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23.02.2016, 12:53

Kritik am Werder-Trainer nach der Pleite beim FCI

Skripnik wehrt sich gegen Taktik-Kritik

Der Begriff "Schicksalsspiel" ist für die anstehende Partie gegen Darmstadt 98 im Weserstadion wohl kaum zu hoch gehängt. Für Viktor Skripnik könnte es bereits um seinen Job gehen, zumal auch in Fankreisen die Kritik am populären Werder-Coach neue Ausmaße annimmt.

Viktor Skripnik
Die Kritik nimmt zu: Werder-Trainer Viktor Skripnik.
© imagoZoomansicht

Der Ukrainer weiß genau um die Situation, will sich aber "keinen Kopf machen". Sondern: "Ich mache meinen Job weiter so gut wie möglich, dann schauen wir, was kommt. Um mich muss sich keiner Sorgen machen. Es geht um Werder Bremen, nicht um Viktor Skripnik."

Dass speziell nach dem 0:2 in Ingolstadt die Luft für den Fußballlehrer dünner geworden ist, hat abgesehen vom reinen Resultat einen klaren Grund: Skripnik setzte auf eine betont destruktive Ausrichtung, ließ zudem Greenhorn Lukas Fröde debütieren, während Neuzugang Sambou Yatabaré und Vizekapitän Zlatko Junuzovic zunächst auf der Bank schmorten. Dass er damit gravierende Angriffspunkte bieten würde, dürfte dem Coach vorab bewusst gewesen sein.

Nach dem Spiel ist jeder schlauer.Viktor Skripnik zur Kritik an der Ingolstadt-Taktik

Beim Blick zurück wehrt sich Skripnik aber gegen die Vorwürfe, vor allem seine taktischen und personellen Maßnahmen hätten die Niederlage verschuldet: "Nach dem Spiel ist jeder schlauer. Aber das 0:1 ist nicht wegen unserer Taktik gefallen, sondern weil individuell der entscheidende Zweikampf nicht gewonnen wurde." Auch die Deutung, sich zu sehr nach der Spielweise des Gegners gerichtet zu haben, will er nicht gelten lassen: "In Leverkusen haben wir im Pokal auch mit einer anderen Ausrichtung gewonnen als in Gladbach. Man muss flexibel sein, man muss reagieren. Dass es in Ingolstadt nicht funktioniert hat, sehen wir auch. Aber wir müssen vorher entscheiden, nicht hinterher."

Dass seine Entscheidungen im Hinblick aufs Darmstadt-Spiel nun sitzen müssen, ist Skripnik freilich bewusst: "Wir wissen, dass wir liefern müssen. Dass wir zuhause erst einmal gewinnen konnten, ist das Einzige, was mir Sorgen macht. Aber wir haben auch Hoffnung, denn die Mannschaft besitzt einen guten Charakter und die nötige Qualität, um die Ziele zu erreichen."

Kandidat Junozovic - Wackelkandidat Fritz

Am Samstag muss das Team bestätigen, dass dies nicht nur eine Durchhalteparole ihres Vorgesetzten ist. Dass Skripnik gegen den Aufsteiger auf den zuletzt ausgebooteten Junuzovic setzen wird, ist zumindest herauszuhören: "In Ingolstadt wollten wir im Zentrum robustere Leute. Aber ich bin 100-prozentig zufrieden mit seinem Fleiß. Zlatko wird wieder ein wichtiger Mann für uns sein, gerade zuhause. Er ist ein Spieler, der uns retten kann."

Weiterhin fehlen wird dagegen höchstwahrscheinlich Kapitän Clemens Fritz (Überlastungsreaktion im Sprunggelenk), der sich am Donnerstag einer weiteren Untersuchung bei Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt in München unterzieht. Dagegen soll Sambou Yatabaré, der am Dienstagvormittag umknickte und vom Platz humpelte, bereits am Nachmittag wieder mittrainieren.

Thiemo Müller

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weitere Infos zu Skripnik

Vorname:Viktor
Nachname:Skripnik
Nation: Ukraine


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