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28.02.2016, 10:24

Holtby schimpft über Ingolstädter Spielweise

"Ekelhaft?" FCI kontert HSV-Vorwürfe

Das Spiel? "Horror!" Der Gegner? "Ekelhaft!" Nach dem 1:1 gegen den FC Ingolstadt beschwerten sich die HSV-Profis nicht als erste Mannschaft über den anstrengenden Fußball des Aufsteigers. Der konterte die Vorwürfe auch diesmal cool - nur Trainer Ralph Hasenhüttl übertrieb bei seiner Analyse.

Marco Fritz zeigt Lucas Hinterseer Gelb
Foul, Karte, Spielunterbrechung: Eine symptomatische Szene aus Hamburgs Heimspiel gegen Ingolstadt.
© imagoZoomansicht

Die Zahlen allein tun schon beim Hinschauen weh. 294 Fehlpässe (145/149), 29 Fouls (17/12), acht Gelbe Karten (3/5), Passquoten von jeweils nur 60 Prozent - der Blick in die Spieldaten verrät, welche Art von Fußballspiel sich der Hamburger SV und der FC Ingolstadt am Samstag im Volksparkstadion geliefert haben. "Mir tut jeder leid, der das Spiel sehen musste, ein Horror", entschuldigte sich HSV-Stürmer Josip Drmic später.

Die Reaktionen nach den 90 schwer verdaulichen Minuten zeigten schon, wer mit dieser Art Fußball mehr anzufangen weiß: Der FCI freute sich nicht nur über ein verdientes 1:1. "Ich bin sowohl mit dem Ergebnis als auch mit der Art und Weise unseres Auftrittes zufrieden", betonte Trainer Ralph Hasenhüttl explizit. Wieder einmal hatte seine Mannschaft einen Kontrahenten erfolgreich entnervt - und wieder einmal musste sie sich harte Vorwürfe anhören.

Auch Gladbach beschwerte sich - auch damals war Fritz der Schiedsrichter

"Die sind nur auf Labern, Rumblöken und Hinfallen aus", schimpfte Lewis Holtby am lautesten. "Das ist ein ekelhafter Gegner." Es war nicht die erste Feststellung dieser Art in der laufenden Saison. Heftigen Streit hatte beispielsweise im November Ingolstadts 0:0 in Mönchengladbach verursacht ("Wir wollten Fußball spielen, aber sie wollten nur Palaver"). Eine Gemeinsamkeit beider Spiele übrigens: Schiedsrichter Marco Fritz, der auch diesmal das Nickligkeiten-Festival eher befeuerte als konsequent unterband.

Ich bin enttäuscht, dass wir so ein Spiel spielen müssen.Josip Drmic

Schon damals lobte Hasenhüttl seine Elf überschwänglich; am Samstag aber übertrieb er es, als er bei "Sky" von Angriffen nach dem Tor zum 1:1 schwärmte, die "schon fast Tiki-Taka, schon überragend" gewesen seien. Mit Tiki-Taka hatte dieses Spiel schließlich so viel zu tun wie Pep-Guardiola-Mannschaften mit einer 60-prozentigen Passquote.

"Heute hat es einfach keinen Spaß gemacht, gegen den Gegner Fußball zu spielen. Für die Zuschauer war es auch eine Katastrophe, denke ich", bilanzierte Drmic ehrlich. "Ich bin enttäuscht, dass wir so ein Spiel spielen müssen und dass so ein Bundesligaspiel stattfindet." Trainer Bruno Labbadia hatte das "erwartete Schweinespiel" gesehen.

Hinterseers Schulterzucken: "Bundesliga ist halt kein Honigschlecken"

An den Ingolstädtern perlte dieser Vorwurf wie bereits in Gladbach einfach ab. "Es sind nicht die ersten, die sich nicht erfreut zeigen, dass wir sie nicht in Ruhe lassen", sagte Hasenhüttl. Sportdirektor Thomas Linke konnte sich "nur wundern über die Zitate der HSV-Spieler. In meinen Augen hat sich am Samstag keiner was geschenkt. Der HSV hat dabei ganz ähnliche Mittel wie wir benutzt, stand uns in nichts nach." Es sei "traurig, wie eigentlich so großartige Spieler immer wieder versuchen, Versäumnisse gegen Aufsteiger nach Abpfiff medial nachzuholen".

"Bundesliga ist halt kein Honigschlecken", zuckte Torschütze Lukas Hinterseer mit den Schultern. "Das Spiel wurde von beiden Seiten hart geführt, auch schon ein bisschen an der Grenze, aber das gehört zum Fußball dazu."

Hinterseer erzielte Ingolstadts zehnten Treffer nach einem ruhenden Ball - bei gerade einmal 17 Saisontoren überhaupt. "Wir sagen: 'Sollten wir alleine vor dem Tor stehen, schießen wir lieber jemanden an.' Damit es raus zur Ecke geht", scherzte Hasenhüttl über die Standardstärke, die seine Spieler genauso verinnerlicht haben wie die vielen kleinen Fouls und den begleitenden Trash-Talk.

Der HSV wusste damit trotz ausreichend Anschauungsmaterial aus 22 vorangegangen FCI-Saisonspielen nicht richtig umzugehen. "Wir haben uns das Spiel aufzwingen lassen", ärgerte sich Labbadia. Und auch Holtby musste schließlich zugeben: "Wir waren nicht bissig genug. Sie haben mehr reingeworfen als wir."

jpe

Tabellenrechner 1.Bundesliga
 

56 Leserkommentare

Das_EGo
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01.03.2016 | 17:02

Zitat aus der lokalen Presse

"Der HSV konnte nicht, Ingolstadt wollte nicht Fußball spielen."
allitaube
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01.03.2016 | 13:23

groehwg vom 29.02.2016

Ihre Frage bezüglich Robben (zu meinem Beitrag vom 28.02.2016 , 21:16 Uhr ) zeigt mir das Sie es nicht [...]
BayernJo73
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01.03.2016 | 11:16

mal abgesehen davon ob man uns nun mag oder nicht, dass gut findet oder nicht ... Ihr alle sorgt dafür [...]
BayernJo73
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01.03.2016 | 10:09

@stoeppens

du scheinst nicht richtig zu verstehen was du liest, da steht zumindest in Ingolstadt, Oberbayern war [...]
stoeppens
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01.03.2016 | 09:54

@ BayernJo73

Ich bin durchaus des Lesens mächtig, daher fiel es mir auch leicht in Ihrem Beitrag herauszulesen, dass [...]

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zum Thema

weitere Infos zu Holtby

Vorname:Lewis
Nachname:Holtby
Nation: Deutschland
Verein:Hamburger SV
Geboren am:18.09.1990

1. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München58:1162
 
2Borussia Dortmund57:2554
 
3Hertha BSC31:2439
 
4Bor. Mönchengladbach45:4036
 
51. FSV Mainz 0532:2936
 
6Bayer 04 Leverkusen32:2635
 
7FC Schalke 0431:2935
 
8VfL Wolfsburg32:3131
 
9FC Ingolstadt 0417:2430
 
101. FC Köln24:2929
 
11Hamburger SV26:3128
 
12VfB Stuttgart35:4428
 
13FC Augsburg26:3325
 
14SV Darmstadt 9825:3625
 
15Eintracht Frankfurt27:3723
 
16Werder Bremen27:4621
 
17TSG Hoffenheim23:3618
 
18Hannover 9621:3817