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18.02.2016, 11:50

TV-Geld: "Mittelstands-Vereinigung" formuliert Ziele

Sechs Bundesligisten fordern Deckelung für 2. Liga

Der Mega-TV-Deal der Premier League und die Befürchtung der deutschen Spitzenklubs, in der internationalen Wettbewerbsfähigkeit ins Hintertreffen zu geraten, war ein Auslöser für verschiedene Geheimtreffen der Bundesliga sowie der 2. Liga in den vergangenen Monaten. Nun scheint sich in der Bundesliga eine "Mittelstand-Vereinigung" aus sechs Klubs zu formieren, die in den vergangenen Tagen ihre Forderungen formulierte.

Forderung des "Bundesliga-Mittelstands": Die Gelder für die 2. Liga sollen gedeckelt werden.
Forderung des "Bundesliga-Mittelstands": Die Gelder für die 2. Liga sollen gedeckelt werden.
© imagoZoomansicht

Die Aufregung um den neuen TV-Vertrag der Premier League, der ihren 20 Klubs ab der Saison 2016/17 aus der nationalen TV-Vermarktung 2,3 Milliarden und bei Hinzuziehung der internationalen Erlöse 3,2 Milliarden Euro beschert, wird inzwischen von einer Hysteriewelle überschwappt. Dem deutschen Ligaverband droht eine Spaltung in zwei eigenständige Verbände der Bundesliga und der 2. Liga.

Solidarität war das markante Merkmal des deutschen Profifußballs. Das Zusammenleben von Erst- und Zweitligisten, in dieser Form in den großen europäischen Fußballnationen nur noch in Frankreich praktiziert, ist eine Stärke von Ligaverband und DFL. Die wahnwitzigen Verträge in England aber haben die Zerreißprobe ausgelöst.

Als Erster ging Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge in den Ring, drohte mit dem Ende der erfolgreich praktizierten zentralen Vermarktung. Ihm folgte Andreas Rettig. Der Geschäftsführer des FC St. Pauli mobilisierte im November 2015 die Zweitligaklubs mit der Forderung, dass die mehrheitlich von Investoren bestimmten Klubs (Leverkusen, Wolfsburg, Hoffenheim, Leipzig) von den Erlösen aus der TV-Vermarktung ausgeschlossen werden. Die Bundesliga schrie auf.

Schon im November kam es zu zwei geheimen Strategietreffen mehrerer Bundesligaklubs. Am 18. Januar fand dann in Frankfurt auf Initiative von Schalke-Vorstand Peter Peters ein Geheimtreffen von 16 Erstligaklubs statt (ohne Darmstadt und Hoffenheim). Zwei Tage später (20. Januar) präsentierte Peters in seiner Funktion als Liga-Vizepräsident dem DFB-Präsidium ein Modell der künftigen Verteilung der TV-Gelder und einen Plan zur Reform des DFB-Pokals.

Tabellenrechner 1.Bundesliga

Inzwischen hat sich, erstmals in der Geschichte der Bundesliga, deren sportlicher Mittelstand formiert. Spitzenfunktionäre von Bremen, Hertha BSC, Eintracht Frankfurt, dem HSV, dem 1. FC Köln, und dem VfB Stuttgart formulierten in den vergangenen Tagen ihre Forderungen. Borussia Mönchengladbach war im Übrigen auch angesprochen worden, ist nach einigen Überlegungen der Gruppe aber nicht beigetreten.

Eine "Mittelstands-Vereinigung" also von Klubs, die seit Jahren sportlich zwischen Europacup und Abstiegskampf pendeln. Vereine, die entscheidend sind beim neuen Verteilungsschlüssel der TV-Gelder, weil sie jene knapp vier Millionen Euro, mit denen jeder Bundesligaverein einen Klub der 2. Liga indirekt subventioniert, mehr schmerzen als eben Bayern München oder Borussia Dortmund.

