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22.02.2016, 12:23

Hamburgs Sechser hatte "keiner auf dem Zettel"

Alle loben Youngster Jung

Albin Ekdal scharrt mit den Hufen nach monatelanger Verletzungspause, Gojko Kacar zeigt sich im Training deutlich formverbessert, seit er seine konditionellen Rückstände aufgeholt hat. Und Gideon Jung? Der spielt. Hamburgs Youngster avanciert zur großen Überraschung der Saison und bekommt Lob von allen Seiten.

Hamburgs Abräumer Gideon Jung, hier gegen Frankfurts Stendera.
Hamburgs Abräumer Gideon Jung, hier gegen Frankfurts Stendera.
© imagoZoomansicht

Im Sommer galt der 2014 aus Oberhausen verpflichtete 21-Jährige als Innenverteidiger Nummer vier, schon zu Beginn der Saison aber fand er seinen Platz vor der Abwehr.

Nach dem Alter entsprechenden Schwankungen und Verletzungsproblemen verlor er ihn zwischenzeitlich, zeigt sich nun aber zu einem Zeitpunkt von seiner besten Seite, da zwei namhafte Mitbewerber wieder einsatzfähig sind. "Gideon", schwärmt Nebenmann Lewis Holtby, "hatte vor der Saison keiner auf dem Zettel." Jetzt steht er sogar auf dem von Horst Hrubesch für Olympia im Sommer. "Er hat sich das verdient und hart erarbeitet", findet der Partner auf der Doppelsechs.

Josip Drmic, der Neuankömmling aus Mönchengladbach, geht in seinem Lob gar noch einen Schritt weiter. "Von diesem Jungen bin ich sehr, sehr beeindruckt. Er hat eine gute Technik und viel Ruhe und macht es sensationell auf einer Position, wo in vielen Klubs Führungskräfte spielen."

Mit Ekdal und auch Kacar drängen zwei potenzielle Führungskräfte mit Vehemenz zurück, noch aber verteidigt Jung seinen Platz. Obwohl trotz allem Lob bei objektiver Betrachtung insbesondere im Aufbau auch immer noch Luft nach oben ist. Sein Trainer hebt deshalb in erster Linie die Defensivarbeit des Talents hervor. "In Frankfurt hatte er wieder sehr viele Balleroberungen und hat seine Sache im Verbund mit der Abwehr sehr gut gemacht."

Und in Zukunft? Jung genießt den Moment und geht gelassen mit der Genesung der prominenten Kollegen um. "Konkurrenz tut uns gut. Ich spüre derzeit einfach das Vertrauen des Trainers."

Sebastian Wolff

1. Bundesliga, 2015/16, 22. Spieltag
Eintracht Frankfurt - Hamburger SV 0:0
Eintracht Frankfurt - Hamburger SV 0:0
Scheinbar entspannter Bruno Labbadia

Hamburgs Trainer Bruno Labbdia konnte sich zuletzt über ein 3:2 gegen Gladbach freuen.
© Getty Images

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