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14.02.2016, 21:27

Münchner Innenverteidigung beschert Freude und Sorgen

Uralt-Rekord: "Lewy" und Müller kennen keine Gnade

Nach dem durchwachsenen Auftritt in Leverkusen hat sich der FC Bayern München in der Bundesliga zurückgemeldet. Das souveräne 3:1 im bayerischen Derby in Augsburg ließ Trainer Pep Guardiola aufatmen. Dank seines unwiderstehlichen Offensivduos, das eine Bestmarke von Gerd Müller und Uli Hoeneß aus den 70er-Jahren brach. Und dank einer 1,74 Meter hohen Wand.

Haben in 2016 schon wieder viel zu feiern: Bayerns Offensivstars Thomas Müller (#25) und Robert Lewandowski.
Haben in 2016 schon wieder viel zu feiern: Bayerns Offensivstars Thomas Müller (#25) und Robert Lewandowski.
© imagoZoomansicht

Trotz eines wirklich anregenden Auftritts in Augsburg galten die ersten Münchner Gedanken wieder Pechvogel Holger Badstuber. Die schwere Verletzung des Innenverteidigers steckte dem deutschen Rekordmeister auch am Tag danach noch schwer in den Kleidern. Sichtlich bewegt erklärte Coach Guardiola bei Bezahlsender Sky: "Was Holger passiert ist, das ist ein Albtraum. Das ist nicht normal. Fünf Operationen in drei, vier Jahren - das ist zu viel", zitterte dem Katalanen die Stimme.

Seiner Ausführung schickte der 45-Jährige noch hinterher: "Er weiß, wir sind immer da." Das gilt freilich nicht nur für den Betreuerstab, sondern allen voran die Teamkollegen. "Wie wir uns gestern gefühlt haben, kann ich kaum beschreiben. Das ist schon unglaublich, was Holger miterleben muss. Das war für uns auch nicht so leicht", bedauerte Kapitän Philipp Lahm: "Er war wieder in einer sehr guten Form. Das tut schon sehr, sehr weh."

Guardiola: "Es ist fast unmöglich, besser zu spielen"

Auf dem Rasen ließen sich das die Bayern-Profis wenn überhaupt in den Anfangsminuten anmerken, anschließend schaltete der große Nachbar der Augsburger einige Gänge nach oben. Und stand auch mit der neu formierten Viererkette um Lahm, Joshua Kimmich, David Alaba und Juan Bernat extrem sicher. Speziell Youngster Kimmich verdiente sich von Guardiola ein Sonderlob: "Es ist fast unmöglich, besser zu spielen, als es Joshua in den letzten Spielen gemacht hat."

Hatte in der Viererkette wieder alles im Griff: Bayerns Joshua Kimmich (r., mit Piotr Trochowski).
Hatte in der Viererkette wieder alles im Griff: Bayerns Joshua Kimmich (r., mit Piotr Trochowski).
© Getty Images

Seit vier Spielen verteidigt Kimmich (128 Ballkontakte in Augsburg) in der Mitte, dreimal ging der FCB siegreich vom Platz und kassierte nur einen einzigen Gegentreffer. Wie das der 21-Jährige bewältigen kann? "Man muss einfach immer konzentriert und hellwach sein. Es ist nicht immer der erste Ball entscheidend. Es ist viel wichtiger, den zweiten zu gewinnen", erklärte Lahm das Erfolgsrezept. Dabei könnte die Größe der Bayern-Viererkette, in Augsburg im Durschnitt nur 1,74 Meter groß (keiner über 1,80 Meter), in den nächsten Wochen schon zum Problem werden.

Mannschaften wie Juventus Turin, Champions-League-Gegner der Bayern, wüssten eine solche Lufthohheit sicher zu ihren Gunsten zu nutzen. Guardiola stellte derweil die Vorteile der Variante heraus: "Sie haben als Mittelfeldspieler auch andere Qualitäten für unseren Spielaufbau." Mag sein, wird aber gegen kantigen Spielertypen (wie auch schon Bobadilla unter Beweis stellte) dennoch problematisch werden.

"Lewy" und Müller knacken den Bomber und Hoeneß

Das Wort Problem kennen auch die Abwehrreihen der Bayern-Gegner. Speziell gegen Robert Lewandowski zu spielen, macht in 2016 so gar keinen Spaß: Im bayerischen Derby erzielte der Pole seine Treffer Nummer 20 und 21, es war bereits sein vierter (!) Doppelpack nach der Winterpause. Auch in der Bundesliga hat sich Lewandowski schon wieder in die Geschichtsbücher geballert. Der 27-Jährige erzielte die ersten sechs Tore des FC Bayern im neuen Kalenderjahr. Das gelang zuvor nur Karl-Heinz Vogt (1971) für den 1. FC Kaiserslautern und Wolfgang Schäfer (1985) für Bayer Uerdingen.

Seinen kongenialen Partner hat Lewandowski in Thomas Müller längst gefunden. Nach 21 Spielen haben die beiden 36 Tore erzielt: Bundesliga-Rekord! Die Bestmarke hielten bislang Gerd Müller (23 Treffer) und Uli Hoeneß (12) aus der Saison 1972/73. Allzu böse werden die beiden nicht sein, dass es ausgerechnet zwei Bayern-Spieler vermochten, ihnen den Rekord zu klauen.

msc

1. Bundesliga, 2015/16, 21. Spieltag
FC Augsburg - Bayern München 1:3
FC Augsburg - Bayern München 1:3
Skeptisch?

FCA-Coach Markus Weinzierl vor dem Spiel.
© Getty Images

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weitere Infos zu Kimmich

Vorname:Joshua
Nachname:Kimmich
Nation: Deutschland
Verein:Bayern München
Geboren am:08.02.1995

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Vorname:Philipp
Nachname:Lahm
Nation: Deutschland
Verein:Bayern München
Geboren am:11.11.1983

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Vorname:Robert
Nachname:Lewandowski
Nation: Polen
Verein:Bayern München
Geboren am:21.08.1988

weitere Infos zu T. Müller

Vorname:Thomas
Nachname:Müller
Nation: Deutschland
Verein:Bayern München
Geboren am:13.09.1989

1. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München53:1056
 
2Borussia Dortmund53:2448
 
3Bayer 04 Leverkusen31:2235
 
4Hertha BSC29:2335
 
5FC Schalke 0430:2833
 
61. FSV Mainz 0527:2533
 
7Bor. Mönchengladbach42:3832
 
8VfL Wolfsburg31:2830
 
91. FC Köln24:2729
 
10VfB Stuttgart33:4127
 
11Hamburger SV25:3026
 
12FC Ingolstadt 0414:2326
 
13SV Darmstadt 9822:3124
 
14FC Augsburg23:3121
 
15Eintracht Frankfurt27:3721
 
16Werder Bremen25:4220
 
17TSG Hoffenheim19:3115
 
18Hannover 9619:3614

weitere Infos zu Guardiola

Vorname:Josep
Nachname:Guardiola
Nation: Spanien
Verein:Manchester City