Eine der Kernforderungen dieser sechs Bundesligavereine ist eine Deckelung der Fernsehgelder an die 2. Liga von aktuell jährlich insgesamt 142 Millionen Euro. Auch an weiteren Zuwächsen, die aus den neuen TV-Verträgen ab der Saison 2017/18 erwartet werden, sollen die Zweitligisten dann nicht beteiligt sein.

Rainer Franzke

 
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1. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München56:1159
 
2Borussia Dortmund54:2451
 
3Hertha BSC30:2436
 
4Bayer 04 Leverkusen31:2335
 
5Bor. Mönchengladbach43:3835
 
6FC Schalke 0431:2934
 
71. FSV Mainz 0529:2833
 
8VfL Wolfsburg32:2931
 
91. FC Köln24:2829
 
10FC Ingolstadt 0416:2329
 
11VfB Stuttgart34:4228
 
12Hamburger SV25:3027
 
13FC Augsburg24:3124
 
14SV Darmstadt 9823:3424
 
15Eintracht Frankfurt27:3722
 
16Werder Bremen25:4420
 
17TSG Hoffenheim22:3318
 
18Hannover 9619:3714

Vereinsdaten

Vereinsname:Eintracht Frankfurt
Gründungsdatum:08.03.1899
Mitglieder:35.000 (01.07.2016)
Vereinsfarben:Rot-Schwarz-Weiß
Anschrift:Mörfelder Landstraße 362
60528 Frankfurt/Main
Telefon: 0800 - 7431899
Telefax: (0 69) 95 50 31 10
E-Mail: info@eintrachtfrankfurt.de
Internet:http://www.eintracht.de

Vereinsdaten

Vereinsname:1. FC Köln
Gründungsdatum:13.02.1948
Mitglieder:79.500 (01.07.2016)
Vereinsfarben:Rot-Weiß
Anschrift:1. FC Köln
Geißbockheim
Rhein-Energie-Sportpark
Franz-Kremer-Allee 1-3
50937 Köln
Telefon: (02 21) 71 61 63 00
Telefax: (02 21) 71 61 63 99
E-Mail: service@fc-koeln.de
Internet:http://www.fc-koeln.de

Vereinsdaten

Vereinsname:Werder Bremen
Gründungsdatum:04.02.1899
Mitglieder:36.500 (01.07.2016)
Vereinsfarben:Grün-Weiß
Anschrift:Franz-Böhmert-Straße 1c
28205 Bremen
Telefon: (04 21) 43 45 90
Telefax: (04 21) 49 35 55
E-Mail: info@werder.de
Internet:http://www.werder.de

Vereinsdaten

Vereinsname:VfB Stuttgart
Gründungsdatum:09.09.1893
Mitglieder:47.000 (31.07.2016)
Vereinsfarben:Weiß-Rot
Anschrift:Mercedesstraße 109
70372 Stuttgart
Telefon: 01 80 6 - 991893
Telefax: (07 11) 55 00 71 96
E-Mail: service@vfb-stuttgart.de
Internet:http://www.vfb.de

Vereinsdaten

Vereinsname:Hertha BSC
Gründungsdatum:25.07.1892
Mitglieder:34.000 (01.07.2016)
Vereinsfarben:Blau-Weiß
Anschrift:Hanns-Braun-Straße, Friesenhaus 2
14053 Berlin
Telefon: (0 30) 30 09 28 0
Telefax: (0 30) 30 09 28 94
E-Mail: info@herthabsc.de
Internet:http://www.herthabsc.de

Vereinsdaten

Vereinsname:Hamburger SV
Gründungsdatum:29.09.1887
Mitglieder:75.722 (01.07.2016)
Vereinsfarben:Blau-Weiß-Schwarz
Anschrift:Sylvesterallee 7
22525 Hamburg
Telefon: (040) 41551887
Telefax: (040) 41551234
E-Mail: info@hsv.de
Internet:http://www.hsv.de


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