6FC Schalke 0434:3138
 
7Bayer 04 Leverkusen33:3035
 
8VfL Wolfsburg36:3134
 
9FC Ingolstadt 0418:2531
 
101. FC Köln25:3030
 
11Hamburger SV28:3428
 
12VfB Stuttgart35:4828
 
13FC Augsburg27:3525
 
14SV Darmstadt 9825:3825
 
15Werder Bremen31:4724
 
16Eintracht Frankfurt27:3923
 
17TSG Hoffenheim25:3721
 
18Hannover 9621:4217

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