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15.02.2016, 10:25

Nach dem Kreuzbandriss des Stuttgarter Torjägers

Werner profitiert von Ginczeks Pech

In diesen Tagen sollte und wollte er ins Stuttgarter Mannschaftstraining einsteigen, um Mitte März wieder voll einsatzfähig für die Bundesliga bereit zu stehen. Nach einer unglücklichen Aktion im Training am Sonntag, die im zweiten Kreuzbandriss seiner Karriere endete, fällt Daniel Ginczek jetzt wieder für Monate aus. Sein Pech könnte zum Glück für Timo Werner werden.

Timo Werner
Scheint im Moment beim VfB gesetzt zu sein: Stuttgarts Angreifer Timo Werner.
© picture allianceZoomansicht

Keine Frage: Sobald sich Daniel Ginczek wieder komplett einsatzfähig gemeldet hätte, wäre die Hierarche im Stuttgarter Sturm neu durchmischt worden. Der bullige Torjäger wäre im Normalfall wieder gesetzt gewesen. Für Timo Werner, der in den vergangenen Monaten eine positive Entwicklung genommen und sich zur Nummer eins im VfB-Sturm gemausert hatte, ein drohender Rückschritt.

Stammplatz hin oder her - nicht weniger geschockt als der gesamte Kader bzw. Verein ist auch Werner, der sein Verständnis von Fair Play gegen Berlin unter Beweis gestellt hat. Als ihm John Anthony Brooks im Strafraum in die Beine tritt, rappelt sich der Stuttgarter mit aller Macht auf, bekämpft den Reflex zu fallen mit aller Macht. "Er wollte halt unbedingt ein Tor erzielen", sagt Jürgen Kramny, der allerdings beim Stand von 0:0 nichts gegen den Elfmeterpfiff gehabt hätte. "Manchmal kann man über so ein Bein auch stolpern", meint der Chefcoach mit einem Schmunzeln auf den Lippen. "Aber es ehrt ihn, dass er es nicht gemacht hat."

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Der Gefoulte selbst nimmt das Lob gerne an, gibt aber auch zu, dass er den Tritt "gar nicht so gespürt habe", wie er auf den TV-Bildern zu erkennen ist. "Ich wollte unbedingt zum Abschluss kommen, das war in diesem Moment viel wichtiger für mich." Statt sich wegen des nicht genutzten Fouls über den verpassten Elfmeterpfiff zu ärgern, der beim Stand von 0:0 elementar wichtig gewesen wäre, grämt er sich über seine Körpertäuschung davor. "Wenn ich mich in die andere Richtung drehe, stehe ich frei vor dem Torwart ..."

Es wäre die Chance zu seinem fünften Saisontreffer gewesen. Die sich in den folgenden Monaten sicher wieder bieten wird. Werner, mit dem das Stuttgarter Trainerteam sehr viel individuell an dessen Abschluss arbeitet, hat seinen Platz in der Startformation im Moment relativ sicher. Neuzugang Artem Kravets sitzt ihm zwar im Nacken, konnte aber bisher seine Klasse nur andeuten. Im Pokal gegen Borussia Dortmund blieb die Chance, sich weiter aufzudrängen, vom Ukrainer ungenutzt.

Es geht schnell nach oben, kann aber auch schnell nach unten gehen.Timo Werner

Werner sieht die Konkurrenz im Stuttgarter Sturm gelassen, viel wichtiger bewertet er die gemeinsame Kraftanstrengung, sich so schnell wie möglich aus dem Abstiegskampf abzumelden. "Wir sollten die fünf Siege in Folge nicht überbewerten, gegen Berlin war auch etwas Glück dabei", sagt der 19-Jährige. "Es wäre vermessen, im Moment eine Prognose zu stellen, wohin es geht. Es geht schnell nach oben, kann aber auch schnell nach unten gehen." Werner will oben bleiben. So wie bei Brooks' Foul in der 28. Minute in der Partie gegen Berlin.

George Moissidis

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FCA-Coach Markus Weinzierl vor dem Spiel.
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18Hannover 9619:3614

weitere Infos zu Kramny

Vorname:Jürgen
Nachname:Kramny
Nation: Deutschland
Verein:Arminia Bielefeld


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